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RB-Leipzig-Trainer Zorniger im Interview: "Haben dieses Spiel gebraucht"

RB-Leipzig-Trainer Zorniger im Interview: "Haben dieses Spiel gebraucht"

In Heidenheim flimmert eine schräge Tabelle über die Anzeigetafel, Biere kreisen im RB-Mannschaftsbus trotz Gala keine: Das 2:0 der Rasenballer beim FCH förderte allerlei Sonderbarkeiten zu Tage.

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RB-Trainer Alexander Zorniger. (Archivfoto)

Quelle: GEPA

Leipzig. Alexander Zorniger (seit heute 46) spricht im Interview über Gastfreundschaft, Welpenschutz und Steine, die vom Trainer-Herzen gefallen sind.

Frage:

Es gibt Trainer, die hinterher erzählen, dass sie genau wussten, wie die Nummer läuft. Sind Sie so einer?

Alexander Zorniger:

Ich war mir zu 100-prozentig sicher, dass wir 2:0 gewinnen, alle Umstellungen funktionieren, Fabio Coltorti klasse hält ...

... aha ...

Das sollte ein Witz sein. Man kann sich nie sicher sein, wie ein Spiel läuft.

Ok, neuer Versuch: Trainer wollen durch eisernes Üben auf dem Platz und an der Taktiktafel möglichst viele Unbekannte auszuschließen. Die Gleichung ging in Heidenheim auf.

Wir haben vieles von dem gezeigt, was wir zeigen wollen. Die Balance zwischen Balleroberung und Kompaktheit bei Ballverlust stimmte, die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen waren gut, die Mentalität war sensationell. Das war die Blaupause für den Fußball, den wir spielen wollen.

Hatten Sie sich mit einem XXL-Rückstand auf Heidenheim beschäftigt?

Ich beschäftige mich aber vor allem mit der Frage: Wie bekommen wir die bestmögliche Leistung und das bestmögliche Team auf den Platz?

Sieg beim Souverän der Liga. Ist Ihnen ein Stein vom Herzen gefallen?

Na klar. Aber nicht, weil ich Angst vor einem großen Rückstand auf Platz eins hatte. Sondern weil wir dieses Spiel und diese Art und Weise des Spielens gebraucht haben. Die Fans, die Trainer und die Spieler. Ein Fußballer muss so ein Spiel erleben und fühlen.

Und er sah, dass es gut war?

Eher: Mensch, war das geil! Wir können den offensiven und aggressiven Fußball spielen, den wir anstreben. Und wir können damit beim Tabellenführer gewinnen.

Wenn Sie erwähnte Blaupause zur festen Einrichtung machen, sind Sie in Liga drei künftig unschlagbar.

Soll ich darauf wirklich antworten?

Wäre schön.

In der dritten Liga wird man Woche für Woche mit der knallharten Realität konfrontiert. Die Spiele sind eng, Kleinigkeiten entscheiden. Wir wollen und müssen unser Spiel festigen.

Um in der Winterpause vom Gipfel zu grüßen.

Nach Unterhaching waren wir die Blinden, ein Spiel später sind wir unschlagbar. Ich mache da nicht mit.

Gibt es eine Marschroute für den Rest des Jahres? Was sollen Ihnen Ihre Werktätigen unter den Weihnachtsbaum liegen?

Wenn wir guten und druckvollen Fußball spielen, kommen die Ergebnisse. Keiner wehrt sich gegen erfolgreiche Spiele, ich zuallerletzt. An einen Tabellenplatz ist keiner meiner Weihnachtswünsche gekoppelt.

Sie haben Ihrem Jungstar Joshua Kimmich ein Schweigegelübde auferlegt. Muss das sein?

Der Junge ist 18. Neue Stadt, neue Wohnung, sein erstes Auto. Lasst den mal noch ein paar Wochen in Ruhe, Joshua muss viel Neues verarbeiten.

Er ist schon Stammkraft.

Dass er ein Guter ist, wussten wir. Fußballerisch und von der Einstellung her. Er war lange verletzt, wir haben ihn wie unser Tafelsilber gepflegt.

Und jetzt glänzt er, der Bub.

Er wird noch besser spielen.

Auf der Heidenheimer Anzeigetafel fand RB in Sachen Tabelle nicht statt. Sauer oder amüsiert?

Eher amüsiert, das war kindisch.

Haben Sie das Banner "Fussballmörder RBL" wahrgenommen?

War ja nicht zu übersehen. Es würde mich nicht wundern, wenn da noch etwas nachkommt.

Ihr Pokalgegner Lok kommt am Sonnabend mit dem ersten Sieg und Neu-Trainer Heiko Scholz in die Arena. Liegt eine Sensation in der Luft?

Ich weiß nicht, was in Ihrer Luft liegt. Wir gehen Lok wie ein Punktspiel an, rechnen mit einem intensiven Spiel. Dass wir weiterkommen wollen, ist klar.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.10.2013

Guido Schäfer

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