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Paratriathlet Schulz verteidigt EM-Titel - Bittner wird Dritter in Berlin

Paratriathlet Schulz verteidigt EM-Titel - Bittner wird Dritter in Berlin

Die Achillessehne hat gehalten! Doch die größte Schwachstelle seines Körpers in den vergangenen Wochen erwies sich für Martin Schulz auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung am Sonntagmittag nicht als größtes Problem.

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Martin Schulz

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Der Paratriathlet vom Bike24-Zweitligateam des SC DHfK hatte bei den Europameisterschaften mit der mörderischen Hitze im türkischen Badeort Alanya zu kämpfen und stand kurz vor dem Kreislauf-Kollaps.

"Mir brummt der Schädel. Nach dem Zieleinlauf musste ich erstmal ins Erste-Hilfe-Zelt. Aber ich bin froh, dass es gut ausgegangen ist und gereicht hat", sagte der 23-Jährige nach seinem Start-Ziel-Sieg im Sprint-Triathlon über 750 m Schwimmen, 19 km Radfahren und 5 km Laufen. Seinen Lieblingsspruch ("Nur wer einen Schmerz besiegt, hat eine Chance auf den Sieg") setzte er maximal um.

 Als er seine Stärken im Wasser ausgespielt hatte - der langjährige Schwimmer trainiert am paralympischen Stützpunkt bei Trainer Eric Werner - folgte der Schock auf dem Rad: "Die Gabel meiner Lenkung wackelte, der Lenker stand ein paar Mal quer, sodass ich anhalten musste. Ich habe nur geflucht und etwas den Überblick über das Renngeschehen verloren, weil ich mit mir zu tun hatte." Mit großem Kampf behauptete der Bürokaufmann-Azubi den Großteil seines Vorsprunges und besiegte sogar den Weltmeister aus Frankreich. Dieser hatte Schulz im Oktober bei der WM in Auckland bezwungen, weil die Schwimmstrecke um mehr als die Hälfte gekürzt worden war.

 Martin Schulz' Zweitliga-Teamkollegen Per Bittner und Christian Ritter bestimmten am Sonntagvormittag den Halbironman in Berlin mit und landeten auf den Plätzen drei sowie sechs. Bittner war mit seinem Podestplatz sehr zufrieden, dagegen haderte Ritter mit dem Ausgang. Denn beim abschließenden Halbmarathon büßte er noch eine Position ein - und ausgerechnet bei Platz fünf endeten die Preisgeld-Ränge. Nach dem Schwimmen in der Spree wurde auf dem Rollfeld des Flughafens Tempelhof gefahren. Bittner fand die windanfällige 3-km-Gerade okay, zumal er stets über den Rennverlauf informiert war. Dagegen hatte sich Ritter wie viele Teilnehmer eine abwechslungsreichere Runde durch Berlin gewünscht. Doch die Veranstalter bekamen für Straßensperrungen keine Genehmigung. Beide Leipziger wollen sich bis Mittwoch erholen und noch zehn Tage Vollgas trainieren, um am 7. Juli beim Ironman in Frankfurt in Top-Form zu sein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.06.2013

Frank Schober

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