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Personalkarussell bei L.E. Volleys und GSVE Delitzsch dreht sich

Volleyball-Zweitligisten Personalkarussell bei L.E. Volleys und GSVE Delitzsch dreht sich

Bei den L.E. Volleys und beim GSVE Delitzsch laufen die Vorbereitungen auf die neue Zweitliga-Saison auf Hochtouren. Während der Südstaffel-Spielplan schon in trockenen Tüchern ist, treiben die beiden Rivalen ihre Personal-Suche für die kommende Saison voran. 

Delitzschs Maik Winkler und Robert Karl blocken den Angriff von Leipzigs Erik Wichert.

Quelle: Alexander Bley

Leipzig/Delitzsch. Wohl am meisten verblüfft bei der Suche nach neuen Schmetter-Assen hat im Reigen der Zweitliga-Volleyballteams erneut Altmeister Frank Pietzonka. Der Trainer des Gymnasialen Sportvereins Ehrenberg (GSVE) aus Delitzsch verpflichtete am vergangenen Mittwoch mit Henning Pietrek einen Spieler aus der Hobbyliga, zarte 31 Jahre jung. „Ein Typ, mit einer ordentlichen Linken, der verdammt hoch springt“, fasst der GSVE-Trainer zusammen.

Beim Liga-Konkurrenten L.E Volleys aus Leipzig ist nach dreijähriger Abstinenz Außenangreifer Wieland Oswald wieder an Bord. Dazu gesellt sich Libero Kristof Thater. „Die Zuspielerfrage konnten wir noch nicht klären“, ergänzt L.E.-Volleys-Trainer Steffen Busse. Auch in Delitzsch soll der baumlange Coach deswegen angeklopft haben. Denn die Recken vom Lober werden in die neue Spielzeit gleich mit drei Stellern ins Rennen gehen – neben Kapitän René Berlet und Stefan Timm mit Felipe Pardini-Glaser. Der Deutsch-Brasilianer verbrachte zwei Auslandssemester in Belo Horizonte.   

Berühmte Verwandtschaft

Der Name Pietrek ist in der Volleyball-Szene kein Unbekannter. Onkel Volker war in der DDR eine große Nummer, spielte gemeinsam mit dem Delitzscher Team-Manager Günter Schweitzer. Seine Cousine Anja-Nadin war Nationalspielerin, wurde mit dem DSV-Team bei den Olympischen Spielen in Sydney Sechste. Und Henning selbst punktete an der Pleiße nicht immer für den SV Energetik. Vor 21 Jahren ging am Netz alles los – beim TSV Leipzig 76. Zwei Jahre später wechselte er zum SCL, der später VfB, VVL und VCL hieß. Bis 2013 trug er das Trikot des Regionalligisten TSG Markkleeberg. „Aber wenn die 2. Liga vor der Tür steht, kann ich doch nicht Nein sagen“, erklärte der zweifache Vater.

Bis dato ist Henning Pietrek der einzige Neuzugang bei den Delitzschern, eine weitere Personalie noch in der Schwebe. Mit der bisherigen Transfer-Ausbeute ist Manager Schweitzer deshalb nicht zufrieden. Dabei begann die Suche nach neuen Spielern vielversprechend. Gleich drei Herren signalisierten ihr Interesse. Timo Schlag vom VCO Berlin konnte die Erstligaofferte von Chemie Volleys Mitteldeutschland nicht ausschlagen. Florian Hecht, einst Mittelblocker beim VC Dresden, hatte beim Probetraining dann doch andere Vorstellungen finanzieller Art, die beim GSVE keiner tragen wollte. Auch die Rückkehr des Bitterfelders Christopher Harpke erwies sich als Luftnummer.

Volleys suchen Zuspieler

Mit elf Spielern will Volleys-Coach Busse in die neue Spielzeit gehen. Die Nachwuchs-Asse Niclas Ivenz und Max Gelsdorf bilden dabei den Anschlusskader. Beide zog Busse in der vergangenen Saison, weil personell arg gebeutelt, ins Zweitliga-Team. Im Regionalliga-Team, das von Ex-Zweitliga-Spieler Christoph Rascher angeleitet wird, sollen die beiden weiter behutsam aufgebaut werden. Wer neben Roman Metelskiy die Bälle verteilt, bleibt indes offen.

Aufgewertet wurde der Kader der Pleiße-Boys mit den beiden Neuzugängen Wieland Oswald und Kristof Thater. Beide 20 Jahre jung, haben sie die Volleyball-Internatsausbildung genossen. Der 2,03-Meter-Hüne Oswald beim VCO Berlin, Thater in Frankfurt/Main. Während Rückkehrer Oswald nach abgeschlossener Tischler-Lehre seine Zelte wieder in Leipzig aufschlägt, will Thater an der Alma Mater studieren.

Bis Anfang September müssen die Spieler beim Ligavermarkter VBL gemeldet werden. Zeit genug also, um die Volleyball-Weide noch einmal nach dem ein oder anderen Fundstück abzugrasen. Kompensiert werden müssen am Lober die Abgänge von Sebastian Reichstein, Thomas Ahne und Björn Metzger. Bei den L.E. Volleys das berufsbedingte Ausscheiden von Libero Henry Glöckner.

Erstes Derby steigt am 31. Oktober in Delitzsch

Bereits festgezurrt ist der Spielplan der Zweitliga-Südstaffel. Am 19. September muss der GSVE beim Aufsteiger ASV Neumarkt ran. Eine Woche später steigen die L.E. Volleys ins Rennen ein. In Friedrichshafen müssen die Leipziger ran. Kuriosum: Tags darauf wird erneut gegen die Bodensee-Anrainer gespielt, ebenfalls in Friedrichshafen. „Weil die Youngstars eine Ausbildungsmannschaft sind, in den Ferienzeiten nicht spielen und es da auch Probleme mit den Hallenzeiten gibt“, erklärte Busse.

Die heißen Derbys werden am 31. Oktober in Delitzsch und am 8. Januar in Leipzig ausgetragen. In der vergangenen Spielzeit hatten die Recken vom Lober in der Endabrechnung die Nase vor den Pleiße-Boys. Der GSVE war Tabellendritter, die L.E. Volleys Siebenter.

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