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Premiere für zwei Weltneuheiten zur Fecht-EM in Leipzig

Premiere für zwei Weltneuheiten zur Fecht-EM in Leipzig

Premiere für Weltneuheiten: Zu den Fecht-Europameisterschaften Mitte Juli in Leipzig kommen erstmals zwei neue High-Tech-Geräte zum Einsatz. Zum einen handelt es sich um eine modernisierte Planche, zum anderen um ein Meldegerät.

Leipzig. Die neue Messtechnik kombiniert ein Fechtmessgerät mit einem Bildschirm inklusive eines Computers. Zwar wurde schon zuvor mit diesen Geräten gearbeitet, jetzt sind die drei Elemente aber aufeinander eingestellt und miteinander verbunden. „Das ermöglicht eine wesentlich schnellere Informationsverarbeitung, von der jeder profitiert - aber hauptsächlich Zuschauer und die Verantwortlichen am PC“, erklärte Frank Messemer, Geschäftsführer des Ausrüsters.

Durch den eingebauten Computer können die Gefechte nun auch direkt ins Internet übertragen werden. Andererseits ermöglicht er Zusatzfunktionen. „Wenn der Kampfrichter zu spät die Uhr stoppt, läuft sie auf Null ab, obwohl eigentlich beispielsweise noch drei Sekunden zu fechten wären. Bisher musste man die Zeit dann von einer Minute herunter laufen lassen. Mit dem neuen Touchscreen sind die Sekunden genau einstellbar.“

Das Touchscreen erlaubt es ebenfalls, Nachrichten vom Gerät aus ins Wettkampf-Büro zu senden, um gegebenenfalls Hilfe zu holen. „Insbesondere in großen Hallen ist es für den Techniker oder Arzt oft schwer zu wissen, wo er gefragt ist“, sagte Messemer. Neu ist auch der frei gestaltbare Bildschirm. „Das wird sich so zeigen, dass Namen, Fotos, Flaggen sowie zusätzliche Informationen dargestellt werden können“, so Messemer.

Die Athleten profitieren zudem von einer neu entwickelten Planche, die aus einem rutschfesten und sehr leichten Material besteht. „Die Fechter fechten sehr gern darauf. Sowohl die Abreibung als auch die Verletzungsgefahr ist wesentlich geringer. Das Metalllochblech, das bislang verwendet wurde, wird wegen der großen Abreibung auch ’Käsereibe’ genannt“, erklärte Steffen Grollmisch, Geschäftsführer des zuständigen Schkeuditzer Unternehmens. Weil die neue Bahn aus Textilgewebe besteht, sei zudem das Standgefühl der Sportler besser. „Dadurch wird das Fechten attraktiver. Tempowechsel und schnelle Vorwärts-Rückwärts-Bewegungen sind leicht möglich, ohne dass man sich verletzt“, meinte Grollmisch und betonte zudem: „Auf herkömmlichen Bahnen hört man hauptsächlich das Klirren des Metalls. Die verbesserte Planche dämpft, wenn man darauf springt. Deshalb hört man jetzt wieder mehr die eigentlichen Fechtgeräusche, nämlich die Klingen und das Atmen und Schreien des Sportlers.“

Zur EM in Leipzig ist die Planche mit den drei Waffen Florett, Degen und Säbel bedruckt sowie mit dem Schriftzug „Fecht-EM Leipzig 2010“ versehen. „Die Bilder gehen durch die ganze Welt. Das macht Leipzig bekannt. Das Interesse zur EM wird sehr groß sein“, sagte Grollmisch und verwies auf einen Internet-Trailer für die EM, auf den innerhalb von zwei Wochen 8000 mal zugegriffen worden sei.

Frauke Sievers, dpa

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