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Ruder-Bundesliga in Leipzig begeistert aufgenommen

Ruder-Bundesliga in Leipzig begeistert aufgenommen

Auf der schattigen Promenade am Elsterflutbett zwischen Rennbahnsteg und Sachsenbrücke fließt am Sonnabend zur Kaffeezeit der Familien-Strom besonders heftig. Kinderwagen und Räder werden geschoben, Hunde an der Leine geführt, Pärchen bahnen sich den Weg - und mittendrin bugsieren gestählte Männer und athletische Frauen mit Fingerspitzengefühl kopfüber ihre 17 Meter langen und knapp 100 Kilogramm schweren Achter ins nahe Boots-Camp im Zetkin-Park.

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Flagge zeigen: Die Zweitliga-Ruderer vom Wurzen-Achter sind auch in Leipzig erfolgreich unterwegs und freuen sich aufs Finale in Hamburg.

Quelle: Kerstin Förster

Leipzig. Das hat die Welt in Leipzig so noch nicht gesehen, die Ruder-Bundesliga feiert Premiere in Sachsen. Insgesamt 39 schnittige Vereins-Renner sorgen mit 350-m-Sprints im Duell-Modus für eine Welle der Begeisterung auf den beiden Uferbühnen sowie Brücken und nehmen im Wasserfest-Programm richtig Fahrt auf. Athleten-Lob aus norddeutschem Mund. "Das ist eine mega-gute Veranstaltung, viel los und ein klasse Publikum", meint Michel Dronka (24), der im Hamburger Dole-Achter in Liga eins unterwegs ist und nach Renntag vier auf Gesamtplatz sechs landet. Der Student hat die nächtliche Party in der Moritzbastei zum i-Tüpfelchen auserkoren. Das Haar in der Leipziger Suppe findet er mit dem Leipziger Zwei-Bahnen-System. "Vier sind besser."

 Solche Kleinigkeiten stören die Zweitliga-Recken aus dem Wurzen-Achter nicht. Sie sind wie bereits auf den Stationen Frankfurt, Hannover und Münster mit familiärer Crew unterwegs. Zusammenhalt lautet die Formel für Erfolg. Die Spitze im Gesamtranking winkt. "Wir peilen den Tagessieg an, mit der Ananas geben wir uns nicht zufrieden", erklärt Entwicklungsingenieur Christian Lehne (26), dessen Freundin Tina und Cousin Tobias auch auf Kurs sind. Moralische Unterstützung gibt's vom Doppelvierer-Olympiasieger Philipp Wende (30), langjähriges Vereinsmitglied der Wurzener Rudervereinigung "Schwarz-Gelb" und nun für den SC DHfK auf Erfolgskurs. Das prominente Daumendrücken half bedingt. Schlussendlich fehlen den Sachsen im Finale gegen Berlin zwölf Hundertstel zum Sieg.

 Einen raushauen will beim Heimspiel der DHfK-Sparkassen-Achter. Die Premieren-Saison lief bisher in bescheidenen Bahnen. Zwar zeichnen Kraft und Wille das Team aus, allerdings hapert es am Zusammenspiel und technischer Finesse. Es bleibt beim vorletzten Platz. Dennoch sind die Leipziger zweifellos Gewinner in der Gastgeber-Rolle. "Organisation, Strecke, Zuschauer - das Beste überhaupt. Wahnsinn, vor so einer Kulisse zu rudern", findet Florian Eidam (23), dessen nationale Auswahl-Ambitionen in dieser Saison durch Verletzungen gestoppt wurden.

 Zufrieden zeigt sich Renko Schmidt von der Ruder-Event GmbH. "Die Organisation hat prima geklappt, die Stimmung ist toll. Die Teams lieben es, gefeiert zu werden. Es ist vorteilhaft, wenn die umliegende Infrastruktur wie hier Park und Galopprennbahn mitgenutzt wird." Zustimmendes Nicken von DHfK-Vizepräsident Thomas Krümmling, denn neben der Stadt sitzen auch Alexander Leip (Chef der Scheibenholz-GmbH) und Jens Liebisch (Gastronomie) im Boot. Geben, nehmen und gut damit fahren: Die Weltklasse-Ruderer sind gern wieder zur Siegerehrung auf der Rennbahn dabei - perfekt als frisch gebackene Champions.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.08.2015
Kerstin Förster

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