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Sachsen Leipzig ist zurück – SG Leutzsch benennt sich um – Mitglieder müssen zahlen

Sachsen Leipzig ist zurück – SG Leutzsch benennt sich um – Mitglieder müssen zahlen

Die SG Leipzig Leutzsch ist schon wieder Geschichte. Der Verein aus dem Alfred-Kunze-Sportpark benennt sich in SG Sachsen Leipzig um. Das entschied die Mitgliederversammlung am Freitagabend im Gasthaus „Zur Sonne“ in Schkeuditz.

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VorstandssprecherJamal Engel. (Archivfoto)

Quelle: Norman Rembarz

Leipzig. „Viele Mitglieder konnten sich mit dem derzeitigen Namen nicht identifizieren“, sagte Vorstandssprecher Jamal Engel am Sonnabend gegenüber LVZ-Online. Nach der Löschung des FC Sachsen aus dem Vereinsregister 2011 war die SG LL neu entstanden und hatte das Spielrecht weitergeführt. Engel und seine Kollegen wollen mit dem Namenswechsel ehemalige Weggefährten zurückgewinnen. Die Resonanz sei gut, es gebe bereits viel Mailverkehr, so Engel.

Die Kosten für die Umbenennung will die SG LL in drei Stufen auf die rund 310 Mitglieder umlegen. Das habe die Versammlung am Freitag nach ausführlicher Diskussion so beschlossen, berichtete der Sprecher. Vollzahler im Verein werden einmalig mit 100 Euro belastet, Mitglieder mit ermäßigtem Beitrag zahlen 50 Euro und Kinder bis 16 Jahre werden mit 35 Euro zu Kasse gebeten. Engel weiß aber auch, dass es Härtefälle gibt. „Wir werden einen Pool anlegen“, kündigte er an. Mehrere Vereinsfunktionäre seien auch bereit, deutlich mehr zu zahlen. Sie übernähmen Patenschaften für sozial Schwächere. Im Klartext: Wer das Geld nicht aufbringen kann, müsse lediglich einen formlosen Antrag stellen.

Einen rechtlichen Konflikt wegen des Namens erwartet Engel nicht. Der nahezu identische Titel FC Sachsen Leipzig liegt noch immer bei Insolvenzverwalter Heiko Kratz. Er werde aber laut Engel in Kürze gelöscht. Die letzten drei Saisonbegegnungen will die SG LL noch unter ihrer alten Bezeichnung zu Ende spielen. In der neuen Spielzeit ist dann Sachsen Leipzig zurück.

Ziel sei es, im nächsten Jahr Stabilität zurückzubekommen. Trainer Dirk Havel solle Stück für Stück ein Team formen, das pro Halbserie 30 Punkte einspielen kann. Vom Aufstieg in die Oberliga wollte Engel noch nicht reden. Bei der SG LL laufen im Sommer eine ganze Reihe Verträge aus. Laut Engel haben elf Spieler einen Kontrakt auch fürs kommende Jahr.

Klärungsbedarf besteht noch an anderer Stelle. Nach einer Wildschweininvasion auf den Trainingsplätzen im Alfred-Kunze-Sportpark bewilligte das Sportamt einen Sonderzuschuss für einen neuen Zaun. Die Einfassung ist inzwischen teilweise fertig gestellt, allerdings noch nicht bezahlt. Das für den Zaun bestimmte Geld hat die SG LL nach Angaben Engels für die Sanierung eines Rasenplatzes verwendet.

„Das klingt jetzt vielleicht eigenmächtig, so haben wir aber größeren Schaden abgewendet“, argumentierte der Vorstandssprecher. Ohne die Reparatur hätten 40 Trainingseinheiten pro Woche auf nur einem noch verbliebenen Grün ausgetragen werden müssen. Dieser Platz wäre nach Ansicht Engels in kürzester Zeit auch noch ramponiert gewesen. Mit einem Gespräch im Sportamt solle der Konflikt nun schnell beigelegt werden.

Matthias Roth

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