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Rudern: Nach Überraschungs-Gold muss noch ein Sieg her

Rudern: Nach Überraschungs-Gold muss noch ein Sieg her

Der Ofen war eigentlich schon aus. Ende Mai ließ Ruder-Hoffnung Florian Eidam vom SC DHfK seine Final-Chance beim Ranglistenrennen in Brandenburg eiskalt sausen - Nominierungen standen an.

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Bereit für die nächsten großen Aufgaben: Die Ruder-Hoffnungen Anne Dietrich und Florian Eidam.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. "Ein schlechter, ein deprimierender Tag", erinnert sich der 21-Jährige an den Tiefschlag im Einer.

Im B-Finale traf der Leipziger Eidam mit Tom Christofzik (19) aus Potsdam einen Leidensgenossen. Auch für diesen fiel der Auswahlplatz ins Wasser. "Aus Spaß und um uns aufzumuntern, haben wir uns zusammen ins Boot ­gesetzt und gemerkt, dass wir die gleiche Sprache sprechen. Es funktionierte auf Anhieb", schildert Eidam den ­Beginn einer siegreichen Doppel-"Spitze".

Am Sonnabend überraschte der neue Zweier die Konkurrenz und alle Kritiker bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften der U23 in Köln und holte Gold. "Das war so nicht abzusehen. Wir haben zwar intensiv eine Woche in Leipzig trainiert und danach gemeint: Für Bronze reicht es. Aber uns hatte ja niemand mehr auf der Rechnung. Es war ein schönes Rennen, ein souveräner Sieg", sagt Polizei-Azubi Eidam zum klaren Erfolg über die Saison dominierende Crew aus Koblenz und Berlin. Spannende Frage: Wer erhält das Ticket für die U23-Weltmeisterschaften Ende Juli in Linz? Die Verantwortlichen haben ein Ausscheidungsrennen angesetzt, nächsten Montag in Ratzeburg. "Wenn wir gewinnen, sind wir dabei", glaubt Florian Eidam an die große Chance.

Den WM-Platz sicherte sich Anne Dietrich vom RC Eilenburg, die am Leipziger Bundesstützpunkt trainiert. Im Vorjahressommer hatte die 19-Jährige im U23-Achter den Vizeweltmeistertitel gewonnen. Auch diesmal sitzt sie im Flaggschiff. In Köln fuhr sie im Zweier ohne mit ihrer Kollegin aus Halle auf Platz drei. "Da war mehr drin." Mit dem Achter erkämpfte sie auf dem Fühlinger See den Sieg.

Nach dem ewigen Winter sollte das Frühjahr neuen Schwung in die Ruder-Flotte bringen. Erfolgversprechend verliefen die Frühjahrslangstrecke in Burghausen und erste Kleinboot-Überprüfung in Duisburg. Doch danach lief es nicht wunschgemäß. Der DHfK-Mann war bei der Internationalen Hügelregatta in Essen mit Denis Sittel (Halle) als Vorlaufsieger ins Finale gezogen. Doch beim Ausrudern wurde der Zweier vom belgischen Boot "verkehrswidrig" gerammt. Eidam trug eine starke Prellung am rechten Oberschenkel davon. "Fünf Tage habe ich mit angezogener Handbremse trainiert, dann ging es wieder voll los."

Öfter, als ihnen lieb ist, müssen die Stützpunkt-Athleten auf ihre Trainerin Angelika Noack (60) verzichten, wenn diese mit dem Nationalteam unterwegs ist. So geschehen die vergangenen Tage, da der Weltcup in Eton anstand. London-Silberfrau Annekatrin Thiele (28) vom SC DHfK holte mit dem Doppelvierer den Sieg. Derweil sind die jungen Leute cool und ehrgeizig genug, ihr straffes Pensum auch mal alleine durchzuziehen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.06.2013

Kerstin Förster

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