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Schlammschlacht bei den Dresdner Eislöwen: Konzept für Sanierung droht zu platzen

Schlammschlacht bei den Dresdner Eislöwen: Konzept für Sanierung droht zu platzen

Gerade erst hatten sich die Eislöwen-Fans über die erteilte Lizenz, neue Verträge mit der Stadt und Freiberger als einer der Hauptsponsoren gefreut, da ist schon wieder Schluss mit lustig.

Dresden. Es gibt Knatsch und wohl auch neue finanzielle Schwierigkeiten. Nachdem Manager Steffen Ziesche das Handtuch geworfen und dies vor allem mit erheblichen Differenzen gegenüber der Geschäftsleitung begründet hatte (DNN berichtete), ohne allerdings Details zu nennen, holten die Eislöwen-Verantwortlichen in einer Presseerklärung zum Rundumschlag gegen Ziesche aus. Dem 38-Jährigen wird vorgeworfen, er sei seiner „Tätigkeit, wie im Vertrag vereinbart, in den Sommermonaten nicht nachgekommen". Außerdem habe er Verträge unterzeichnet, „wozu er keinerlei Berechtigung besaß" und er sei nicht mit dem Herzen bei der Sache gewesen. Das ließ der Berliner nicht auf sich sitzen, gestern gab sein Anwalt Patrick Meinhardt dazu eine Erklärung ab, in der den Vorwürfen massiv widersprochen wird. So habe er sich einen Rechtsbeistand genommen, nachdem die BG bei ihm mit einem fünfstelligen Betrag im Rückstand war. Die von der BG als „Abfindung" bezeichnete Summe sollte vielmehr als Ausgleich „für die weitere Koordinierung der Kooperation mit der EHC Eisbären Management GmbH und der zu diesem Zeitpunkt noch möglichen Unterstützung bei der Saisonplanung der Eislöwen bis in den Herbst" dienen. Mehrmalige Versuche Ziesches, mit Geschäftsführer Matthias Broda zu sprechen, seien ihm verwehrt worden. Bereits am 25. Juni habe man sich dann auf einen Aufhebungsvertrag ohne die sogenannte Abfindung geeinigt. Diese Vereinbarung sei dann kurzfristig von Broda zurückgenommen worden. Auch zu weiteren Vorwürfen, die rufschädigend und ehrverletzend seien, wird in der Erklärung Stellung bezogen. Der Rechtsanwalt, der der „Geschäftsführung und der Person, die in Wirklichkeit die Belange der BG regelt", mangelnde Proffessionalität und Ehrlichkeit vorwirft, betont zudem, dass er weitere Gläubiger gegen die BG vertritt, die insgesamt Gelder in Höhe von 70000 Euro einklagen. Außerdem erwähnt Patrick Meinhardt das „Gerücht, dass die geplante Kapitalerhöhung eines Gesellschafters der BG in fast gleicher Höhe nicht erbracht werden konnte". Nach DNN-Recherchen bestätigte sich: Die vor Wochen als große Vorleistung der privaten Gesellschafter bezeichnete Kapitalerhöhung ist geplatzt, es fehlt frisches Kapital. Aufsichtsratschef Christian Domschke gesteht: „Ja, diese Kapitalerhöhung ist vorerst gescheitert, weil ein Gesellschafter zurückzog. Das wurde aber durch Bürgschaften abgesichert, sonst hätten wir keine Lizenz bekommen." Stellt sich die Frage: Wie reagiert die Stadt, wenn a) die Kapitalerhöhung nicht wie angegeben stattfand und b) der sportliche Teil des vorgelegten Sanierungskonzeptes, das die Kooperation mit den Eisbären unter Leitung Ziesches beinhaltete, nicht mehr den Tatsachen entspricht? Sven Mania, kommissarischer Leiter des Sportstätten- und Bäderbetriebes, gab sich gestern erstaunt: „Diese Informationen müssen wir erst einmal prüfen. Sollte sich das bestätigen, werden wir sehen, inwieweit das bei uns vorliegende Sanierungskonzept umgesetzt werden kann." ESCD-Präsident Peter Micksch ärgert die Schlammschlacht: „Das richtet großen Schaden für den Dresdner Eishockeysport an", betont er, „Als Verein bedauern wir den Weggang von Steffen Ziesche sehr. Wir hatten mit ihm einen sehr guten Partner für den Nachwuchs."

Astrid Hofmann

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