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Röttger trifft, Zorniger lobt, alle jubeln

Röttger trifft, Zorniger lobt, alle jubeln

Fußball spielen können sie. Feiern sowieso. Und sich wie Deckchen benehmen auch. Nach dem 4:2-Pokal-Triumph gegen Chemnitz enterten die Roten Bullen mit dem Pott unterm Arm das Nachtcafe, ließen Gott einen guten Mann sein und die S.

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Quelle: GEPA pictures Roger Petzsche

Leipzig. .. raus. Note 1 fürs Spiel, für die Party und - Stichwort Karikari-Rauswurf - auch fürs Benehmen.

Für den Morgen nach einer rauschenden Party gilt: Wer sich erinnert, war nicht dabei! Coach Alexander Zorniger war dabei, ließ aber als leitende Kraft (fast) nur Tee und Wasser an sich. "Die Nacht war kurz, die Stimmung bombig", so Zorniger. Weil der 46-Jährige weiß, wie gerne sich seine Fußballer haben, blies er schon Donnerstagfrüh wieder zum Sammeln.

Das Üben nach harter Nacht nennt sich Alkohol-Verdunstung. Mehr als Fußball-Tennis und zwei, drei Dehnübungen war den Helden nicht zuzumuten. "Manche sahen aus wie ihr eigener Großvater", stellte Stürmer Stefan Kutschke mit Blick auf seinen Spezi Timo Röttger fest.

Beide waren Hauptdarsteller einer sensationellen Partie und Party. Kutschke gewann jedes Kopfballduell, zerschliss alle Chemnitzer Abwehrspieler und bereitete mit Klasse und Wille das 3:2 vor. Torschütze: Opa Röttger. Der glänzte im offensiven Mittelfeld und setzte seiner Leistung in der 81. Minute eine Krone auf: Röttger blinkt am Strafraum links, biegt rechts ab, schießt aus dem Stand. Ein Schuss wie ein Strich. Röttger, der vom Edelreservisten auf direktem Weg zum Stammspieler ist: "Ich hatte rechts einen Krampf, also habe ich den Linken genommen." Der ist sonst nur Beiwerk.

Zorniger über Kutschke: "Das sind Kutsches Spiele, da beißt er sich rein. Er hat einen tollen Charakter." Aber einen Vier-Jahres-Vertrag beim VfL Wolfsburg. Wetten, dass Kutschke irgendwann wieder ins RB-Trikot schlüpft? Zorniger über Röttger: "Er schwingt sich zu einem Leader auf."

Wobei man mit Blick aufs Pokalfinale sagen muss: Bei den Rasenballern schwingen sich just viele auf. Rockenbach sorgte mit Glanz-Tor fürs 1:1. Fabian Franke erzwang das 2:2. Bastian Schulz und Dominik Kaiser waren Imperatoren im Mittelfeld. Christian Müller zeigte auf rechts, warum er so viele Profispiele in den Beinen hat. Carsten Kammlott vertrat den verletzten Daniel Frahn vorzüglich. Linksverteidiger Sebastian Heidinger verhinderte mit letztem Einsatz das Chemnitzer 3:1. Niklas Hoheneder grätschte eine Lok von den Gleisen. Joker Matthias Morys machte den Sack zu. Keeper Fabio Coltorti stand wie eine Eiche und erinnerte an die Relegation: "Kurz genießen, dann wieder volle Pulle und Konzentration."

Red-Bull-Fußball-Chef Ralf Rangnick erlebte seinen schönsten Tag, seit er von Brause-Tycoon Dietrich Mateschitz bezahlt wird. Rangnick, emotional angefasst: "Ich muss unseren Fans ein großes Lob aussprechen. Die Atmosphäre war sensationell, ich hatte Gänsehaut. Jetzt hoffen wir auch gegen Lotte auf eine tolle Kulisse."

Die Späher der Sportfreunde Lotte schauten übrigens sparsam aus der Wäsche.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.05.2013

Guido Schäfer

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