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RB Leipzig erobert Tabellenspitze – mehr als 16.000 Zuschauer bejubeln Frahns Doppelpack

RB Leipzig erobert Tabellenspitze – mehr als 16.000 Zuschauer bejubeln Frahns Doppelpack

RB Leipzig ist wieder Tabellenführer der Fußball-Regionalliga Nord. Die Messestädter setzten sich am Sonntagnachmittag im Spitzenspiel gegen Holstein Kiel mit 2:1 (1:1) durch.

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Daniel Frahn jubelt: Zwei Treffer gegen Kiel bedeuten die Tabellenführung.

Quelle: GEPA Pictures

Leipzig. Vor einer beeindruckenden Kulisse von mehr als 16.000 Zuschauern in der Red Bull Arena erzielte Daniel Frahn die beiden Treffer für RB.

Leipzigs österreichischer Trainer Peter Pacult war entsprechend zufrieden mit seiner Mannschaft. „Der Sieg tut uns gut.“ Man habe gesehen, dass Kiel viel Qualität mitbringt. „Wenn man ihnen Räume gibt, wird es problematisch. Das haben wir nicht zugelassen.“ 

Sein Gegenüber Thorsten Gutzeit machte seinen Jungs keinen Vorwurf: „Sie haben alles gegeben.“ In der zweiten Hälfte habe sein Team zu ängstlich agiert. Kiels Coach bedauerte, dass die Kieler Röttgers Flanke und das anschließende Tor von Frahn nicht verhinderten. „Wir wussten, dass RB über rechts besonders stark ist und einen guten Kopfballspieler in ihren Reihen hat.“

Von einer Vorentscheidung im Aufstiegskampf wollte Pacult noch nicht sprechen. Er verwies darauf, dass es noch eine harte und schwere Saison werde. Einzuordnen wusste den Sieg auch Bastian Schulz, der im zentralen Mittelfeld mit Rost ein gefährliches Duo bildete: „Wir dürfen nicht den Fehler machen und denken, wir hätten schon etwas erreicht“, sagte Schulz. Man müsse weiter hart arbeiten, um oben zu bleiben.

Die Bedingungen waren einem Spitzenspiel würdig: guter Rasen, sonniges Wetter und bestens gelaunte Fans in der Arena. Vor dem Stadion machte sich dagegen zeitweise schlechte Stimmung breit. Obwohl der Anpfiff bereits eine Viertelstunde verschoben wurde, waren 20 Minuten nach Spielbeginn noch immer nicht alle Besucher auf ihren Plätzen. RB stoppte kurzerhand den Kartenverkauf und ließ die Wartenden kostenlos zu ihren Klappsitzen.

Die Gastgeber bemühten sich zu Beginn um Spielkontrolle, Kiel lauerte auf schnelle Gegenstöße. Frahn und Kutschke versuchten, die Störche früh beim Aufbauspiel zu stören. Die Gäste agierten derweil mit der Ruhe eines Tabellenführers, der weiß, dass er nicht unbedingt gewinnen muss. So spielte sich die Partie vor allem im Mittelfeld ab. Torraumszenen gab es keine. Die Zuschauer ließen sich von dem Mangel an Ereignissen nicht irritieren und probten einen neuen dreifachen Wechselgesang. „R-B-L“ schallte es durch die Arena.

Nach einer halben Stunde überschlugen sich die Ereignisse. Erst ging Holsteins Lindner nach einem Zweikampf mit Franke im Strafraum zu Boden. Schiedsrichter Manuel Gräfe zeigte auf den Elfmeterpunkt. Rafael Kazior verlud RB-Keeper Borel und schoss die Führung für die Kieler.

Gleich im Gegenzug zog Rockenbach da Silva nach dem Wiederanpfiff mit Tempo von links in den Sechszehner und wurde ebenfalls gefoult. Es gab wieder Strafstoß. Daniel Frahn hatte bei Kazior gut aufgepasst. Auch er ließ Kiels Schlussmann in die falsche Ecke hechten. Besonders frech: Wie in Zeitlupe fiel der Ball in hohem Bogen zum Ausgleich ins Tor.

Danach machte beide Teams weiter, wo sie vor den Strafstößen aufgehört hatten. Sie waren vor allem darum bemüht, kein Gegentor zu kassieren. Einzig wenn Röttger den Ball bekam, wurde es ab und an gefährlich. Sein Schuss in der 45. Minute wurde jedoch geblockt. Den anschließenden Eckball von Rockenbach verpassten Kutschke und Frahn um Zentimeter.

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Im Zweikampf: Kiels Patrick Herrmann (links) und Thiago Rockenbach da Silva.

Quelle: GEPA Pictures

Nach dem Seitenwechsel passierte auf dem Spielfeld nicht viel. Dafür sorgten die wenigen mitgereisten Zuschauer aus Kiel für Verärgerung. Sie brannten Pyrotechnik ab und vernebelten dadurch die Sicht aufs Spiel. Polizei- und Ordnungskräfte griffen mehrmals ein. Gästetrainer Thorsten Gutzeit distanzierte sich von den Anhängern, die er nicht als Fans bezeichnen wollte. „Es ist eine Schande. So etwas gehört nicht ins Stadion.“

Nach einer knappen Stunde wurde das Spiel etwas offener. Bastian Schulz' Fernschüsse gingen über das Tor, auf der anderen Seite verzog Heider nach schönem Zusammenspiel. Dann sahen die Zuschauer eine in dieser Saison schon mehrmals gelungene Kombination: Der flinke Röttger ging auf rechts bis zur Grundlinie und brachte den Ball scharf herein. Daniel Frahn stieg am höchsten und nickte zur 2:1-Führung für RB ein.

Röttger sagte nach Spielende: „Wenn das immer so gut klappt, verzichte ich gerne auf meine eigenen Tore.“ Als gigantisch bezeichnete er die Unterstützung durch die Leipziger Zuschauer. „Ich hatte auf 10.000 gehofft, aber so war es noch viel besser.“ Auch Pacult freute sich über die gute Stimmung. Gleichzeitig bat der Trainer die Zuschauer, etwas früher zum Stadion zu kommen, damit das Spiel nicht jedes Mal zehn Minuten später anfangen muss.

Nach der Führung für Leipzig wurde das Spiel etwas ruppiger. Gräfe pfiff viele kleiner Fouls ab. Von den Kielern, immerhin torgefährlichstes Team der Liga, war auch nach dem Rückstand offensiv nicht viel zu sehen. Leipzig spielte weiter kontrolliert nach vorne und versuchte, das Spiel zu entscheiden. Rockenbachs strammer Schuss verfehlte jedoch den Kasten (76.). Ebenso wenig Glück im Abschluss hatte Chahed auf der Gegenseite (80.).

Kurz vor Schluss rettete Pascal Borel im RB-Tor gegen den heranstürmenden Tim Siedschlag zur Ecke. Der Kieler Mittelfeldmann war entsprechend enttäuscht, dass es nicht zum Punktgewinn gereicht hat. „Der Torwart hat lange gewartet und dann mit einer Handballaktion den Treffer verhindert. In solchen Situationen willst du den Ball nur noch reinknallen.“ 

Aufstecken wollen die Kieler nach dem Verlust des Spitzenplatzes nicht. „Ich denke, die Saison wird nicht hier entschieden, sondern gegen schwächere Gegner. Und da hat RB schon einige Punkte liegengelassen“, sagte Siedschlag.

 

Tore:

0:1 Kazior (35, Foulelfmeter), 1:1 Frahn (38., Foulelfmeter), 2:1 Frahn (60.)

RB Leipzig:

Borel - Müller, Ernst, Franke, Kocin - Rost, Schulz, Röttger (Heidinger, 75.), Rockenbach (Schinke, 87.) - Kutschke, Frahn (Sebastian, 90.)

Holstein Kiel:

Jensen - Herrmann, Steil, Berzel, Poggenberg -  Kazior, Toksöz (Müller, 62.), Siedschlag, Sykora (Chahed 75.), Lindner -  Heider

Schiedsrichter:

Manuel Gräfe (Berlin)

Zuschauer:

16.627

Robert Berlin

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