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Rose kündigt zeitnahe Entscheidung an

Rose kündigt zeitnahe Entscheidung an

Nach dem früh geschafften Klassenerhalt liegen die Lok-Fans Marco Rose zu Füßen. Auch Team und Vorstand wünschen sich sehnlichst, dass der Erfolgstrainer bleibt.

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Geschafft: Trainer Marco Rose und seine Spieler sind erleichtert - der 1. FC Lok bleibt in der Regionalliga.

Quelle: Christian Nitsche

Am Montagabend war der 36-Jährige zur Präsidiumssitzung eingeladen - und verließ sie mit konkreten Zahlen. "Er weiß jetzt, woran er ist, kennt das Budget für die Regionalliga-Mannschaft und macht sich Gedanken", erklärt Präsident Heiko Spauke, "der Verein ist ihm wichtig, wir hoffen, dass er uns entgegenkommt." Eine Frist habe man dem Coach nicht gesetzt, doch Spauke, 33, drückt aufs Tempo: "Wir können erst mit den Spielergesprächen beginnen, wenn die Trainerfrage geklärt ist."

Rose hielt sich gestern bedeckt. "Ich werde mich zeitnah entscheiden und vorher keinen Kommentar abgeben", sagte er der LVZ. Sein Vertrag läuft bis 2014, aber angesichts der Finanzlage - Loks Etat sinkt von 1,8 Millionen Euro auf eine Million - müsste er beim Gehalt Abstriche machen. Gleiches gilt für die 14 Akteure, die noch einen Kontrakt besitzen. Profis wird es in Probstheida nicht mehr geben. Der Club wird unter reinen Amateurbedingungen weiterarbeiten, nur noch Aufwandsentschädigungen zahlen - und versuchen, Ausbildungsplätze oder Anstellungen bei Sponsoren zu besorgen.

"Die Spieler auszulagern, ist das einzig realistische Konzept für die Zukunft", glaubt Spauke, "für einige haben wir diese Option bereits." Doch ihm ist klar, dass sich etliche Akteure auf die Wunschzettel zahlungskräftigerer Vereine gekickt haben und gehen werden. "Einige werden sich umorientieren. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir als Ersatz hungrige und ehrgeizige Spieler bekommen. Leipzig hat einen Standortvorteil als Studentenstadt."

All das muss Rose bedenken, bevor er sich entscheidet. Er hatte stets eine Perspektive für sich und sein Team verlangt. Reicht ihm eine bescheidene? Stürzt sich der Trainer, dem andere Angebote vorliegen dürften, nochmals in ein sportliches Wagnis? Finanzielle Abenteuer schließt Spauke aus: "Wir müssen den Reset-Knopf drücken, wirtschaftlich komplett neu anfangen."

Dies verlangen schon die Gläubiger, mit denen sich Lok auf ein dreimonatiges Moratorium geeinigt hat. Bedeutet: Sie stunden vorerst ihre Forderungen, die möglicherweise später in langfristige Darlehen umgewandelt werden. "Die Gläubiger merken, dass bei Lok viel passiert, alle wollen dem neuen Vorstand eine Chance geben", sagt Spauke, "dafür müssen wir professionell und transparent arbeiten."

Exakte Zahlen zur Verschuldung kommen wohl erst bei der Mitgliederversammlung auf den Tisch. Die steigt am 21. Juni in der Alten Wollkämmerei. Dann wird der Vorstand gewählt, muss sich das "Arbeitspräsidium" legitimieren lassen. Egal, wie das ausgeht und wie dann der Trainer heißt - Spauke weiß: "Das nächste Jahr wird für Lok das dreckigste und schwerste überhaupt."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.05.2013

Enigk, Steffen

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