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Saison beendet: Leipziger Speerwerfer Häber kommt nach Thum nur als Zuschauer

Saison beendet: Leipziger Speerwerfer Häber kommt nach Thum nur als Zuschauer

Vergangene Woche stand er noch in der Startliste für den Werfertag an diesem Freitag in Thum (Erzgebirge), in der gestrigen aktualisierten Fassung war der Name Tino Häber dann gestrichen.

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Tino Häber

Quelle: Christian Nitsche

Eigentlich wollte der Speerwerfer vom SC DHfK im letzten Viertel der Saison noch einmal angreifen und sich nach dem sehr bescheiden verlaufenen Sommer zu rehabilitieren. Die derzeitigen Meetings - zum Beispiel die Diamond League morgen in Zürich oder das Istaf am Sonntag in Berlin - tragen seit Jahren den Untertitel WM-Revanche. Doch diese Chance nimmt der 30-Jährige nicht wahr - er hat die Saison abgebrochen und befindet sich bereits seit zwei Wochen im Urlaub. In Thum will er zumindest als Zuschauer auftauchen.

Gemeinsam mit Trainer Wolfgang Köhler entschied der frühere Zwickauer, das Wettkampfjahr früher zu beenden. "Es hätte nicht mehr gefruchtet, wenn ich noch einmal angetreten wäre. Einige Wehwehchen wie Fuß und Knie habe ich in diesem Jahr nie richtig in den Griff bekommen. Und kam auch noch die Schulter dazu", erklärte der Olympia-Achte, der zwölf Monate nach seiner stärksten Saison mit Final-Platzierungen in London sowie bei der EM in Helsinki wieder ein schwaches Jahr abhaken muss. Mit 78,78 m findet sich Häber nur auf Platz acht der nationalen Bestenliste wieder.

Als Grund nennt er nicht nur seine Blessuren. "Man muss auch sehen, dass gleich vier Wettkämpfe ausgefallen sind. Ich bin nie in den richtigen Rhythmus gekommen." Gleich zu Saisonbeginn bereitete er sich auf die Meetings in Doha und Shanghai vor. "Ich hatte das Training darauf ausgerichtet. Plötzlich hieß es, ich bin doch nicht dabei. Dann sind noch die Veranstaltungen in Jena und Schönebeck abgesagt worden. Und bei den übrigen Wettkämpfen hatte ich meist widrige Bedingungen", so der DHfK-Mann, der im EM-Jahr 2014 wieder angreifen und sich zum Beispiel den Sachsenrekord vom Dresdner Lars Hamann (84,20 m) zurückholen will. Zunächst hofft Häber, dass er im Bundeskader bleibt, um Trainingslager auch künftig finanzieren zu können. Dazu müsste er auch im zweiten Jahr nach London einen Olympia-Bonus erhalten, der im deutschen Sportsystem nicht selbstverständlich ist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.08.2013

Frank Schober

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