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Rot-Weiß-Erfurt-Präsident Rombach befürchtet Imageschaden

Rot-Weiß-Erfurt-Präsident Rombach befürchtet Imageschaden

Der Präsident des FC Rot-Weiß Erfurt, Rolf Rombach, befürchtet nach den Vorkommnissen während des Drittligaspiels zwischen den Erfurtern und dem SV Darmstadt 98, einen großen Imageschaden für seinen Verein.

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In der Halbzeit des Fußballspiels zwischen Rot Weiß Erfurt und SV Darmstadt wurden bei Krawallen 55 Menschen verletzt.

Quelle: dpa

Erfurt. „Ich habe in den vergangenen beiden Tagen mit zahlreichen Augenzeugen geredet und kann mir so ein eigenes Urteil zu den Vorfällen bilden", sagte Rombach während einer Pressekonferenz. Am Samstag war es während und nach der Partie (2:0) zu Ausschreitungen gekommen, bei den 55 Personen verletzt wurden.

„Allerdings bin ich der Meinung, dass bei der Berichterstattung der Medien der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit nicht gewahrt worden ist. Wenn da teilweise von Gewaltorgien berichtet wurde, denkt man doch, es hätte Prügeleien gegeben und die Messer seien gezückt worden. Das war jedoch nicht der Fall, denn es habe vorrangig verbale Auseinandersetzungen gegeben. Etwa 95 Prozent der Verletzungen seien durch den Einsatz von Reizgas entstanden und nicht durch Gewaltattacken", betonte der Präsident. Trotzdem werde man der Sache in Zusammenarbeit mit der Polizei weiter nachgehen.

Mario Zimmermann von der Erfurter Polizei schilderte noch einmal genauer, was sich am Samstag abgespielt hatte. Die Erfurter Polizei habe aufgrund einer Auseinandersetzung zweier Darmstädter im Gästeblock einschreiten müssen. Hierbei hätten Darmstädter Fans die Polizei derartig bedrängt, dass Reizstoffe eingesetzt wurden. Im weiteren Verlauf sei es der Polizei gelungen, eine tätliche Auseinandersetzung der Fans zu unterbinden.

Nach dem Spiel hätte sich die Stimmung erneut auf beiden Fanseiten aufgeheizt, wobei zwei Polizeibeamte durch Stein- und Flaschenwürfe verletzt wurden. Weitere 53 Personen wären nach dem Einsatz von Reizgas medizinisch versorgt worden. Festnahmen habe es nicht gegeben. Allerdings habe die Erfurter Polizei gegen drei Darmstädter strafrechtliche Ermittlungen wegen Landfriedensbruch und Sachbeschädigung eingeleitet, die jedoch noch nicht abgeschlossen seien, informierte Zimmermann.

Rombach betonte noch einmal, dass den eigenen Verein kein Verschulden trifft. Man habe den DFB im Vorfeld, obwohl nicht vorgesehen, gebeten, die Partie als Sicherheitsspiel einzustufen, was auch geschehen sei. Trotzdem muss der FC Rot-Weiß in dieser Woche beim DFB eine Stellungnahme zu den Vorkommnissen abgeben.

Vom Fanverein des SV Darmstadt 98 wurde der Einsatz der Polizei und die Wahl der Mittel als unverhältnismäßig kritisiert. Das Vorgehen mit Reizgas und Schlagstöcken wäre überzogen gewesen, heißt es in einer Stellungnahme. Zudem prangerten die Hessen auch den Erfurter Ordnungsdienst an, der die Eskalation der Lage zu Körperverletzungen genutzt habe.

dpa

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