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Schalke-Spiel bringt 70.000 Euro für Lok Leipzig – Rox wird Trikotsponsor für einen Abend

Schalke-Spiel bringt 70.000 Euro für Lok Leipzig – Rox wird Trikotsponsor für einen Abend

1730 Lok-Fans sorgten dafür, dass ihr Lieblingsverein gegen den Bundesligisten FC Schalke 04 spielen darf. Heute Abend ist es soweit: Ab 17.30 Uhr werden 4999 Zuschauer das seit Wochen ausverkaufte Bruno-Plache-Stadion zum Beben bringen.

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Pressekonferenz vor dem Spiel: Lok Leipzig empfängt am Abend Schalke 04 im Bruno-Plache-Stadion.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Der letzte Platz wurde am Sonntagabend für 1520 Euro von einem Fan bei Ebay ersteigert. Er darf beim Spiel neben Trainer Hänsel sitzen und mit ihm zu Abend essen.

Fast 18 Jahre ist es her, dass sich der ehemalige VfB Leipzig und der FC Schalke 04 beim Kampf um den DFB-Pokal auf dem Spielfeld gegenüberstanden. Damals gingen die Leipziger mit 1:0 vom Platz. Dass seine Mannschaft die Niederlage von 1995 wieder wettmachen kann, stellt Lok-Trainer Carsten Hänsel nicht in Frage. „Vielleicht sind wir besser als die Mannschaft, gegen die Schalke am Samstag gespielt hat“, sagte er am Montag vor dem Spiel. Am Wochenende unterlag der Verein Al-Sadd aus Katar den Spielern aus Gelsenkirchen haushoch mit 0:9.

Die Generalprobe vor Saisonbeginn

Gerhard Zuber, Sportlicher Direktor von Schalke, will das Spiel gegen die Leipziger auf jeden Fall sehr ernst nehmen. Für seinen Verein ist es der letzte Test vor dem Saisonbeginn. Schalke startet mit dem DFB-Pokal-Spiel am kommenden Montag gegen den Oberligisten FC Nöttingen 1957 in die neue Spielzeit. „Lok ist vom Leistungspotential ein ähnlicher Gegner wie Nöttingen“, so seine Einschätzung.

Für die Leipziger hingegen ist das Spiel gegen den Drittliga-Absteiger SV Babelsberg am Sonntag der Startschuss für die Saison. „Ich hoffe, dass Babelsberg nicht so stark ist wie Schalke“, sagte Trainer Carsten Hänsel. Für den heutigen Abend verspricht er ein „Spiel für die Fans“. Er hofft auf ein „richtiges Fußballfest“, bei dem das Wetter auch mitspielt, und weiß, dass solch ein Freundschaftsspiel nicht alle Tage stattfindet: „So oft spielt man nicht gegen einen Champions-League-Teilnehmer.“

Beide Vereine werden in voller Garnitur antreten, sodass alle Spieler die Möglichkeit bekommen, jeweils gegen die gegnerische Mannschaft anzutreten. Alexander Jobst, Marketing-Vorstand von Schalke, sieht Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Vereinen. „Die Vereine haben eine enorme Tradition, Leidenschaft und eine unglaubliche Fanbasis.“

Lok hätte viermal so viele Tickets

verkaufen können

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Gerhard Zuber, Sportlicher Direktor von Schalke, will das Spiel gegen die Leipziger auf jeden Fall ernst nehmen. „Lok ist vom Leistungspotential ein ähnlicher Gegner wie Nöttingen“, so seine Einschätzung.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Dank der starken Fanbasis der Gelb-Blauen ist es überhaupt zu dem Spiel gekommen. 4000 Flyer wurden gedruckt, um die Fans zu mobilisieren, beim Gewinnspiel mitzumachen. Es hat geklappt: Gegen 831 Amateurvereine konnte sich Lok durchsetzen. „Gegen Leipzig ist kein Kraut gewachsen. Es war von Beginn an der Verein, der es am besten geschafft hat, seine Fanbasis zu aktivieren“, sagte Klaus Gruber, vom Wettportal „bet-at-home.com“, der die Aktion ins Leben gerufen hat.

Dass das Spiel im „Wohnzimmer“ der Probstheidaer stattfindet, ist für René Gruschka eine Selbstverständlichkeit. Der Leipziger Verein hätte sich bewusst dafür entschieden, das Spiel im Bruno-Plache-Stadion auszutragen und nicht im Zentralstadion, wo sie viermal mehr Karten hätten verkaufen können. „Das hatten wir unseren Fans versprochen“, sagte der Präsidiumssprecher. Aufgrund der sächsischen Versammlungsstättenordnung sei die Zahl der Zuschauer dort jedoch auf 5000 begrenzt. „Wir hätten auch ins Zentralstadion gehen können, aber das hätte enorme Kosten verursacht, die wir den Fans nicht zumuten wollten“, räumte er ein. Trotzdem geht Gruschka davon aus, dass die Stimmung heute Abend super ist.

Energy-Drink-Hersteller ist einmaliger Trikotsponsor

Das Spiel ist ein Glücksfall für den wirtschaftlich angeschlagenen Verein. Laut Heiko Spauke, Präsident des 1. FC Lok Leipzig, würden 70.000 Euro in die Kassen gespült. Zehn Prozent seiner Schulden könne der Verein damit begleichen. Die Energy-Drink-Marke „Rox“ wird heute Abend Sponsor der Leipziger Mannschaft sein. Einen Hauptsponsor hat der Verein bislang allerdings immer noch nicht finden können. Eine Marketing-Aktion soll das ändern. Vom 1. August bis zum 19. September können Unternehmen, Vereine und natürliche Personen für 1000 Euro Lose erstehen und sich auf diese Weise mit etwas Glück auf den Trikots der Spieler verewigen. Damit erhofft sich der Verein Einnahmen von mindestens 50.000 Euro. „Traumhaft wäre, wenn wir 100.000 Euro für die Brust bekommen würden“, hofft Heiko Spauke.

Felix Forberg

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