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RB Leipzig weiß im Duell mit Schalke 04 trotz 1:2-Niederlage zu überzeugen

RB Leipzig weiß im Duell mit Schalke 04 trotz 1:2-Niederlage zu überzeugen

Die Kicker von Rasenballsport Leipzig haben sich am Samstagnachmittag gegen Bundesligist und Champions-League-Teilnehmer Schalke 04 ein achtbares 1:2 (1:2) erkämpft.

Leipzig. Vor 21.566 Zuschauern zeigte sich der Viertligist keineswegs um mehrere Klassen schlechter.

Im Gegenteil: Die Mannschaft von Trainer Tomas Oral agierte konzentriert, ließ jedoch mehrere Chancen auf den verdienten Ausgleich ungenutzt. "Es war gut, dass wir uns gegen einen Champions League-Teilnehmer Möglichkeiten herausgearbeitet haben. Aber an der Chancenverwertung müssen wir noch arbeiten", sagte Oral nach der Partie gegenüber LVZ-Online.

Die Partie hatte mit 15 Minuten Verspätung begonnen, weil noch eine große Anzahl Fans vor den Toren der Arena auf Einlass wartete. Als schließlich alle drin waren im weiten Rund, standen die ersten Minuten ganz im Zeichen von Rot-Weiß. Die Rasenballer machten vor allem über Carsten Kammlott und Steven Lewerenz viel Druck. Letzerer war es auch, der in der 11. Minute den Treffer zum 1:0 durch Nico Frommert einleitete. Lewerenz setzte sich auf rechts gegen durch und passte in die Mitte, wo Frommer aus elf Metern einnetzte.

Nach dem Torjubel ging ein Raunen durch das Stadion, denn Felix Magath reagierte. Der Trainer der Knappen beorderte 13 Minuten nach dem Anpfiff Hao Junmin vom Feld. Für ihn kam Lukas Schmitz. "Hao hatte irgendwelche Schwierigkeiten - vielleicht mit dem Stadion oder sonst irgendwas. Über seine Seite fiel auch das Gegentor, er war von Beginn an ein Unsicherheitsfaktor. Es war für ihn und uns besser, dass ich ihn ausgewechselt habe", begründete Schalkes Trainer den frühen Feierabend des Chinesen.

Die Gäste aus Gelsenkirchen zeigten in der Folge etwas mehr Initiative, beschränkten sich allerdings auf das Notwendigste. In der 24. Minute konnte Erik Jendrisek seinen Verfolgern auf der linken Außenbahn enteilen und zu Edu passen. Der traf zum 1:1. Noch vor der Pause dann das 1:2 aus Sicht der Gastgeber: Ivan Rakitic lieferte sich etwa 25 Meter vor dem Tor einen Zweikampf mit Tom Geißler, der danach verletzt liegenblieb. Die Fans forderten Freistoß. Der Unparteiische sah das anders und pfiff nicht. Rakitic nutzte die Chance, eilte davon und zog aus 16 Metern ins linke untere Eck ab. "In einem Testspiel muss der Schiri keine rote Karte geben. Aber in einem normalen Ligaspiel wäre es rot gewesen", beurteilte Ingo Hertzsch, der als RB-Kapitän auflief, die strittige Situation gegenüber LVZ-Online.

Die zweite Halbzeit lieferte keine wesentliche Änderung der Gemengelage. Die Gastgeber erspielten sich die besseren Chancen. Vor allem Kammlott wirbelte im Angriff beinahe nach Belieben. In der 49. Minute konnte Schalke-Keeper Lars Unnerstall ihn 20 Meter vor dem Tor nur per Foul stoppen. Der Torhüter sah Gelb. Den fälligen Freistoß setzte Timo Rost knapp über das Gehäuse der Königsblauen. In der 65. Minute kam Kammlott dann einen winzigen Schritt zu spät, um den Ausgleich zu erzielen. Nach einer Ecke für RB hatte Maximilian Watzka per Kopf verlängert. Die beste Möglichkeit für die Gäste vergab Edu, der den Ball nach einem Pass von Farfan in der 66. Minute aus vollem Lauf über das Tor hämmerte.

Für die Kuriosität der Partie sorgte RB-Trainer Tomas Oral in der 71. Minute: Er nahm sieben Akteure auf einmal vom Feld.  "Es war keine Respektlosigkeit gegenüber Schalke", sagte Oral über die Massenauswechslung. "Wir sind in der Vorbereitung, und alle wollen Einsatzzeit." Zum Leidwesen der Gäste sorgte diese Maßnahme auf Seiten der Leipziger keineswegs für Verunsicherung. Das Team agierte konsequent weiter.

Ein Tempogegenstoß nach einer Schalker Ecke hätte in der 77. Minute zum Ausgleich führen müssen: Die Königsblauen verloren den Ball, Sebastian Albert nahm ihn am eigenen Straßraum auf und marschierte über das halbe Feld. Er passte den Ball auf Daniel Frahn, dessen Flanke aber keinen roten Bullen als Abnehmer fand, sondern in den Händen von Unnerstall landete. Alexander Laas hätte zwei Minuten später aus aussichtsreicher Position einnetzen müssen, doch sein Schuss war zu schwach. So blieb es beim 1:2.

"Sie haben ein gutes Niveau für diese Liga", beurteilte Matthias Schober, der den noch urlaubenden WM-Torwart Manuel Neuer in der ersten Hälfte vertreten hatte, den Gegner. "Alles andere als der Aufstieg in die dritte Liga wäre eine Enttäuschung", sagte er. Schalkes Trainer beschäftigte sich wie gewohnt eher mit seiner Mannschaft: "Nach dem langen Trainingslager waren wir in Gedanken fast schon zu Hause. Aber es war gut zu sehen, dass wir nach dem Rückstand nicht so weitergemacht haben." Wie ambitioniert er ist, zeigte der RB-Übungsleiter nach dem Spiel. "Wir haben uns nicht eingeigelt. Das war gut. Ich bin aber nie zufrieden, wenn wir verlieren", sagte Oral nach dem Spiel gegen den deutschen Vize-Meister gegenüber LVZ-Online.    

Antje Henselin-Rudolph / Michael Dick

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