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Rad-Girls bringen sich in Form

Internationale Ziele Rad-Girls bringen sich in Form

Das Girls Team Sachsen und Cycling Team Sachsen blicken auf eine erfolgreiche Saison zurück und starten mit neuen Zielen. Für die jungen Damen von Trainerin Petra Rossner, Olympiasiegerin von 1992, heißt das hart arbeiten, um auch wieder international im Rennen zu sein.

Optimistisch fährt das Girls Team Sachsen in die neue Saison.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Mit einem zweiwöchigen Trainingslager im kroatischen Rovinj wollen sich die Radfahrerinnen vom Girls Team Sachsen Ende Februar bis Mitte März den Feinschliff für die kurz darauf beginnende Saison holen. Derzeit werden rund um Leipzig Trainingskilometer abgespult, denn 2016 soll mindestens ebenso erfolgreich wie das Vorjahr verlaufen. Eine silberne und drei bronzene Medaillen brachten die Schützlinge von Petra Rossner von den deutschen Meisterschaften mit. Und auch die U19-Equipe, das Girls Team Leipzig, sorgte mit Rang vier in der Bundesliga-Teamwertung im zweiten Jahr seines Bestehens für Furore. Nationalkader Michaela Ebert (18), die im August bei der Bahnrad-WM in Astana 9. im Punktefahren wurde, kurbelte in der Gesamt-Einzelwertung ebenfalls auf den vierten Rang. „Die Mädels haben sich super weiterentwickelt, wir haben zwei Bundesligarennen gewonnen. So kann es weitergehen“, freute sich die Olympiasiegerin von 1992.

Exzellente Arbeit trägt Früchte

Die exzellente Arbeit des Teams um Rossner, den sportlichen Leiter Dirk Gerstäcker und Trainerin Katharina Fischer hat sich in ganz Deutschland herumgesprochen. Mit Louisa Kuntz (Köln), Madeleine Ortmüller (Gießen), Josefine Dreier (Berlin) und Jenny Hofmann (Erfurt) stehen bereits vier Kadersportler – Ortmüller ist sogar Bundeskader – als Neuzugänge fest. Alle schreiben sich als Mitglied des SC DHfK ein und werden kommende Saison im neu gegründeten Frauenbundesliga-Team fahren. „Wir mussten sogar einigen Kadersportlern absagen, weil wir das Budget nicht haben. So groß ist die Nachfrage derzeit“, beschreibt Petra Rossner die Situation.

Auch Steffen Radochla ist mit der ersten Saison des Cycling Teams Sachsen zufrieden. „Die Jungs haben sich gut entwickelt, das Leistungsvermögen ist nach oben gegangen, der Einsatz stimmt“, sagte der Teamleiter des 2015 gegründeten U23-Bundesliga-Teams. Das zeigte sich beim letzten Rennen im Herbst in Cottbus, als sich Hans Pirius (3.) den ersten Podestplatz des Jahres erkämpfte und das Cycling Team in der Gesamtwertung Zweiter wurde. „Das war ein schöner Abschluss und eine tolle Motivation für 2016“, erklärt Radochla, der als sportlicher Leiter für das Profi-Team Bora-Argon 18 tätig ist und in Leipzig ehrenamtlich arbeitet. Auch der siebte Platz von Daniel Harnisch im Eliterennen der Neuseenclassics war ein Achtungserfolg.

Fernziel Olympische Spiele

Mit den jungen Fahrern Gregor Schulz, Tim Reske, Yannik Stehlin, Luca Streiten und Florian Gretsch gibt es für das kommende Jahr weiteren Zuwachs, vorwiegend aus dem Nachwuchs des SC DHfK. Durch die Kooperation mit dem Club profitiert das Cycling Team personell und infrastrukturell. Während sich Radochla mit seinen Nachwuchs-Pedaleuren, die in der Bundesliga-Gesamtwertung mit Platz 17 unter 18 Teams Lehrgeld zahlen mussten, noch etablieren möchte, hat das Petra Rossner mit dem Girls Team Sachsen längst geschafft.

Die Fernziele sind hingegen identisch: Sportler für Olympia 2020 formen.

Von Thomas Fritz

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