Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Sachsen-Beach in Leipzig: Siegertypen hart und herzlich

Volleyball Sachsen-Beach in Leipzig: Siegertypen hart und herzlich

Beim Sachsen-Beach spielen Asse und Anfänger und auch die Organisatoren wühlen mit. Mitten auf dem Augustusplatz in der Leipziger Innenstadt wird gebaggert und gepritscht.

Auf dem Bild Sandra Domann vom Team Team Harakiri mit Teampartnerin Marie Ackermann.

Quelle: Andre Kempner

Leipzig. Die Haare auf halb Acht, mindestens einen Drei-Tage-Bart im Gesicht, Sonnenbrille auf der Nase, lässig im bunten Norweger-Pullover in Surferschlappen über den Platz schlurfend. So sieht Deutschlands bester Mittelblocker aus. Philipp Collin heißt der Hühne, der, wenn es drauf ankommt, am Netz so hoch steigen kann, dass er am toten Punkt bis zur Brust über die Volleyball-Barriere illert. Das ist stattlich.

Und zwar so sehr, dass der 2,04 Meter-Kerl nicht nur das Trikot der Nationalmannschaft trägt, sondern sich auch im Ausland verdingen konnte. Mit Tours (Frankreich) holte er im April den Europapokal. In der kommenden Saison läuft er im Dress des FC Bayern München des Volleyballs – dem VfB Friedrichshafen – auf. Und zwischendrin? Da verdingt sich der 26-Jährige im Sand. Auf der Smart-Beach-Tour etwa oder Turnieren, die eine Nummer kleiner sind. So, wie das Masters an der „Costa Augusta“. Beim Sachsen-Beach ist der gebürtige Neubrandenburger ein alter Bekannter.
Collin spielte vor seiner Leistungsexplosion in Spergau, danach in Dresden.

Collin will den Masters-Titel verteidigen

Nun, Collin ist wieder in Leipzig. Und schickt sich an den Masters-Titel zu verteidigen. den gewann er im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem gebürtigen Chemnitzer Robin Gietzelt. Gegner damals war Maik Winkler (GSVE), der mit Marcus Popp startete und im Finale unterlag. Zu einer Neuauflage Collin vs. Winkler könnte es kommen.

Am Augustusplatz findet das Beachvolleyballevent SachsenBeach statt. Noch bis Montag treten die Teams ganztägig gegeneinander an.

Zur Bildergalerie

Die gab es bereits in Dresden beim Smart-Beach-Cup in der Quali. Da gewann der Leipziger Winkler mit Chris Warsawaski. Der allerdings geht angeschlagen in das Turnier, knickte sich vor einer Woche den Fuß um. „Es ist alles okay“, beschwichtigt der 24-Jährige. Im vergangenen Jahr wurde er in Leipzig Dritter. Folglich bleibt bei den Platzie-rungen der beiden nur ein Rückschluss übrig: „Entweder wir gewinnen oder werden Fünfter“, sagt Warsawski. Bei all der Alberei sollten die Beacher aber auch ein paar andere Schwergewichte der Szene auf der Rechnung haben. Etwa Niklas Rudolf, von den L.E. Volleys, der mit Peter Itzighehl startet und an Eins gesetzt ist. „Gottschall/Krüger sind für mich die Geheimfavoriten“, sagte Falk Köthen, der mit L.E.-Neuzugang Christopher Harpke startet. Was Jannik Kühlborn und Wieland im Sand zeigen, bleibt abzuwarten.

In der spielerischen Damenwelt möchten sich einige Ladies im Leipziger Sandkasten mit dem Titel schmücken. Nichts anderes im Sinn haben die Routiniers Sandra Peter und Fritzi Halwas von den Neuseenland-Volleys. Insgesamt kämpfen am Wochenende zwölf Frauen- und 16 Herrenprofiteams in Leipzig um ein Preisgeld von 2500 Euro.

Bei den Studenten wurde es eng

Eine enge Kiste spielte sich gestern Nachmittag beim Studenten-Mix-Turnier ab. Im Vorfeld hatten Julius Karoos (20) und Alexandra Kulik (27) als favorisiertes Team „Hart aber herzlich“ orakelt: „Es ist unser drittes gemeinsames Turnier. Zweite und Dritte sind wir schon geworden. Fehlt nur noch der Sieg“, lautete die Logik von Physik-Student Karoos, der sich ins neu aufgestellte Zweitliga-Team der L.E. Volleys hineingekämpft hat. Mit Powerfrau Alexandra, angehende Wirtschaftsingenieurin und aktiv beim SV Einheit Borna, vertrat der Beach-Boy auch schon öfter die Farben der Organisationscrew. Und schließlich hat die Arbeit bei jedweder Wetterlage für Dreieck-Marketing zusammengeschweißt.

Filmreif lief das Finale vor der Oper ab. „Hart aber herzlich“ hatte im „Benutzen-Sie-Sonnencreme“-Duo Mareike Börgel (L.E. Volleys) und Christof Jungnickel (Hobbyliga) einen ebenbürtigen Gegner. Mit Schluss-Sirene der entscheidenden 16-Minuten-Partie stand es 21:21. Noch ein Punkt bis zum Platz an der Sonne. „Julius macht ihn“, schmetterte Peter Pfefferkorn die Erfolgsmeldung durchs Mikro. Für die Podestbesteiger gab es allerlei Präsente, Urkunde und traditionell eine Sonnenblume sowie eine Flasche Original „Sachsen-Beach-Sand“.

Alexander Bley und Kerstin Förster

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr

Aktionslogo Sportlerwahl Landkreis Leipzig 2016

Kreissportbund Landkreis Leipzig, Sparkasse und Leipziger Volkszeitung suchten die besten Sportler 2016. mehr

Alle Wettquoten zu Spielen von RB Leipzig gibt es bei SmartBets.