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Post aus Russland – Eishockey-Club Torpedo Leipzig reicht offizielle Anfragen beim DEB ein

Post aus Russland – Eishockey-Club Torpedo Leipzig reicht offizielle Anfragen beim DEB ein

Der neugegründete Leipziger Eishockey-Verein Torpedo will noch in dieser Woche offizielle Anfragen des russischen Verbands sowie der Elite-Liga KHL an den Deutschen Eishockey Bund (DEB) verschicken.

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Noch steht die Halle 15 verwaist auf der Alten Messe. Ab 2012 könnten hier aber schon Spiele der russischen Profi-Eishockeyliga KHL stattfinden, geht es nach den Plänen eines Investors.

Quelle: Regina Katzer

Leipzig. „Eine E-Mail des Verbandes liegt uns bereits vor, diese wird in den nächsten Tagen förmlich an den DEB übersandt“, erklärte Torpedo-Geschäftsführer Wolfram Werner am Dienstag gegenüber LVZ-Online. Die Anfrage der KHL, in Leipzig ab der Saison 2012/2013 eine Profi-Mannschaft der kontinentalen Eishockey-Liga zu installieren, erfolge ebenfalls noch in dieser Woche. „Wir hoffen, dass dann eine schnelle Entscheidung fallen kann“, so Werner.

Wie berichtet, muss der deutsche Verband grünes Licht geben, bevor Unternehmer Stefan Lindner seine ehrgeizigen Eishockey-Pläne auf der Alten Messe in Leipzig umsetzen kann. Der St. Petersburger Geschäftsmann mit Leipziger Wurzeln will die derzeit leerstehende Halle 15 noch bis Ende des Jahres für mehr als 50 Millionen Euro zu einem Eisdom für rund 10.000 Zuschauer umbauen und im ehemaligen sowjetischen Pavillon (Halle 12) ein Nachwuchs- und Trainingszentrum aufbauen.

DEB-Präsident Uwe Harnos steht den Plänen bislang skeptisch gegenüber. „Die Frage ist doch, was es für das deutsche Eishockey bedeutet, ob es uns eishockeytechnisch nach vorne bringt“, hatte er in einem Interview mit LVZ-Online seine Bedenken geäußert. Harnos forderte deshalb zunächst eine offizielle Anfrage des russischen Verbands sowie der KHL, um das Vorhaben „tiefer prüfen“ zu können. In Moskau führte dies offenbar zu Irritationen. „Der russische Verband kann ja gar keine offizielle Anfrage stellen, da er den Spielbetrieb in die Hände der KHL gelegt hat – genauso wie das bei der DEL in Deutschland der Fall ist“, stellte Torpedo-Chef Werner klar. Dies teile die russische Dachorganisation dem DEB in ihrer Stellungnahme nun auch mit.

Torpedo kommt auf Leipziger Icefighters zu – Halle 6 soll weiter genutzt werden

Am Rande der Verbandsdiskussionen konkretisieren sich offenbar die Pläne, den bestehenden Leipziger Eishockey-Sport in das Torpedo-Projekt einzubinden. Bei einem „konstruktiven Gespräch“ mit dem Geschäftsführer des Leipziger Eisport-Clubs (LEC), Matthias Hampe, sowie dem neuen Icefighters-Chef Lukas Gemeinhardt wurden in den vergangenen Tagen die Möglichkeiten einer Kooperation ausgelotet. „Es ist geplant, in der Messehalle 12 eine Eisfläche mit rund 500 Tribünenplätzen zu schaffen, die dann vom Nachwuchs genutzt werden soll“, so Werner. Möglicherweise könnten dorthin auch die Icefighters umziehen. „Wenn das Leipziger Oberliga-Team künftig beim LEC angesiedelt wird, wäre auch hier eine Kooperation denkbar“, erklärte der Torpedo-Geschäftsführer.

Bislang spielten die Icefighters in der Alten Messehalle 6. Der Mietvertrag läuft jedoch zum 31. Mai aus, da das Unternehmen Porta auf dem Gelände ein Möbelzentrum errichten will. Um den dafür nötigen Abriss der benachbarten Hallen 1 bis 3 gibt es bislang einen Streit zwischen der Stadt und dem Landesamt für Denkmalpflege, über den die Landesdirektion im Mai entscheiden will. Der Baustart könnte sich deshalb verzögern.

Da auch der sowjetische Pavillon bis zur Wiederaufnahme des Eishockey-Spielbetriebes ab September noch nicht fertig sein wird, denken die Verantwortlichen darüber nach, Halle 6 als Interimslösung weiter zu nutzen. Eine Verlängerung des Mietvertrages ist angedacht. „Voraussetzung dafür ist allerdings, dass wir vom DEB die Spielfreigabe bekommen“, betont Werner.

Robert Nößler

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