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Platz zwei gesichert – HCL gibt in Halbzeit zwei richtig Gas und besiegt Buxtehude deutlich

Platz zwei gesichert – HCL gibt in Halbzeit zwei richtig Gas und besiegt Buxtehude deutlich

Leipzig. Am Donnerstagabend trafen die Mädels vom HC Leipzig vor heimischer Kulisse auf den Buxtehuder SV. Die Partie versprach im Vorfeld Spannung pur – schließlich konkurrierten beide Teams direkt um den zweiten Tabellenplatz und damit eine günstigere Ausgangsposition für die Playoffs um die Deutsche Meisterschaft.

Bis zur Pause sahen die 1895 Zuschauer in der Arena Leipzig auch eine spannende und relativ ausgeglichene Partie. Nach dem Wiederanpfiff gaben die Schützlinge von Heine Jensen jedoch richtig Gas, setzten sich deutlich ab und gewannen am Ende mit 30:22 (14:3).

Beide Teams verteidigten von Beginn an aggressiv und deckten vor allem die torgefährlichsten Gegenspielerinnen. „Natürlich haben wir uns besonders auf Ania (Rösler) und Karo (Kudlacz) konzentriert“, bestätigte die zweite Buxtehuder Torfrau, Jana Krause. Kudlacz spürte davon am meisten, wurde permanent gedoppelt. Tore erzielte sie daher fast ausschließlich aus Siebenmetern. Die verwandelte sie dafür zu hundert Prozent.

Im Angriff  wirkte der HCL in Halbzeit eins etwas statisch, erspielte Tore resultierten fast immer aus Würfen aus der zweiten Reihe oder Kontern. Hierbei glänzte vor allem Louise Lyksborg, die oftmals mit schnellen Antritten die gegnerischen Feldspielerinnen hinter sich ließ. „Louise hätte auch gut 15 Kontertore machen können“, sagte HCL-Manager Kay-Sven Hähner nach der Partie mit einem Augenzwinkern. Gästekeeperin Debbie Klijn hatte dabei aber auch ein Wörtchen mitzureden und kratzte einige Bälle aus dem Winkel.

Die Niedersachsen agierten vorn zunächst ideenreicher, versuchten mit permanenter Rotation Lücken in die Leipziger Abwehr zu reißen. Da Leipzig sicher stand, gelang das aber nur bedingt, sodass sich zunächst keine der Mannschaften absetzen konnte. Der Halbzeitstand von 14:13 versprach also einen spannenden zweiten Durchgang.

Nach der Pause zeigte sich den Zuschauern jedoch ein völlig anderes Bild. Die Gäste waren gedanklich anscheinend noch in der Kabine, denn erst nach zehn Minuten und ganzen acht Treffern der HCL-Mädels brachte Stefanie Melbeck den Ball erstmals wieder im Leipziger Tor unter. „Da wäre mehr drin gewesen“, ärgerte sich Ersatz-Keeperin Krause nach der Partie. Allerdings sei Leipzig auch super drauf gewesen.

„Den Grundstein haben wir schon in der ersten Halbzeit gelegt“, erklärte Lyksborg. „Und dann sind wir nochmal mit zehn Prozent extra aus der Kabine gekommen.“ Das zeigte sich vor allem im Angriff. Besonders Anne Müller profitierte von der Doppeldeckung auf Kudlacz und konnte sich immer wieder am Kreis durchsetzen. Am Ende hatte sie ganze acht Zähler auf ihrem Konto.

Dem Riesenrückstand lief Buxtehude anschließend zwar tapfer hinterher, verringern konnten sie ihn aber nicht mehr. So hieß es am Ende 30:22 und damit Tabellenrang zwei für den HCL. „Ein so deutliches Ergebnis hätten wir heute nicht erwartet“, zeigte sich Hähner überrascht. Besonders freute er sich über den dadurch relativ sicheren Europapokalplatz.

„Wir waren heute ein bisschen wie das Kaninchen vor der Schlange“, analysierte Gästecoach Dirk Leun nach dem Abpfiff und attestierte dem HCL einen verdienten Sieg. „Wir waren zu drucklos, zu langsam. Leipzig war klar überlegen.“

Viel Zeit zum Ausruhen haben die HCL-Mädels nicht. Bereits in zwei Tagen müssen sie auswärts gegen die HSG Blomberg-Lippe ran. Zu unterschätzen sind die derzeit Tabellensiebenten keineswegs – am Mittwoch mussten sie sich beim Spitzenreiter Thüringer HC mit lediglich zwei Toren Rückstand (35:33) geschlagen geben.

Angepfiffen wird das Spiel am Sonnabend 16.30 Uhr in der Halle Ulmenallee. Alle Daheimgebliebenen können die Partie wie immer bei uns im Liveticker verfolgen.

HCL:

Schülke, Plöger – Ulbricht 1, Lyksborg 4, Augsburg 1, Daniels, Hellriegel, Eriksson 3, Schulze 1, Kudlacz 8/7, Rösler 4, Müller 8, Kiedrowski, Jäger

Buxtehude:

Klijn, Krause – Klein 2, Wode 1, Fischer 1, Bülau 2, Lütz 1, Schmäschke, Petersen 1, Lamein, Stapelfeldt 3, Hayn 1, Oldenburg 1, Melbeck 9/5

Siebenmeter:

HCL 7/8, Buxtehude 5/6

Schiedsrichter:

Christian Moles (Heddesheim), Lutz Pittner (Laudenbach)

Zuschauer:

1895

Stefan Banitz

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