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Ruderer auf der Stimmungswelle

Ergometermeisterschaften Ruderer auf der Stimmungswelle

Es ging Schlag auf Schlag: 500 Ruderer kämpften am Sonnabend auf dem Ergometer um Lorbeer verschiedener Art: Im Eventpalast auf der Alten Messe in fanden unter Regie des SC DHfK die 2. Mitteldeutschen Meisterschaften, der 3. Techniker-Krankenkasse-Hochschulcup und der 1. Leipziger Winter-Achter-Sprint statt. Die Gastgeber schickten zwei Olympiasieger ins Rennen.

Startklar: Die DHfK-Männer erkämpfen beim 1. Leipziger Achter-Sprint im Eventpalast auf der Alten Messe den dritten Platz. Die Crew wird wieder in der 2. Ruder-Bundesliga angreifen.

Quelle: Foto: Christian Modla

Leipzig. Die letzten Körner werden aus dem gestählten Körper geholt, Luft ist knapp, zum Countdown passt die Atemlos-Musik, den Athleten sitzen Einpeitscher im Nacken, dann ist es vollbracht: Die Sieger des 1. Leipziger Achter-Sprints kommen von der Wurzener Rudervereinigung Schwarz-Gelb, sind nach den 350 Metern auf den Ergometer-Rollsitzen rot im Gesicht, einfach fix und fertig. Eine Faust geht nach oben. Was machen die Oberschenkel? „Die brennen“, sagt Christian Köhler völlig außer Puste zum „Wohlfühlfaktor“. Der 29-Jährige gehört am Sonnabend zur Erfolgs-Crew im Eventpalast auf der Alten Messe. Nach der Trockenübung ist vor der neuen Bundesliga-Saison der Großboote. Aufsteiger Wurzen nimmt die Herausforderung an. „Wir geben immer alles.“ Die Wogen der Begeisterung im denkmalgeschützten Haus schlagen hoch. Wasserdichter Beweis dafür, dass auch eine an sich unaufgeregte Ruder-Ergometermeisterschaft mitreißen kann. Zumal aktuell gleich der Dreier aus 2. Mitteldeutschem Titelkampf, 3. Techniker-Krankenkasse-Hochschulcup und eben Achter-Sprint-Premiere ansteht. 500 Starter, darunter die Leipziger Vereine mit Gastgeber SC DHfK, die Akademiker und Triton, entern die Bühne. Nach Grube-Halle im Vorjahr mussten die Organisatoren um DHfK-Vizepräsident Thomas Krümmling aus bekannten Gründen einen neuen Anker werfen. Der im Eventpalast durchgeführte Abiball des Sportgymnasiums brachte die Krümmling-Mannschaft auf Kurs.

2017 Deutsche Hochschulmeisterschaften im Plan

„Sensationeller Ort. Ich bin begeistert und kann nur den Hut davor ziehen, was die Truppe wieder auf die Beine gestellt hat“, lobt Tobias Roßberg in höchsten Tönen. Der Landesruderverbands-Präsident lächelt auch dann noch, als Cheforganisator Krümmling eine mögliche finanzielle Unterstützung anspricht. Das liebe Geld. Die Veranstaltung kostet 22 000 Euro, wird getragen durch Startgelder und einmal mehr von Gesundheitspartner Techniker-Krankenkasse und der Sparkasse Leipzig. Gute Weiterfahrt: 2017 sollen hier die Deutschen Hochschulmeisterschaften stattfinden.

Olympiasieger-Duo erfolgreich im Rennen

Im Rennen der Gladiatoren über 2000 Meter sitzen gleich zwei Doppelvierer-Olympiasieger im Rampenlicht. Die DHfK-Recken Tim Grohmann – der 27-Jährige wiederholt in 5:52 Minuten seinen Vorjahressieg – und Philipp Wende (30) nutzen das schweißtreibende Vergnügen als Test. „Anschnuppern“ nennt es Wende, der in vier Wochen mit den Nationalmannschaftskollegen zur Langstrecke in Burghausen inklusive Ergometerüberprüfung eine ausgezeichnete Leistung abliefern will. Dies will auch DHfK-Hoffnung Florian Eidam. Er belegt am Sonnabend mit Wende zeitgleich in 6:00,1 Minuten (ganz seltener Fall) den zweiten Platz. Nach langer Verletzungspause (Rücken) startet der 24-Jährige sein Comeback. Eidam, dessen Schwester Antonia bei den Frauen auf Rang zwei landet, powert voll für Olympia in Rio. Für seinen großen Traum legt er eine Ausbildungspause bei der sächsischen Polizei ein. Die vorerst letzte Diensthandlung: Sieg mit dem Polizei-Team im Firmencup.

Von Kerstin Förster

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