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SES-Boxgala am Samstag in Leipzig – Promoter hofft auf ausverkaufte Arena

Ulf Steinforth im Interview SES-Boxgala am Samstag in Leipzig – Promoter hofft auf ausverkaufte Arena

Am Sonnabend fliegen bei der SES-Boxnacht in der Leipziger Arena die Fäuste. Bereits am Dienstag wurde dafür bei einem Show-Training im Einkaufszentrum Nova Eventis geprobt. Vor der Gala spricht Promoter Ulf Steinforth im LVZ-Interview über das Event und die Philosophie des Magdeburger Boxstalls.

Öffentliches Training am Dienstag im Einkaufszentrum Nova Eventis. Hier gibt Dominic Bösel (links) Kostproben seines Könnens.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Ulf Steinforth (49), Promoter des Magdeburger Box-Stall SES, ist mit dem Großkampftag am Sonnabend in der Arena Leipzig zu Gast. Im Mittelpunkt der Veranstaltung mit sieben Profi-Kämpfen stehen die Halbschwergewichts-Fights seiner Aushängeschilder Robert Stieglitz (35), der seinen EM-Titel gegen Nikola Sjekloca (Montenegro) verteidigt, sowie Dominic Bösel (27). Der Freyburger Interconti-Titelträger (WBO/WBA) wird vom ebenfalls ungeschlagenen Finnen Sami Enbom herausgefordert. Steinforth redet über die Gala, SES-Veranstaltungen und die Philosophie des Teams.

Sie haben Begriffe wie Großkampftag und Doppelschlag geprägt. Läuft der Kartenvorverkauf entsprechend?

Wir sind sehr zufrieden. 5000 Karten wurden bereits verkauft. Ich hoffe sogar auf eine mit 6000 Zuschauern ausverkaufte Arena. Bei der erfolgreichen WM-Titelverteidigung von Robert Stieglitz am 19. Oktober 2013 in der Neuen Messe gegen den Nigerianer Isaac Ekpo waren es auch 6000 Besucher. Leipzig ist ein gutes Pflaster.

Sind die Box-Fans Ihrer Region verärgert, wenn ein solches Highlight in Leipzig stattfindet?

Nein. Wir stehen zu Magdeburg. Aber Leipzig ist die Metropole Mitteldeutschlands und eine geile Stadt mit sportinteressierter Bevölkerung. Ich freue mich drauf.

Ihr erfolgreichster Boxer Robert Stieglitz verteidigt erstmals seinen EM-Titel. Soll der 35-Jährige noch mal Anlauf in Richtung Weltmeisterschaft nehmen?

Ja. Das ist klar. Der Europameister will auch Weltmeister werden. Robert hat den WM-Titel zweimal erobert. Und aller guten Dinge sind drei.

Show-Training im Einkaufszentrum Nova Eventis: Sandra Atanassow, Europameister Robert Stieglitz, Jurgen Uldedaj und Dominic Böse lassen die Fäuste fliegen. (Bilder: Dirk Knofe)

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Wäre Stieglitz dann ein Konkurrent seines SES-Kollegen Dominic Bösel?

Ja. Aber in anderen Box-Ställen gibt es auch starke Boxer in der gleichen Gewichtsklasse. Klar scharrt Dominic mit den Hufen. Doch wir müssen daran denken, dass sich Bösel in der Blüte seiner Karriere befindet, während Stieglitz bereits den Herbst erreicht hat. Das ist nicht negativ gemeint. Robert ist noch immer ein klasse Boxer und Zuschauermagnet, wie es die hohe MDR-Einschaltquote bei seinem EM-Titelkampf gegen den Franzosen Mehdi Amar am 12. November 2016 beweist. Die beiden können sich im Training gegenseitig nach vorn treiben. Dominic kann noch von Robert lernen. Sicher ist: Gegeneinander kämpfen werden sie nie. Wir haben im Schwergewicht noch einen zweiten Fall mit zwei guten SES-Boxern einer Kategorie mit dem ungeschlagenen Junioren-Weltmeister Tom Schwarz und Agit Kabayel, dem aktuellen Europameister.

Es wird schon monatelang über den ersten WM-Kampf Bösels als Herausforderer geredet. Was ist es endlich so weit?

Zunächst muss der US-Amerikaner Andre Ward, amtierender Weltmeister der Versionen WBA, WBO und IBF, nach seinem umstrittenen Sieg gegen den Russen Sergey Kovalew noch einmal um den Titel kämpfen. Erst danach kann einer der drei Herausforderer, zu denen Bösel zählt, gegen den Sieger antreten. Deshalb strebt Bösel, der WBO/WBA-Interconti-Titelträger, auch den IBF-Interconti-Titel an, um in allen Ranglisten vorn zu sein. Schafft er das auch, würde es seine Chancen für die WM-Herausforderung erhöhen. Er befindet sich in der Warteschleife. Eine Entscheidung über den Herausforderer soll Mitte des Jahres fallen. Ob der WM-Kampf dieses Jahr noch stattfindet, ist nicht klar. Wir kennen aber zumindest dann den Fahrplan.

Harte Kost für Box-Laien. Zurück zum Samstag: Warum boxt Sandra Atanassow, die nicht zu SES gehört, um die Internationale Deutsche Meisterschaft?

Hinter Sandra steht kein Box-Stall. Sie war eine gute Kämpferin als Amateurin und hat auch jetzt im Profibereich neue Ziele. Sie ist eine starke Athletin. Ich habe ihr versprochen, dass sie mit dabei ist, wenn wir als SES in ihrer Heimatstadt Leipzig sind. Jetzt ist es so weit und ich habe mein Wort gehalten.

Am Wochenende war in Prag eine Gala Ihres Teams „Czech Republic“ mit Aushängeschildern wie Tom Schwarz. Nach Leipzig folgt am 22. April in Erfurt die nächste Gala mit dem Supermittelgewichtsknüller zwischen Arthur Abraham und Robin Krasniqi, einem Ihrer Stars. Droht angesichts der kurzen Zeitabstände eine Verwässerung Ihrer Galas?

Nein. Wir haben ein großes Team mit zwölf Profis. Die Jungs wollen boxen. Sie sollen sich entwickeln, um große Ziele zu verwirklichen. Wir sind im Besitz von großen Titeln, die verteidigt werden müssen. Wir haben auch Pflichtzeiten einzuhalten. Der Fight von Stieglitz muss bis zum 18. März stattgefunden haben. Außerdem ist das Interesse riesig. Wir haben hohe TV- Einschaltquoten und stets volle Hallen. Wir organisieren inzwischen zehn bis zwölf Veranstaltungen pro Jahr, die wir natürlich auch benötigen für Einnahmen, um das starke Team erhalten zu können.

Warum dürfen in Leipzig mit dem Deutschen Erkan Teper und dem Polen Mariusz Wach Boxer kämpfen, die nichts mit SES zu tun haben?

Die Akteure kommen aus Box-Ställen, die mit uns zusammenarbeiten. Und Schwergewichtskämpfe sind stets lukrativ fürs Publikum. Erst recht auf diesem Niveau. Teper ist ein Weltklassemann, der in den Ranglisten höchstplatzierte Deutsche. Sein Gegner Mariusz Wach hat nur zwei Kämpfe von 32 verloren. Davon einen im November 2012 gegen Wladimir Klitschko, gegen den er sogar über zwölf Runden gegangen ist.

Interview: Norbert Töpfer

Karten für die SES-Box-Gala über die LVZ-Tickethotline 0800 21 81 050 oder in der LVZ-Geschäftsstelle Peterssteinweg.

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