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Partie DSC gegen Post erneut verschoben - Verband vermittelt im Streit um Spielabbruch

Partie DSC gegen Post erneut verschoben - Verband vermittelt im Streit um Spielabbruch

Der Streit um das abgebrochene Ligaspiel zwischen den beiden Fußball-Bezirksklasse-Mannschaften Dresdner SC und Post SV geht in eine neue Runde. Wie Uli Herzog, Mitglied der DSC-Abteilungsleitung, am Donnerstag gegenüber DNN-Online mitteilte, wurde die Partie nach einem Gespräch zwischen dem Sächsischen Fußballverband und beiden Vereinen auf den Buß- und Bettag verschoben.

Dresden. Der DSC hatte vorher mitgeteilt, zu dem Wiederholungsspiel des ersten Spieltages nicht antreten zu wollen.

Am 21. August war die Partie nach 55 Minuten beim Stand von 2:0 für den DSC abgebrochen worden. Eine Gruppe von etwa 20 Vermummten hatte das Heinz-Steyer-Stadion gestürmt und versucht, Fan-Utensilien des DSC zu rauben. Nach einem kurzen Handgemenge war es Fans und Sicherheitskräften damals gelungen, die Angreifer aus dem Stadion zu drängen. Einer der Täter, ein 20-jähriger Freiberger, konnte festgehalten und der Polizei übergeben werden. Da die Post-Akteure, die während der Auseinandersetzungen in den Katakomben Schutz suchten, nicht mehr antreten wollten, brach der Schiedsrichter die Partie ab.

Mit dem angesetzten Wiederholungsspiel war der DSC nicht einverstanden und kündigte einen Boykott der ursprünglich für Samstag terminierten Partie an. Um dies zu vermeiden, hatte der Sächsische Fußballverband am Mittwochabend Vertreter beider Teams an einen Tisch geladen. Herzog sprach am Donnerstag von „fruchtbaren Gesprächen", auch Stephan Oberholz, Verbandsvizepräsident sprach von einer sehr konstruktiven Runde, bei der alle Seiten ihre Argumente austauschen konnten.

Oberholz erläuterte gegenüber DNN-Online noch einmal das Zustandekommen des umstrittenen Urteils: Weder Post noch DSC seien an dem Spielabbruch Schuld gewesen. Es habe sich um einen Fehler des Unparteiischen gehandelt, der bei den Gästen nachgefragt hatte, ob sie wieder antreten wollten. Post habe diese Frage im August schlicht mit nein beantwortet, habe sich dadurch aber nichts zu schulden kommen lassen.

Auch Uli Herzog gab am Donnerstag zu, dass der Verband letztlich keine andere Lösung gehabt habe. Seinem Verein sei aber wichtig, dass das Urteil Neuansetzung in unpassender Art gefallen sei, ohne mit den Vereinen zu sprechen. Durch das Gespräch am Mittwochabend sei somit ein wichtiges Ziel erreicht worden. In den kommenden Wochen will der Verein noch einmal beraten. Schließlich käme bei einem tatsächlichen Nichtantritt ein Sportgerichtsverfahren samt eventueller Geldstrafe auf den DSC zu, wies Sportrichter Oberholz auf mögliche Konsequenzen hin.

Mit der Neuansetzung im November könnten auch die Gäste des Post SV gut leben, sagte der stellvertretende Abteilungsleiter Alexander Mägel. Er kritisierte einzig den späten Schlichtungstermin. „Das hätte eher geklärt werden können", warf er DSC und Verband vor.

Stephan Lohse

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