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Rossi zieht die Fans zum Sachsenring - 200.000 Zuschauer kommen zum WM-Rennen

Rossi zieht die Fans zum Sachsenring - 200.000 Zuschauer kommen zum WM-Rennen

Ein deutscher Sieg ist nach dem Vorjahrestriumph von Sandro Cortese am Sonntag bei den drei Motorrad-Weltmeisterschaftsläufen in Hohenstein-Ernstthal nicht zu erwarten.

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Auf dem Weg zum Sieg in Assen: Valentino Rossi ist aufgrund seines sympathischen Auftretens auf dem Sachsenring der Publikumsliebling.

Quelle: AFP

Leipzig. Trotzdem rechnen die Veranstalter der Sachsenring-Rennstrecken Management GmbH (SRM) auch angesichts der günstigen Wetterprognose mit 200 000 Zuschauern.

Wolfgang Streubel kann nach den Regenfällen im Vorjahr noch gar nicht so recht an schönes Wetter am Renn-Wochenende glauben. "Das hört sich natürlich gut an. 200000 Besucher brauchen wir schon insgesamt, um finanziell kein Minus zu machen", sagt der SRM-Geschäftsführer. Bis gestern gab es 150000 Ticket-Vorbestellungen, informiert Judith Pieper-Köhler, SRM-Verantwortliche für Marketing und Kommunikation: "Das ist sogar noch ein bisschen besser als voriges Jahr."

Nach dem vorletzten Wochenende habe es noch einmal einen sensationellen Schub gegeben. Grund dafür war der Sieg von Valentino Rossi (34) beim WM-Lauf der MotoGP im niederländischen Assen. Der Italiener, sechsfacher Weltmeister in dieser Kategorie und Publikumsliebling auf dem Sachsenring, hatte nach 32 Monaten erstmals wieder ein Rennen der Königsklasse des Motorrad-Rennsports gewonnen. "In zweieinhalb Tagen haben wir knapp 4000 Karten verkauft. Solch einen Boom haben wir aber nicht zum ersten Mal erlebt. Er hat immer mit einem besonderem Ergebnis eines Fahrers zu tun", weiß Judith Pieper-Köhler.

Für Wolfgang Wirth (74) erklärt die Popularität Rossis. "Er ist der absolute Star hier bei uns. Als als er mit seiner Ducati den Spitzenleuten hinterher gefahren ist, wurde er angefeuert. Das hängt mit seinen guten Charakter zusammen. Er ist freundlich, erfüllt den Fans Wünsche und winkt auch mal ins Publikum. Andere Fahrer rauschen einfach an den Leuten vorbei", so der langjährige Pressechef des Sachsenrings, der seit 40 Jahren für Veranstaltungen auf der legendären Strecke arbeitet.

Auch für Rossi, der 2013 zum Yamaha-Werksteam zurückkehrte, ist das Event auf der Piste bei Hohenstein-Ernstthal einer der Höhepunkte der WM-Wochenenden. "Wenn ich in der Omega-Kurve fahre, höre ich meinen Motor nicht mehr, weil die Menschen so laut schreien", schildert er voller Begeisterung seine Gefühle.

Wie für Rossi ist der Sachsenring natürlich auch für die deutschen Piloten ein Heimspiel, das jedoch nicht mit Heimvorteil gleichzusetzen ist. Die Einheimischen können wie die Konkurrenz nur zu den offiziellen Trainingszeiten am Renn-Wochenende über den Sachsenring jagen. An anderen Tagen besteht für die Piloten des Gastgeber-Landes keine Chance, die Strecke genauer unter die Lupe zu nehmen.

Trotzdem hat sich Dirk Heidolf, der sogar in der Nähe des Sachsenrings wohnt, stets auf seine Heimauftritte gefreut und sie auch genossen. "Das ist hier etwas Besonderes, weil die Zuschauer viel näher an der Strecke sind als woanders. Auch ihre Begeisterung ist deutlich größer. Schon am Freitag beim Freien Training und den Qualis der zum Rahmenprogramm gehörenden Klassen kommen so viele Leute wie nirgendwo anders", erklärt der 36-Jährige, der einst mit seiner 250-ccm-Aprilia WM-Rennen fuhr und jetzt Chef des Racing Teams Germany ist.

Sandro Cortese (23) wirbt seit diesem Jahr als Botschafter für den Sachsenring. 2012 war der Berkheimer einer der Helden dort, als er auf der legendären Strecke gewann und die Saison als Weltmeister der Moto3-Klasse beendete. In diesem Jahr fährt er als Neuling in der Moto2-Kategorie der Weltspitze noch hinterher. "Dass es die hartumkämpfteste Klasse des Motorsports ist, ist kein Geheimnis. Da bedarf es einer gewissen Eingewöhnungsphase Ich finde mich immer besser zurecht und wachse mit meinen Aufgaben", sagt Cortese. Wichtig sei, dass er sich stetig verbessert. "Der Heim-GP ist etwas Besonderes. Das Drumherum ist einzigartig, Gänsehaut-Feeling pur. Allerdings muss ich sehen wie es mit meinem verletzten Arm geht. Ich werde mein Bestes geben."

Norbert Töpfer

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