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Rettung für den Rainbow-Cup?

Rettung für den Rainbow-Cup?

Laut Seppl Herberger ist nach dem Spiel vor dem Spiel. Nach dem Rainbow-Cup war all die Jahre vor dem Rainbow-Cup. Wenn Turnier-Erfinder Holger Grzeschik den Pokal an die siegreichen E-Jugend-Fußballer aus Dortmund, Turin, St.

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Holger Grzeschik

Quelle: André Kempner

Petersburg oder Prag überreicht hatte, war nicht viel Zeit, das Erlebte sacken zu lassen. "Es ging nahtlos mit den Planungen fürs nächste Turnier weiter." Nach der zehnten Auflage seines international bestaunten Events versammelte der 49-Jährige seine ehrenamtlichen Helfer in Zwenkau um sich und sagte: "Das war's, das war der letzte Rainbow-Cup!"

Danach bauten sie die Zelte ab, die sie Tags zuvor aufgebaut hatten. Professionelle Hilfe in handwerklicher oder finanzieller Art gab es selten bis nie. Selbst die Schiedsrichter mussten die Rainbower selbst zahlen. All die Jahre haben an Grzeschik und seinen Mitstreitern gezehrt. Das Geld reichte hinten und vorne nicht. Nach der zehnten Punktlandung und schweißnass unter den Flügeln, senkte der Experte für Brand- und Wasserschaden-Sanierung den Daumen. "Wir wollen, können aber nicht mehr."

Dank Ehrenamt, Bier- und Wurstverkauf schafften es Grzeschik und Co. all die Jahre, das größte deutsche Feld-E-Jugendturnier zu bewältigen und noch dazu Geld für wohltätige Zwecke zu spenden. Weil aber die Unterstützung der Wirtschaft immer kleiner wurde und auch seitens der Fußball-Verbände der See still ruhte, reifte im Rainbow-Macher die Entscheidung, das U10-Turnier zu beerdigen. "Das tut weh, ist aber wohl unausweichlich."

Weil das top besetzte Turnier nicht an den abgelegenen Veranstaltungsort Zwenkau gebunden ist, könnte es nun doch eine elfte Auflage des Rainbow-Cups kommen. Motto: Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, kommt der Berg eben zum Propheten. Bedeutet: Wenn die Unterstützung nicht nach Zwenkau kommt, kommen wir dorthin, wo die Unterstützung residiert und den 20000-Euro-Etat schultern kann. Beispielsweise ins schöne Leipzig.

Frieder Schrof ist Nachwuchs-Boss von Rasenball Leipzig, veranstaltet in regelmäßigen Abständen Sichtungstage und Talent-Wettbewerbe am Cottaweg. Ein Turnier à la Rainbow-Cup könnte dem Mann gefallen. Dem Vernehmen nach hat er sich schon Informationen über jene wundersamen und bislang unbeugsamen Zwenkauer Männlein und Weiblein um Holger Grzeschik eingeholt. Ist nach dem Cup also doch vor dem Cup? Guido Schäfer

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.04.2013

Schäfer, Guido

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