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Rennkanuten gesund, munter und motiviert

Rennkanuten gesund, munter und motiviert

Nach Skilager in St. Moritz, Trainingscamps in Italien und Spanien nebst frostigen Einheiten im heimischen Revier starten die erfolgsverwöhnten Leipziger Kanuten um Olympiasiegerin Tina Dietze am Wochenende in die Wettkampfsaison.

Dabei geht es auf der Regattastrecke in Duisburg bei der ersten WM-Qualifikation gleich zur Sache.

Zieht euch warm an, so predigte der Trainer in diesem Endlos-Winter wieder und wieder. Die Paddler verstanden und folgten der Ansage, schon aus Selbstschutz. "Bei Minusgraden, Sturm und Schnee war das kein Thema. Jetzt, da es wärmer ist, werden die Klamotten ruckzuck dünner. Doch da fängt man sich schnell eine Erkältung ein", sagt Canadier-Bundestrainer Kay Vesely (37) zu den hinterlistigen Seiten der Frühlings-Offensive. Der Coach ist froh, dass seine Athleten am heimischen Stützpunkt alle gesund und munter den neuen Herausforderungen entgegenblicken. Trotz der widrigen Bedingungen bei den Bootstouren wurden die Trainingspläne umgesetzt.

Den London-Helden wurde eine längere Nachspielzeit als sonst gegönnt. Vesely hatte bekanntlich auf dem Dorney Lake mit LVB-Athletin Tina Dietze (im K2 mit Franziska Weber), dem jungen Canadier-Duo Peter Kretschmer/Kurt Kuschela sowie Solist Stefan Brendel (alle Potsdam) einen Gold-Rausch erlebt. Es folgten Empfänge, Feierlichkeiten und Ehrungen. Die Zeit musste sein. Denn wie in anderen Sportarten auch (außer Fußball), liegt der Fokus nun mal nur aller vier Jahre auf den Kanuten.

"Die meisten Spitzenleute haben erst zu Jahresbeginn wieder richtig losgelegt. Aber sie zehren noch immer von den hohen Umfängen vor Olympia. Doch geschenkt wird niemandem etwas", betont Vesely, der sich zudem eine kurze Auszeit für die Familie nahm. Töchterchen Karla kam am 28. Februar zur Welt. Der frisch gebackene Papa ließ seine großen Jungs allein im Sabaudia-Camp, wo sie von U23-Coach Stefan Ulm und Ralf Welke aus Potsdam bestens betreut wurden.

Leipzig schickt am Wochenende eine zahlenmäßig starke und leistungsfähige Truppe ins Rennen. Kanu-Königin Tina Dietze ist zuversichtlich und freut sich auf das erste Kräftemessen mit der Konkurrenz. "Trotz meines späten Trainingseinstiegs bin ich erstaunt, was noch geht. Ich fühle mich fit", sagte die 25-Jährige gestern Abend nach einer kurzen Wassereinheit. "Nach viereinhalb Stunden im Auto musste die Fahrt aus den Beinen raus."

Auf der Duisburger Regatta-Strecke greifen auch Melanie Gebhardt, Anne Knorr und Gesine Ruge sowie die routinierten Canadier-Champions Robert Nuck und Stefan Holtz im Sprintbereich an. Dazu wollen Sebastian Hennig, Marc Keller, Marco Kuhne (alle SC DHfK) sowie Max Müller (LVB) um Ranglistenpunkte für das WM-Ticket kämpfen. Nicht zuletzt hofft Canadier-Frau Lydia Weber auf eine erfolgreiche Saison. Die 22-Jährige gehört zu den Protagonistinnen im Indianer-Boot. Mit ihrem fünften WM-Platz 2010 schrieb die gebürtige Dresdnerin ein Stück Kanu-Geschichte.

Die diesjährige WM sollte in Rio de Janeiro stattfinden. Doch der brasilianische Kanu-Verband gab im September 2012 die Ausrichtung aufgrund von organisatorischen Pannen zurück. Duisburg signalisierte Interesse und erhielt den Zuschlag, ist damit zum fünften Mal der Gastgeber. Statt Rio nun Ruhrgebiet. "Eine Heim-WM hat besonderes Flair und einen eigenen Charakter. Zuletzt 2007 haben wir erlebt wie schön das war", gewinnt Kay Vesely dem bewährten Veranstaltungsort die sonnige Seite ab. Spätesten 2016 wartet Rio als Olympiastadt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.04.2013

Kerstin Förster

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