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Ronny Dietz gewinnt LVB-Triathlon am Kulkwitzer See in Leipzig

Ronny Dietz gewinnt LVB-Triathlon am Kulkwitzer See in Leipzig

Ronny Dietz hat seine beeindruckende Siegesserie beim 27. LVB-Triathlon fortgesetzt. Der 31-jährige Chemnitzer gewann gestern am Kulkwitzer See zum fünften Mal seit 1998 die olympische Distanz, landete zum neunten Mal unter den besten Drei und gehörte zum zwölften Mal zu den Top Ten des Klassikers.

Leipzig. Sein Triumph bedeutete zusätzlich den Gewinn der Sachsenmeisterschaft.

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Leipzig. Nach zwei zweiten Plätzen in den vergangenen beiden Jahren hat es für Ronny Dietz in dieses Mal geklappt. Der Chemnitzer hat am Sonntag den LVB-Triathlon am Kulkwitzer See gewonnen. Mit rund einer Minute Vorsprung siegte er vor dem für Sigmaringen startenden Leipziger Per Bittner. Dritter wurde Christian Otto vom Mitteldeutschen Stadtwerke Team.

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Am dichtesten war diesmal der Leipziger Per Bittner davor, den Seriensieger vom Thron zu stoßen. Doch letztlich konnte Dietz - er kam als Vierter aus dem Wasser - die auf dem Rad erkämpfte knappe Minute Vorsprung auf den zehn Laufkilometern halten und noch leicht ausbauen. "Ich bin trotzdem zufrieden. So knapp war ich hier noch nie dran am Sieger", sagte der für Sigmaringen startende Messestädter, der sein "Fremdgehen" so erklärt: "In Baden-Württemberg ist alles etwas gefestigter als in Sachsen. Vor allem finanziell profitiere ich von dem Wechsel, für 2011 liebäugele ich wieder mit einem sächsischen Team."

Sowohl Bittner als auch Dietz fuhren ein gesponsertes Zeitfahrrad - das des Siegers ist mit 7000 Euro etwa doppelt so teuer. Damit konnten beide ordentlich Druck machen. Doch letztlich entschieden die Beine. Die starken Böen spielte dem Chemnitzer in die Karten. Dietz trainiert das ganze Jahr mit dem Mountainbike auf schweren Cross-Strecken und verfügt über enormes Kraftpotenzial. Da ihm die Organisatoren am "Kulki" keine Berge anbieten können, "organisierten" sie ihm wenigstens ordentlich Gegenwind.

Bittner war in der laufenden Saison im Rahmen seiner Hotel-Management-Ausbildung ein halbes Jahr in Nizza, trainierte dort bei herrlichem Wetter fleißig, lief in 2:43 Stunden seinen ersten Marathon. Ab Herbst geht es sechs Monate nach Australien, danach peilt er den Wechsel auf die Langstrecke an. Gestern überraschte er mit dem ehrgeizigen Ziel: "Ich will irgendwann den Ironman auf Hawaii gewinnen."

Ronny Dietz fand es schade, dass es nicht zum Duell mit Titelverteidiger Christian Ritter vom SC DHfK kam. "Das wäre interessant geworden, zumal wir dieses Jahr ein paar Minuten schneller waren. Aber letztlich war es seine Entscheidung, nicht zu starten." Der Veranstalter hatte dem Vorjahressieger eine Antrittsprämie verwehrt.

Völlig aus dem Häuschen war Frauen-Siegerin und Sachsenmeisterin Jana Richter aus Plauen. "So einen großen Triathlon zu gewinnen ist der Wahnsinn für mich. Ich hätte mich aber auch über Platz drei sehr gefreut", so die 33-Jährige, die nach der Radstrecke Vierte war, aber mit einem Blitz-Wechsel in die Laufschuhe allein zwei Plätze gutmachte. "Als ich dann vorn lag und meine Begleiterin auf dem Führungsfahrrad ständig ,Platz machen für die erste Frau' rief, hat das unheimlich motiviert." Auf Platz drei kam Lokalmatadorin Ilka Scharf vom Neuseensport-Verein, die wie beim Ironman in Frankfurt gemeinsam mit Trainingspartner Roman Knoblauch über die Ziellinie lief.

Erstmals war Finanzbürgermeister Torsten Bonew an der Strecke - der CDU-Mann zeigte sich begeistert. Bis zu seiner ersten Teilnahme ist es jedoch noch ein weiter Weg. Dagegen absolvierte LVB-Geschäftsführer Roland Juhrs selbst die Fitness-Distanz. Er verkündete, dass der Hauptsponsor sein Engagement um fünf Jahre verlängert. "Nur von eurer Seite ist der Vertrag noch nicht zurück", sagte er zu Moderator Andreas Clauß. Darauf konterte der mehrfache Leipzig-Sieger: "Wir machen es wie Jogi Löw. Wir wissen, dass wir verlängern, aber wir schlafen noch mal drüber." Leider waren die Gags und aktuellen Informationen des Moderators schlecht zu verstehen, was vor allem am Wind lag, der Clauß' Worte weg vom See Richtung Grünau transportierte.

 

Einen starken Eindruck machte Kanu-Weltmeister Robert Nuck, der auf der olympischen Distanz unter 2:30 Stunden blieb. "Es lief richtig gut. Ich war 13 Minuten schneller als 2008, das stimmt mich optimistisch", sagte der DHfK-Canadier, der die WM wegen einer Ellbogenverletzung absagen musste. Zum 27. Mal startete gestern der 72-jährige Werner Dutschke. Er kam nach 3:03 Stunden ins Ziel und ließ sogar noch 18 Jüngere hinter sich. Dagegen fehlte aus gesundheitlichen Gründen zum ersten Mal Leipzigs Triathlon-Vater Wilfried Ehrler, der den Kult-Wettkampf vor den Toren Leipzigs zwei Jahrzehnte lang organisiert hatte.

Frank Schober

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