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SC Magdeburg befördert Bennet Wiegert – DHfK-Coach Prokop nicht zu haben

Handball-Bundesliga SC Magdeburg befördert Bennet Wiegert – DHfK-Coach Prokop nicht zu haben

Der SC Magdeburg hat nach seiner Negativserie in der Handball-Bundesliga reagiert und sich von Trainer Geir Sveinsson getrennt. Neuer Coach ist Bennet Wiegert. Zuvor war auch über den Namen Christian Prokop spekuliert worden.

Bennet Wiegert

Quelle: dpa

Magdeburg . Bennet Wiegert und Tomas Svensson sind das neue Trainergespann beim SC Magdeburg. Das gab der Handball-Bundesligist am Dienstag während einer Pressekonferenz bekannt. Der Traditionsverein hatte sich am Montag nach einer Aufsichtsratssitzung von seinem bisherigen Übungsleiter Geir Sveinsson getrennt. Der Vertrag des Isländers ist noch bis 2017 gültig.

Der SCM war nach der erfolgreichen Vorsaison mit dem Einzug in den Europapokal in dieser Spielzeit hinter den Erwartungen zurück geblieben. Zuletzt mussten die Elbestädter eine 24:32-Niederlage in Göppingen hinnehmen und belegen statt des angepeilten Qualifikationsplatzes für die Champions League nur Rang elf in der Tabelle.

Das neue Duo solle nicht nur als vorübergehend antreten. „Das ist keine Interimslösung und auch nicht befristet. Benno macht eine hervorragende Arbeit im Verein, er bringt alle Qualifikationen mit. Tomas passt und unterstützt mit seiner Erfahrung da sehr gut. Wir sind der Überzeugung, dass Qualität vorhanden ist. Jetzt liegt unser ganzer Fokus auf dem morgigen Spiel“, sagt SCM-Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt. Am Mittwoch will sich der SCM im Pokal erneut gegen Göppingen für die jüngste Pleite revanchieren.

Prokop nicht zu haben

„Nicht in einem Spiel haben wir bisher 60 Minuten konstant abgerufen, was wir an Qualität haben. Am Anfang der Saison waren wir zu 110 Prozent überzeugt, den nächsten Schritt machen zu können“, erklärte Steffen Stiebler, Sportlicher Leiter des SCM. Der große Favorit war unter anderem zu Beginn der Saison auch am SC DHfK Leipzig gescheitert, als Marvin Sommer in der Schlusssekunde den 26:25-Siegtreffer für den Aufsteiger erzielte.

Das Ende von Sveinsson kommt nicht überraschend. Schon beim knappen 27:24-Sieg gegen den ThSV Eisenach in eigener Halle, nach komfortabler Elf-Tore-Führung, begleitete das Publikum die Leistung mit Pfiffen.

Die Magdeburger suchten offenbar einen Verantwortlichen mit Stallgeruch. Das führte zu kurzer Unruhe im Umfeld des SC DHfK. Leipzigs Coach Christian Prokop gehört zu den Aufsteigern der Saison in der Trainerszene und hat von 2009 bis 2011 bereits die zweite Mannschaft des SCM betreut. Ein Wechsel stand aber für beide Seiten nicht zur Debatte. „Bei uns hat niemand angerufen“, sagte DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther, der Prokop mit seinem bis 2018 datierten Vertrag auch nicht hätte ziehen lassen. Und auch der Coach selbst denkt nicht an einen Wechsel. „Ich weiß, dass wir in Leipzig noch nicht am Ende sind“, so der 36-Jährige.

Die Entscheidung gegen Sveinsson fiel deutlich aus. SCM-Präsident Dirk Roswandowicz auf der Vereinshomepage: „Sehr bewegte Stunden liegen hinter uns. Die Entscheidung wurde einstimmig (14:0) getroffen. Es ist eine mutige Enstcheidung, Bennet das Vertrauen zu geben. Aber wir brauchen neue Impulse. Nach der Entscheidung war eine Aufbruchstimmung im Raum zu spüren, die sich hoffentlich morgen auf die Mannschaft überträgt.“

Von Matthias Roth

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