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Opposition übernimmt die Macht bei Lok Leipzig – Dischereit und Wickfelder werfen hin

Opposition übernimmt die Macht bei Lok Leipzig – Dischereit und Wickfelder werfen hin

Paukenschlag beim 1. FC Lok Leipzig: Vorstandsmitglied Hartmut Dischereit legt mit sofortiger Wirkung sein Amt nieder und macht damit den Weg für die Machtübernahme des Schattenpräsidiums frei.

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Vorstandsmitglied Hartmut Dischereit ist offiziell aus beruflichen Gründen zurückgetreten.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Bereits am Donnerstagabend soll die neue Führungsriege um René Gruschka vom Aufsichtsrat eingesetzt werden. Auch Vizepräsident Bernd Wickefelder hat angekündigt, das Handtuch beim finanziell angeschlagenen Fußball-Regionalligisten zu werfen.

Am Dienstag signalisierte Dischereit seinen Rücktritt bereits dem Aufsichtsrat, am Donnerstag folgte die offizielle Bestätigung des Vereins. „Es ist mir zuletzt nicht mehr gelungen, Beruf, Ehrenamt und Familie in Einklang zu bringen“, wird der Bauunternehmer in einer Mitteilung des Vereins zitiert. Der Rückzug des 57-Jährigen kam für viele überraschend – und eröffnet gleichzeitig die Chance eines Neubeginns in Probstheida.

Gruschka, Spauke und Kesseler sollen in Vorstand nachrutschen

Das Präsidium ist derzeit mit nur noch zwei von fünf Mitgliedern handlungsunfähig, der Aufsichtsrat steht unter Handlungsdruck. Deshalb werden bereits am Donnerstagabend bei einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung im Ratskeller Nägel mit Köpfen gemacht. Drei Mitglieder des fünfköpfigen Arbeitspräsidiums sollen in den Vorstand kooptiert werden, bestätigte Aufsichtsratschef Olaf Winkler gegenüber LVZ-Online.

Die von den Fans unterstützte Opposition hätte damit Stimmenmehrheit – Lok-Präsident Michael Notzon und Vize Bernd Wickfelder wären entmachtet. „Die neuen Vorstandsmitglieder müssen auf das Geschehen einwirken können“, erklärte Winkler. Die Präsidiums-Kandidaten haben sich bereits herauskristallisiert. Heiko Spauke und Jens Kesseler, Ex-Schatzmeister bei Lok, werfen ihren Hut in den Ring. Voraussichtlich soll Gruschka das Duo ergänzen und die Fanarbeit übernehmen. Die Mitstreiter Stephan Guth und Martin Mieth sollen sich um Marketing und Vertrieb kümmern.

Erste Präsidiumssitzung für Montag geplant

Oppositions-Mitglied Spauke plant bereits für Montag die erste Sitzung des neuen Vorstands. „Wichtig ist zuallererst, Einblick in die Finanzen zu bekommen und eine Gläubigerübersicht zusammenzustellen“, erklärte der Versicherungsfachmann LVZ-Online. Den Fans soll bei einem Infoabend am Freitag um 19 Uhr in der Alten Wollkämmerei das weitere Vorgehen erläutert werden.

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Plant auch seinen Abschied: Lok-Vize Bernd Wickefelder

Quelle: Christian Nitsche

„Wir werden Herrn Notzon beweisen, dass wir konkrete Pläne haben“, kündigte Spauke an. Nach Informationen von LVZ-Online bröselt dessen Rückhalt im Präsidium weiter: Auch Vize Bernd Wickefelder habe seinen Rücktritt bereits eingereicht, heißt es aus der Lok-Geschäftsstelle. Er kündigte demnach an, zwei Tage vor der Außerordentlichen Mitgliederversammlung (AOMV) am 13. April ebenfalls seinen Posten zu räumen.

Aufsichtsratschef Winkler ist davon wenig überrascht, spricht bereits der designierten Führungsspitze des Clubs seine Unterstützung aus. „Es wird nicht einfach. Vor den neuen Leuten liegt ein großer Berg Arbeit.“ Euphorie klingt anders, am Tag des Umbruchs in Probstheida.

Robert Nößler

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