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Rucksack zu groß: Erzgebirge Aue versagen die Nerven

Rucksack zu groß: Erzgebirge Aue versagen die Nerven

Die Macht aus dem Schacht ist Geschichte: Harmlos und hilflos präsentieren sich derzeit die Zweitliga-Fußballer des FC Erzgebirge Aue. Nach nur fünf Punkten aus den letzten sechs Spielen gab es erstmals in dieser Saison ein gellendes Pfeifkonzert von den Fans.

Aue. Das 1:1 am Sonntag gegen Karlsruhe offenbarte das Ende der Unbekümmertheit im Lößnitztal. Auch Trainer Rico Schmitt glaubt, dass seine Mannschaft in der entscheidenden Phase der Saison die Gelassenheit verloren hat. „Als wir oben dran waren, haben sich die Spieler zu viel mit dem Rechnen beschäftigt und sind mit dem psychologischen Rucksack: ich muss, ich muss, ich muss, nicht zurechtgekommen", erklärt der Trainer.

Die zuletzt enttäuschenden spielerischen Leistungen sind laut Schmitt die Konsequenz des mentalen Druckes. „Man verliert dann bei solchen Rechenspielen den Blick für das Wesentliche, die Schritte werden schwerer. Wir spielen im Moment zu kompliziert und die Mannschaft macht in den ersten Minuten nicht dass, was sie machen soll", ärgert sich der 42-Jährige.

Ein Motivationsproblem hat Schmitt nicht ausgemacht und will sich „da vor die Mannschaft stellen." Die Mannschaft trainiere gut und sei gewillt, es besser zu machen, doch müsse man auch die Stärke der anderen Teams anerkennen.

Oft kritisiert ist die defensiv ausgerichtete Taktik des Fußball-Lehrers, doch die Statistik gibt ihm Recht. Von 32 erzielten Toren, trafen Abwehr- und Mittelfeldspieler bisher 27 Mal in die Maschen. Nur fünf Tore schoss Stürmer Enrico Kern, der damit aber auch allein auf weiter Flur steht. Sebastian Glasner (22 Einsätze) und Alban Ramaj (11) konnten diese Saison kein einziges Tor bejubeln. Richtig gefährlich ist Aue nur bei den Standards.

Nach der Herbstmeisterschaft mit 34 Punkten steht das Team in der Rückrundentabelle mit 15 gesammelten Zählern nun auf Rang elf. Mit fünf Niederlagen, drei Unentschieden und vier Siegen fällt dabei die Bilanz negativ aus. Doch auch hier nervt Schmitt der Erwartungsdruck. „Die 49 Punkte sind hervorragend. Viele dachten, wir hauen Karlsruhe mit 3:0 weg, in Aachen wird es schon werden und gegen Cottbus sind uns die Punkte sicher. Wer so denkt, dem kann ich nicht folgen, das ist fernab der Realität", kritisiert der Übungsleiter.

Für die ausstehenden fünf Partien und den Heim-Highlights gegen Energie Cottbus (21. April) und Hertha BSC (8. Mai) wünscht sich Schmitt ein befreites Aufspielen seiner Mannschaft. „Vielleicht geht jetzt einiges wieder einfacher. Wir müssen unsere Kräfte sammeln, eine klare Linie vorgeben und die einhalten", gibt er die Marschroute vor.

dpa

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