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Sachsenring bleibt Grand Prix-Piste - Fans auf Hochtouren

Sachsenring bleibt Grand Prix-Piste - Fans auf Hochtouren

Der Sachsenring bleibt das Mekka des deutschen Motorradsport. Auch 2012 wird der Grand Prix auf der traditionsreichen Strecke ausgetragen, teilte ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk am Freitag an der Piste in Hohenstein-Ernstthal mit.

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Der Sachsenring bleibt das Mekka des deutschen Motorradsport. Auch 2012 wird der Grand Prix auf der traditionsreichen Strecke ausgetragen.

Quelle: dpa

Hohenstein-Ernstthal. Knapp 200 Fans waren erschienen, manche mit Sachsen-Fahnen und Transparenten.

Schon zuvor hatte sich die Nachricht mit Renngeschwindigkeit herumgesprochen: Der Große Preis von Deutschland am 8. Juli 2012 wird der 15. Moto-GP auf dem Sachsenring in Folge sein. 2012 hat die Rennstrecke ein Jubiläum. Dann wird der Sachsenring 85 Jahre alt.

Mit der Entscheidung geht zugleich eine wochenlange Hängepartie zu Ende. Am 13. September hatte die Nachricht vom Wegfall des Motorrad-Grand Prix auf dem Sachsenring die Stimmung bei den Fans ausgebremst. Der ADAC Sachsen als bisheriger Ausrichter des Großen Preises von Deutschland sagte den WM-Lauf ab, weil er die Kostenexplosion für die Organisation nicht tragen wollte.

WM-Vermarkter Dorna verlangt künftig für einen Grand Prix vier Millionen Euro. Das ist das Doppelte von dem, was bislang abgeführt werden musste. Der ADAC kann und wollte die Summe nicht allein stemmen, da der Grand Prix in den vergangenen zwei Jahren ein Defizit von jeweils 600 000 Euro zurückließ. Nun wird der GP von der SRM Sachsenring-Rennstrecken-Management GmbH und der ADAC Zentrale in München ausgerichtet.

Im Eifer des Gefechtes verkündete die SRM bereits am Freitagmorgen mit Sperrfrist, dass der Grand Prix auf dem Sachsenring langfristig - für mindestens fünf weitere Jahre - gesichert ist. Sicher ist das freilich nicht. Nach Aussagen von Tomczyk muss für die Jahre ab 2013 neu verhandelt werden. Viel hänge davon ab, wie das Rennen im kommenden Jahr laufe. SRM-Geschäftsführer Wolfgang Streubel, nebenbei auch parteiloser Bürgermeister der Anrainer-Gemeinde Gersdorf, rechnet mit bis zu 230 000 Fans. In den vergangenen zehn Jahren lag der Besucherdurchschnitt bei 210 000 Fans.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) war persönlich zum Sachsenring geeilt, um die frohe Botschaft unters Volk zu bringen. „Der deutsche Motorrad-Grand Prix gehört auf den Sachsenring", sagte er. Nebenbei outete sich der Ministerpräsident als Motorsportfan und zeigte sich spendabel. Denn der Freistaat will erforderliche Investitionen in die Rennstrecke mit bis zu 1,5 Millionen Euro bezuschussen. Bislang beziffert die SRM die Baukosten - vor allem für den Ausbau des Kiesbettes in zwei Kurven - auf etwa eine Million Euro. Auf alle Fälle müssen die hinter der SRM stehenden Kommunen 25 Prozent der Summe selbst tragen.

dpa

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