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Sachsenpokal: Dynamo löst Aufgabe Zwenkau souverän - nächster Gegner RB Leipzig

Sachsenpokal: Dynamo löst Aufgabe Zwenkau souverän - nächster Gegner RB Leipzig

Fußball-Drittligist Dynamo Dresden hat am Dienstagabend in der Leipziger Red-Bull-Arena den Bezirkligisten VfB Zwenkau mit 5:0 geschlagen. Die Tore im Viertelfinale des Sachsenpokals erzielten Paul-Max Walther und Toni Leistner.

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Sachsenpokal in Leipzig: Dynamo Dresden besiegt den den VfB Zwenkau mit 5:0.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Die Partie sahen 1552 Zuschauer.

Vor den Augen des Trainers des kommenden Halbfinal-Gegners, RB-Übungsleiter Tomas Oral, lief Dynamo mit einigen Spielern aus der zweiten Reihe auf und zeigte trotzdem sofort den Klassenunterschied. Die Dresdner waren deutlich ballsicherer. Doch auch Zwenkau ließ teilweise den Ball gut laufen. Die VfBler zeigten zudem die grundlegenden Fußball-Tugenden: Sie liefen viel und kämpften. "Wir haben Leidenschaft gezeigt", sagte VfB-Trainer Mirko Hermann.

Der erste Aufreger für die Anhänger des Bezirkligisten nach sechs Minuten: VfB-Torwart Patrick Kutzner konnte einen Pass von rechts außen nicht festhalten, der Ball sprang am Fünfer auf, der Torhüter konnte sich ihn noch vor einem Dresdner Angreifer schnappen.

Dresden kam immer wieder schnell über die Außen, war jedoch nicht zwingend genug, bis ein steiler Pass in die Mitte die Zwenkauer Abwehr aushebelte. Dynamos Paul-Max Walther tauchte allein vor dem VfB-Torwart auf, umkurvte ihn und schob locker zur Führung ein (22. Min.).

Nur zwei Minuten später stahl er einem VfB-Mann das Leder vom Fuß und schoss es aus rund 14 Metern unter die Latte. "Wir haben gehofft, dass wir lange zu null spielen können. Doch der Doppelschlag war nicht gut für unsere Moral", stellte der VfB-Übungsleiter fest. Nach der 2:0-Führung gingen es die Drittligisten etwas ruhiger an und ließen zahlreiche gute Chancen ungenutzt.

Nach der Pause blieben die Gelb-Schwarzen aus der Landeshauptstadt spielbestimmend, doch der VfB kam gefährlich vor das Dresdner Tor. Ein Freistoß landete auf dem Fuß von Martin Hinz, der gleich abzog. Der Ball ging am Gehäuse vorbei. Wenig später musste Dynamo-Schlussmann Benjamin Kirsten in höchster Not vor VfBler Tom Gläßer retten (56.). "Ich musste teilweise lauter werden, weil wir schludrig gespielt haben", kommentiert Dynamo-Torwart Benjamin Kirsten die zweite Hälfte.

Der Dresdner Sascha Pfeffer, der sich insgesamt sehr agil zeigte, aber vor dem Tor zu nachlässig war, setzte sich in der 62. Minute durch, ließ die Zwenkauer Abwehrspieler stehen, schnippelte den Ball aus halblinker Position am rechten oberen Eck vorbei. Einen Wimpernschlag später rettete VfB-Torwart Kutzner glänzend mit dem Fuß - nur eine von zahlreichen Chancen, die gut löste. Die Partie hatte Fahrt aufgenommen.

Dann der Nackenschlag für die Männer aus der 9000-Einwohner-Stadt im Leipziger Umland: Eine Ecke landete auf dem Kopf von Toni Leistner. Die Kopfballabwehr auf der Linie misslang, somit stand es 3:0 für die Gäste. Sechs Minuten später war erneut Walther zur Stelle und machte seinen Hattrick. Der hatte aber noch nicht genug und traf wiederum drei Minuten später zum 5:0 (78.).

"Zurzeit läuft es gut - auch in der zweiten Mannschaft", sagte der vierfache Torschütze nach der Partie. "Er hat heute die Laufbereitschaft gezeigt, die ich von ihm verlangt habe", sagte der Dynamo-Trainer Ralf Loose. Konkreter wurde er zu Einsatzchancen für den vierfachen Torschützen in der Liga gegen Babelsberg allerdings nicht. Nur so viel: "Er ist ein Kandidat, den man reinwerfen kann." Seine Meinung zu Halbfinal-Gegner RB Leipzig? Die Konzentration gelte nun der Meisterschaft und nicht RB, so der Trainer. Walther witzelte hingegen: "Das geht 3:0 für uns aus."

Die Zwenkauer waren trotz der Niederlage sehr zufrieden. "Das Stadion, die Atmosphäre - das war absolut geil. Davon erzähle ich noch meinen Enkeln", sagte VfBler Robert Kratz. Auch der Präsident des kleinen Klubs war glücklich: "Das war das größte Spiel überhaupt für den Verein", sagte Silvio Krüger. Man werde zwar keinen Gewinn erzielen, aber auch nicht mit einem Minus aus der Pokalpartie gehen, was angesichts der Querelen um einen Austragungsort überraschend sei. Der sächsische Verband und die Polizei hatten dem VfB bedeutet, dass nur in der Red-Bull-Arena zu spielen sei, dann habe der Verband laut Krüger aber den Verein organisatorisch allein gelassen. Nur durch Sponsoren und die Arenabetreiber sei das Spiel möglich geworden.

Statistik

Mannschaftsaufstellung:

VfB Zwenkau

22 Patrick Kutzner, 2 M Schachtschneider, 3 Sascha Riedel, 6 Christopher Hitzschke, 9 Tom Gläßer, 10 Sven Fritzsching, 11 Christian Genzel, 13 Robert Kratz, 15 Martin Hinz, 16 Martin Korndörfer, 17 Andre Thieme

Dynamo Dresden

13 Benjamin Kirsten, 2 Marcel Wächter, 11 Gerrit Müller, 14 Maik Kegel, 19 Toni Leistner, 20 Thomas Franke, 21 Dennis Bührer, 23 Sascha Pfeffer, 28 Marcel Franke, 31 Paul-Max Walther, 40 Cristian FielAuswechslungen: Max Worbs für Fiel (46.) / Julien Spreda für Tom Gläßer (69.) / Gerrit Müller und Leistner raus, Martin Scholze und Yves Dießner rein / Fritzsching raus, Tino Kraus rein (71.) / Hinz raus, Robert Böttner rein (78.)

Schiedsrichter:

Benjamin Seidl

Gelb:

Fehlanzeige

Rot:

Fehlanzeige

Tore:

0:1 Walther (22.), 0:2 Walther (24.), 0:3 Leistner (69.), 0:4 Walther (75.), 0:5 Walther (78.)

Zuschauer:

1552

Michael Dick

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