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RB gegen CFC ein Duell auf Augenhöhe

RB gegen CFC ein Duell auf Augenhöhe

Fünf Jahre Zwickau, acht Jahre Aue, jetzt im fünften Jahr beim Chemnitzer FC: Gerd Schädlich ist ein treuer Typ. Der knorrige und höchst erfolgreiche Trainer ist ewig verheiratet, hat immer noch seine erste Handy-Nummer, lässt keine Luft an Frisur und Schnurrbart.

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Entscheidung anno 2011: RB-Haudegen Ingo Hertzsch wuchtet einen Kopfball zum Pokal-Sieg gegen Chemnitz ins Netz.

Quelle: Christian Nitsche

Der CFC-Kult-Coach, 60, über das heutige Pokalfinale bei RB Leipzig (19.30 Uhr), eine vorzeigbare Drittliga-Saison seiner Himmelblauen und die Aussichten von Aue und Dresden beim Kampf um den Zweitliga-Verbleib.

Frage: Sie haben die Rasenballer beim Pokal-Gewürge im Neugersdorfer Funzel-Licht beobachtet. Gab es für Sie Erhellendes?

Gerd Schädlich: RB hatte einen guten Keeper im Elfmeterschießen. Ich bewerte das nicht über, kenne diese Spiele. Der unterklassige Club macht sein Spiel des Jahres, der Favorit wankt. Wir mussten gegen Hohenstein-Ernstthal im letzten Pokal-Finale in die Verlängerung, haben 5:4 gewonnen.

In der Red-Bull-Arena empfängt der Viertligist den Drittligisten. Ihnen bleibt die Favoriten-Rolle leider Gottes nicht erspart.

Das sagen Sie. Es ist doch kein Geheimnis, wie gut Leipzig bestückt ist. Und natürlich würde RB jetzt schon der 3.Liga eine gute Rolle spielen. Es ist also ein Duell auf Augenhöhe.

Bei den gut Bestückten fällt Daniel Frahn verletzt aus. Freut Sie das?

Mich freut es nie, wenn ein Spieler verletzt ausfällt. RB hat genügend Alternativen zu Frahn. Mit fehlen mit Toni Wachsmuth, Tino Semmer und Fabian Stenzel drei wichtige Spieler.

Vor zwei Jahren gewann RB durch einen Ingo-Hertzsch-Kopfball das Finale gegen Chemnitz 1:0. Gibt es Revanche-Gelüste?

Nein, das ist zu lange her. Wir waren zwei Tage vorher aufgestiegen, hatten gefeiert. Da fehlte uns ein bisschen Frische und Galligkeit.

Ein Finale spielt man nicht, ein Finale gewinnt man. Ist das so?

Wenn man den Pokal gewonnen hat, fragt kein Mensch, ob es gut ausgesehen hat oder glücklich war. Wir wollen das Finale gewinnen. Vor allem aus aus sportlichen Gründen. Dass das Ganze auch eine wirtschaftliche Dimension hat, ist klar. Der DFB-Pokal kann lukrativ sein. Wir haben da tolle Erfahrungen gemacht. Und RB hat nach dem Sieg gegen uns Wolfsburg ausgeschaltet. Wir freuen und auf das Endspiel, auf ein sensationelles Stadion und eine schöne Kulisse.

Sie stehen mit Ihrem Club in der Liga auf Rang sechs. Zufrieden, froh und glücklich?

Wir haben nie etwas mit dem Abstieg und nie etwas mit dem Aufstieg zu tun gehabt. Wir spielen erst im zweiten Jahr in der dritten Liga. Und bekanntlich ist das zweite Jahr für einen Aufsteiger das schwerste. Insofern haben wir das gut gelöst.

Für ganz nach oben ...

... fehlte uns die Konstanz. Außerdem konnten wir Ronny Garbuschewski (wechselte nach Düsseldorf; Red.) nie ersetzen. Ronny hat Tore geschossen und vorbereitet, seine individuelle Klasse hat uns gefehlt. Man muss aber auch sagen, dass an die Topteams wie Karlsruhe, Bielefeld kein Rankommen war. Die hatten eine andere Qualität als wir. Und sie werden in der 2. Liga eine bessere Rolle als die letztjährigen Aufsteiger Sandhausen und Regensburg spielen.

Sie haben lange den FC Erzgebirge Aue trainiert. Wir stehen die Chancen der Auer und Dresdner in Sachen Klassenerhalt?

Aue und Dresden bleiben in der 2. Liga. Einer direkt, einer über die Relegation. Das Potenzial beider Clubs ist größer als das von Heidenheim oder Osnabrück. Wobei der Fußball manchmal verrückte Geschichten schreibt.

Der CFC geht mit einem 4,7-Millionen-Euro-Etat in die kommende Saison. Damit landet man im Normalfall zwischen Platz sechs und zehn. Wie kommt man beim CFC auf die verwegene Idee, trotzdem Richtung 2. Liga zu schielen?

Chemnitz hat viel Jahre dort gespielt. Und wo man mal war, will man wieder hin. Wir bekommen ein neues Stadion, arbeiten an der Aufstockung unseres Etats. Mittelfristig muss es das Ziel sein, den Aufstieg in Angriff zu nehmen.

Kommt es in der kommenden Saison zu Punktspielen zwischen dem Chemnitzer FC und RB?

Ich denke ja. Lotte ist ein ernstzunehmender Gegner in der Relegation, aber RB Leipzig kann das schaffen.

Wie sieht die berühmte Unmittelbare Wettkampf-Vorbereitung (UWV) vorm Spiel des Jahres in Leipzig aus?

Wir trainieren wie immer, bereiten uns konzentriert vor, machen nichts Besonderes. Alles wie vor einem Punktspiel.

Geht's vorher nicht mal in ein lauschiges Leipziger Hotel?

Nein, wir treffen uns mittags in Chemnitz, essen etwas, setzen uns in den Bus und fahren nach Leipzig. Die Strecke Chemnitz-Leipzig ist doch immer noch gleich lang, oder?

Interview: Guido Schäfer

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.05.2013

Schäfer, Guido

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