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Polizei greift nach Chemie-Spiel in Markkleeberg ein - Fans halten Einsatz für ungerechtfertigt

Polizei greift nach Chemie-Spiel in Markkleeberg ein - Fans halten Einsatz für ungerechtfertigt

Es sollte die große Meisterfeier der BSG Chemie Leipzig in der 1. Kreisklasse werden. Doch der 3:2-Auswärtserfolg der Grün-Weißen beim TSV Markkleeberg und der damit verbundene Staffelsieg endete am Sonntag mit einem Einsatz der Polizei am Sportplatz „An der Möncherei".

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Nach dem Abpfiff der Partie feierten die Anhänger ausgelassen den Aufstieg ihrer Mannschaft und zündeten dabei auch bengalische Feuer.

Quelle: Matthias Puppe

Markkleeberg. Beamte von Bereitschaftspolizei und der Polizeidirektion Westsachsen kontrollierten die Anhänger der BSG Chemie schon bei der Ankunft in Markkleeberg, zeigten während der Partie auf dem Sportplatz Präsenz und hinderten sie dann nach dem Abpfiff zunächst am Verlassen der Anlage. „Es sollte sicher gestellt werden, dass erst die eine, dann die andere Fangruppe den Platz verlässt", erklärte Oliver Walther vom Lagezentrum der PD Westsachsen am Sonntagabend gegenüber LVZ-Online. Zudem seien von den Leipziger Fans Straftaten begangen worden, deren Verursacher festgestellt werden sollten: „Pyrotechnik wurde abgebrannt und es kam zu Sachbeschädigungen." Deshalb seien die BSG-Anhänger zunächst am Verlassen des Platzes gehindert worden - eine Situation, die von den Fans allerdings als bedrohlich empfunden wurde. Mit ihren Kontrollen schon vor dem Spiel und der massiven Präsenz währenddessen hatte die Polizei nach eigenen Angaben ein Abbrennen von Pyrotechnik verhindern wollen. Auch der Bereich um den Sportplatz herum sei deshalb durchsucht worden, so Walther. Durch Vorkommnisse bei vergangenen Spielen, verursacht von einem Teil der Fanszene, sei die erhöhte Polizeibereitschaft als notwendig erachtet worden. Welche Vorkommnisse dies genau waren, konnte Walther am Sonntagabend aber nicht sagen.Nachdem die Leipziger Fans den Sportplatz schließlich verlassen durften, fuhren die meisten mit dem Fahrrad zurück nach Leipzig. Dabei wurden sie von Polizisten begleitet, die Situation sei komplett ruhig geblieben, so Walther.Augenzeugen und Fans schildern den Einsatz auf dem Sportplatz allerdings anders. Sei seien überrascht gewesen, von Polizisten in voller Kampfmontur in Markkleeberg empfangen worden zu sein, berichtet einer von rund 500 Fans der Ballsportgemeinschaft, die vor Ort waren. Bereits am Eingang seien sie durch ein Spalier von Beamten empfangen worden. Viele Anhänger hätten an dem sonnigen Nachmittag auch ihre Kinder mitgebracht. „Die waren wegen des großen Polizeiaufgebots total verängstigt", berichtete ein verärgerter Vater. Während des Spiels sei dann alles ruhig gewesen, habe es keine Ausschreitungen oder ähnliches gegeben.Wie bei den Spielen der Mannschaft in der Kreisklasse seit drei Jahren üblich, seien auch vereinzelt bengalische Feuer abgebrannt worden. „Das wird aber schon die gesamte Saison über so gemacht und hat bisher auch keinen gestört", meinte ein Anhänger. Nach dem Abpfiff hätten Fans und Mannschaft dann auf dem Rasen ausgelassen den Aufstieg der Grün-Weißen in die Stadtliga gefeiert.Beim Abmarsch habe dann die Polizei auf einmal den Ausgang versperrt. „Über Lautsprecher wurde uns gesagt, dass angeblich Straftaten begangen wurden und sie nun die Schuldigen suchen", berichtet ein weiterer Fan. Welche Straftaten das gewesen sein sollen, könne er sich aber nicht erklären, da habe eigentlich niemand etwas gemacht. Auch mit den wenigen Markkleeberger Zuschauern sei es zu keinerlei Auseinandersetzungen gekommen. Der Fan zeigte kein Verständnis für das Handeln der Polizei, empfand die starke Polizeipräsenz von Anfang auch an als Provokation .Die BSG Chemie Leipzig will sich am Montag zu den Ereignissen in Markkleeberg äußern.

Matthias Roth / Ines Christ

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