Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Ruder-Flaggschiffe im Sprint-Spektakel von Leipzig

Ruder-Flaggschiffe im Sprint-Spektakel von Leipzig

Der braun gebrannte Champion genießt seinen Resturlaub - am Wasser, versteht sich. "In ein paar Tagen geht es wieder mit dem straffen Training los", erzählt Ruder-Olympiasieger Tim Grohmann (26) beim Treffen am Elsterflutbett/Rennbahnsteg.

Leipzig. Es ist idyllisch, es herrscht die Ruhe vor dem Bundesliga-Spektakel am Sonnabend. Zur Leipziger Premiere im Sachsenland werden insgesamt 39 deutsche Vereins-Achter (1./2. Liga, Männer/Frauen) für die hoffentlich perfekte Welle sorgen.

  DHfK-Recke Grohmann kennt den besonderen Nervenkitzel der Sprint-Regatta über publikumswirksame 350 Meter. Der gebürtige Dresdner war schon für Krefeld und das Elbe-Flaggschiff erfolgreich unterwegs, sozusagen als Zugabe auf die Saison mit dem Doppelvierer, der bei den Spielen in London auf kräftezehrenden 2000 Metern die Goldmedaille einfuhr.

 In dieser vorolympischen Saison muckerte Grohmanns Gesundheit und damit war das DRV-Boot passé. Dafür werden in gut zwei Wochen Annekatrin Thiele und Philipp Wende im DHfK-Trikot bei den Weltmeisterschaften in Frankreich um die Rio-Quotenplätze kämpfen. "Ich will meinen Auswahlplatz zurück und dafür gebe ich alles", unterstreicht der Sportstudent, der morgen das Kräftemessen der Flaggschiffe als Glücksbringer überwacht und in der Helfer-Crew aktiv ist.

 Wellen schlagen gehört zum Handwerk, für den Verein, für die Sportart Rudern. "Wir haben den riesigen Vorteil, ins Wasserfest mit eingebunden zu sein. Die Stadt hat im Vorfeld gut mitgespielt. Die Bundesliga-Premiere bedeutet eine riesige Chance, den Leuten Spitzensport ganz nahe zu bringen, sie aber auch am Sonntag zum Rudern für jedermann einzuladen", betont DHfK-Vizepräsident Thomas Krümmling, zugleich Manager des im Mai auf den Namen "Chronos" (Gott der Zeit) getauften Sparkassen-Achters. Das Debüt in Liga zwei offenbart für Trainer André Eidam und seine altersübergreifende Besatzung noch Steigerungspotenzial. Die Leipziger belegen nach den Regatta-Stationen Frankfurt, Hannover und Münster den vorletzten Platz. Dagegen kämpft der Wurzen-Achter um die Spitzenposition, die momentan die Jungs der TU Dresden einnehmen.

 Man(n) hat Visionen. "10 000 Leipziger werden uns auf einer Welle der Begeisterung ins Ziel tragen", hofft Boots-Routinier Dietmar Czekay (41) auf super Fans und den Heimvorteil. "Klar haben wir uns die erste Saison leichter vorgestellt, aber es geht stetig voran. Vielleicht können wir ja vor Heimpublikum glänzen." Dies wünscht den Ruderern auch Kanu-Landestrainer Alexander Schuck, der gestern im Motorboot seine Schützlinge auf Trainingsfahrt begleitete und einen Zwischenstopp am Rennbahnsteg einlegte. Ein nettes Geplänkel zwischen Vorwärts- und Rückwärtsfahrern blieb nicht aus, die Idee, im nächsten Jahr beide Sportarten zu präsentieren, wird ernsthaft geprüft.

 Stichwort Zusammenarbeit. Als perfekter Mitstreiter erwies sich die Gerüstbaufirma Union aus Landsberg um Chef René Kaiser und Bauleiter Holger Zech. Das Team brachte die zweimal 30 Meter langen Stege für An- und Ablegemanöver an. Dazu kam ein temporärer Steg für den ansässigen Kanu-Verleih, damit dieser auch morgen ungetrübt arbeiten kann.

 Das Bundesliga-Spektakel wird sich zwischen Sachsenbrücke (Start) und Rennbahnsteg (Ziel) abspielen. Wettkampftechnisch zeichnet sich die Ruder-Event GmbH verantwortlich. Der Renntag wird 9.30 Uhr mit dem Zeitfahren eröffnet. Danach finden Achtel-, Viertel- und Halbfinalrennen statt, bevor die Finals zwischen 17.45 Uhr und 20 Uhr ausgefahren werden. Die Natur-Tribünen laden zum Verweilen ein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.08.2015
Kerstin Förster

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport

Wählen Sie den Sportler, die Sportlerin und die Mannschaft des Jahres 2016. Hier online abstimmen! mehr

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr