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Rechtsradikale Parolen in der Bezirksklasse: SV Mügeln-Ablaß sieht keine Mitschuld

Rechtsradikale Parolen in der Bezirksklasse: SV Mügeln-Ablaß sieht keine Mitschuld

Nach antisemitischen Gesängen und rechtsradikalen Parolen auf dem Sportplatz des SV Mügeln-Ablaß am vergangenen Wochenende, wehren sich die Verantwortlichen gegen Vorwürfe, sie trügen eine Mitschuld an den Ereignissen.

Leipzig. Wie Pressesprecher Jan Greschner nach einer eilig einberufenen Vorstandssitzung am frühen Dienstagmorgen gegenüber LVZ-Online sagte, seien alle zuvor mit der Polizei vereinbarten Vorkehrungen für das Bezirksklasse-Spiel gegen den Roten Stern Leipzig auch umgesetzt worden. Als eine offensichtlich rechtsradikale Gruppierung am Sportplatz erschien, habe man ihr den Zutritt nicht verweigern können. „Dann hätten wir ja auch der linken Gruppe vom Roten Stern ein Einlassverbot erteilen müssen“, begründete Greschner die Entscheidung.

Auch nachdem die rechtsradikalen Besucher des Spiels ihre antisemitischen Gesänge und Beleidigungen anstimmten, sei alles versucht worden, diese zu unterbinden. Die Polizei hätte dem aber Einhalt geboten. „Die Beamten sagten uns, dass alles auf Video aufgezeichnet wird, um die Täter später besser identifizieren zu können“, erzählt Greschner, der gleichzeitig auch Torwart der ersten Mannschaft des SV Mügeln-Ablaß ist. Nun warte man die Ermittlungen der Beamten ab und werde dann Konsequenzen ziehen: „Alle betreffenden Personen erhalten bei uns ein lebenslanges Stadionverbot!“

Jan Greschner hofft, dass zur nächsten Vorstandssitzung am kommenden Dienstag schon Namen ermittelt wurden, damit der Verein handeln könne. Auf die Frage, ob sich der SV Mügel-Ablaß künftig öffentlich stärker gegen Antisemitismus und Rassismus im Fußball positionieren wird, verwies der Pressesprecher ebenso auf die ausführliche Zusammenkunft des Vorstandes in der kommenden Woche. „Wir werden auf jeden Fall darüber nachdenken.“

Beim Bezirkklasse-Spiel des SV Mügeln-Ablaß gegen den Roten Stern Leipzig am vergangenen Wochenende soll nach Augenzeugenberichten in einer Gruppe von etwa 50, mutmaßlich rechtsradikalen Personen mehrfach der Hitlergruß gezeigt, Parolen wie „Ein Baum, ein Strick, ein Judengenick“ gerufen und das in vielen rechtsradikalen Fankreisen beliebte antisemitische „U-Bahn-Lied“ gesungen worden sein. Auf Grund dessen hatte der Schiedsrichter die Partie nach 80 Minuten abgebrochen.

Matthias Puppe

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