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Oppitz soll Dynamo als Notvorstand führen

Oppitz soll Dynamo als Notvorstand führen

Der Ruf ist beschädigt, Dynamo ist momentan handlungsunfähig. Wie geht es nun beim skandalgeplagten Drittligisten weiter? Das operative Tagesgeschäft soll der erst kürzlich in den Stab des Vereins aufgerückte Volker Oppitz leiten.

Dresden. Erhält der 32-Jährige (zumindest vorübergehend) das Zeichnungsrecht, darf er nicht nur Verträge aushandeln, sondern auch unterschreiben.

Am Dienstag stellte der Aufsichtsrat der SG Dynamo beim Dresdner Amtsgericht einen Antrag auf die Bestellung eines Notvorstandes, schlug für diese Position einstimmig Volker Oppitz vor. Der langjährige Dynamo-Verteidiger stimmte zu, den Posten zu übernehmen. Die Eintragung des Notvorstands durch das Amtsgericht wird voraussichtlich noch in dieser Woche erfolgen. Wie lange Oppitz als Notvorstand arbeiten wird, ist offen.

Am Freitag treffen sich Aufsichtstrat, Ehrenrat und Präsidium mit Mitarbeitern des Klubs und Sponsoren zu einer Krisensitzung, werden über die vertrackte Situation beraten. Mögliches Szenario: Der Aufsichtsrat tritt komplett zurück, Dynamo bestimmt einen Interimsvorstand, in dem Sponsoren, aber auch Vertreter der Stadt sitzen könnten. Der bestellt dann einen Geschäftsführer. Nach der Ablehnung von Rolf Dohmen kommt da zuerst Stefan Bohne in Betracht, der sein Büro erst vor sechs Tagen räumen musste. Ein neuer Aufsichtsrat müsste dann auf einer Mitgliederversammlung gewählt werden. Das würde frühestens im September über die Bühne gehen, die Ladungsfrist für eine Wahlversammlung beträgt zwölf Wochen.

Unterdessen wartet die Dresdner Stadtspitze auf eine Richtungsänderung im Verein. Nach den Querelen, Lügen und Intrigen beim Thema Dynamo-Geschäftsführer ist das Verhältnis nachhaltig gestört, wie es gestern erneut aus dem Rathaus gegenüber DNN verlautete. Auch dass sich Dohmen gleich nach der Aufsichtsratssitzung in einem Presse-Interview ausführlich meldete, trägt dem Vernehmen nach nicht zu einer Entspannung bei. Das sei ebenso amateurhaft gewesen wie das bisherige Wirken des Aufsichtsrates, heißt es aus dem Umfeld von Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU). Die OB hat auch mitnichten einen Alleingang durchgezogen, wie vereinzelt erzählt wurde. Zwar führte Orosz als Grund auch die "Art und Weise, wie die Vereinsvertreter vergangene Woche versucht haben, Druck auf die Stadt und mich persönlich auszuüben" als "völlig inakzeptabel" an, doch vor allem das intransparente Entscheiden des Aufsichtsrates bewog die OB dazu, Dohmen abzulehnen. Ihre Stellungnahme hat Orosz zuvor auf Anraten von Sportbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) und in Absprache mit Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) verfasst. Die Stadtspitze zieht an einem Strang, fühlt sich brüskiert.

Derweil hat Dynamo größte Probleme. Die Lizenz vom DFB gibt es nur, wenn der Geschäftsführerposten bis 30. Juni besetzt ist. Von der Stadt, die aufgrund des Darlehens ein Vetorecht bei Personalfragen hat, ist so schnell keine Zustimmung zu erwarten. Derweil "hetzt" laut FDP-Stadträtin Barbara Lässig das Dynamo-Mitglied Thomas Blümel (SPD-Stadtrat) im Dynamo-Forum gegen das Veto-Recht der Stadt. Fortsetzung folgt.

Th. Scholze/R. Redemund

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