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Schattenseite des Boxens: Lokalmatador Sparborth landet im Krankenhaus

Schattenseite des Boxens: Lokalmatador Sparborth landet im Krankenhaus

Es sollte der große Abend des Lokalmatadors Steffen Sparborth werden. Doch statt im "Kampf meines Lebens" sich mit einem Sieg gegen den jungen Kölner Deniz Ilbay (18) einen Vertrag beim renommierten Boxstall SES zu sichern, wurde der Weltergewichtler mit der Trage aus dem Ring transportiert.

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Nach dem K.o. schwer gezeichnet: Lokalmatador Steffen Sparborth.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Mit dem Schlussgong der sechsten und letzten Runde war der Eilenburger nach einer Schlagserie an den Kopf K.o. gegangen und erlitt eine Gehirnerschütterung. Er liegt zur Beobachtung im Krankenhaus. "Mir geht es ganz gut, ich habe noch Kopfschmerzen. Dienstag bin ich hoffentlich wieder draußen. Schade, ich habe soviel auf den Kampf gesetzt."

Sein junger Kontrahent diktierte das Geschehen von Beginn an. Der 28-Jährige, bis zum Sonnabend ebenfalls unbesiegt, deckte ungenügend, so dass Ilbay ihn mit seinen Schlägen regelrecht zermürbte. Sparborth wehrte sich gegen die Niederlage, gab alles, schien aber im Laufe des Fights überfordert.

"Er hatte einige schwere Wirkungstreffer kassiert, einer hat ihn richtig erwischt", erklärte Christof Hawerkamp, PR-Manager vom Veranstalter SES. Sparborth ging nach dem Abbruch allein in die Ringecke, rutschte dann aber plötzlich auf dem Hocker zusammen und wurde deshalb in die stabile Seitenlage gebracht. "Er hatte Wahrnehmungsstörungen", erinnerte sich Hawerkamp, der allerdings nicht sagen konnte, ob der Eilenburger nach dem K.o. stets bei Bewusstsein war. Heute wird sich Sparborth noch einer Abschlussuntersuchung unterziehen, um bleibende Schäden auszuschließen.

Auch SES-Chef Ulf Steinforth bedauert das traurige Ende für den Probanden. "Ich habe vorher stets betont, dass es knallhart wird für ihn. Wir haben ihm die Chance gegeben, offenbar war der Kölner für ihn eine Nummer zu groß. Nach diesem Kampf können wir Steffen aber keinen Vertrag geben."

Diese Probleme hat Dominic Bösel nicht. Der Halbschwergewichtler aus Freyburg verteidigte in einem rassigen Fight seinen Junioren-Weltmeistertitel gegen den provokant auftretenden Italiener Mirko Ricci einstimmig nach Punkten. Bösel muss seinen WM-Gürtel nun niederlegen, weil er am 24. Oktober 24 Jahre alt wird. "Das war ein schwieriger Kampf für Dominic, aber er hat ihn sehr gut gemeistert", freute sich SES-Coach Dirk Dzemski. "Ich habe mich an die Vorgaben meines Trainers gehalten und hatte nicht den Eindruck, dass mir Ricci gefährlich werden kann", ergänzte Bösel. Norbert Töpfer

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.10.2013

Norbert Töpfer

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