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Schluss mit Bundesliga-Volleyball in Leipzig? L.E. Volleys bangen um die Lizenz

Schluss mit Bundesliga-Volleyball in Leipzig? L.E. Volleys bangen um die Lizenz

Leipzigs Bundesliga-Volleyballer bangen um die Lizenz für die kommende Saison. Wie die L.E. Volleys am Mittwoch mitteilten, sei der Verein momentan nicht in der Lage, bis zum Stichtag am 1. Mai die Lizenz für die kommende Saison in der zweiten Bundesliga zu beantragen.

Leipzig. Grund sei ein überraschend abgesprungener Sponsor, der bisher ein Fünftel Etats getragen hatte.

„Wir würden bei den aktuellen Sponsoring-Zusagen ein unkalkulierbares Risiko eingehen und den gemeinnützigen Bereich des Vereins samt Nachwuchs gefährden. Dafür sind wir nicht angetreten und werden keine weitere Insolvenz im Leipziger Sport befördern“, so Club-Präsident Wiesinger. Erst im März 2009 hatte der Vorgängerverein, der VC Leipzig, in der ersten Bundesliga Insolvenz anmelden müssen. Die L.E. Volleys wurden danach gegründet, um die Nachwuchsausbildung und den Bundesliga-Volleyball in der Stadt zu erhalten. Jetzt droht der endgültige Verlust des Spielrechts, Leipzigs Volleyballer wären in der Regionalliga gelandet.

Der diesjährige Etat von 50.000 Euro sei extrem eng gewesen. Nur neun Spieler, ein enger Zeitplan, Wiesinger sprach gegenüber LVZ-Online von einem Tanz auf der Rasierklinge, der kein zweites Jahr möglich sei. Daher müsse der Etat zwingend um 50 Prozent gesteigert werden, um eine ordentliche Saison zu spielen. Und für den finden sich keine Sponsoren, die Deckungslücke für die kommende Saison betrage etwa 50.000 Euro. "Der Standort Leipzig ist schwierig", so Wiesinger weiter. Zu viele Vereine würden um zu wenige engagierte Sponsoren kämpfen. Die "Randsportart" Volleyball fiele da schnell hinten runter.

Bis zum 1. Mai wolle man nun alles versuchen, doch noch die notwendigen Gelder zusammenzukratzen. Die aktuelle Saison sei in jedem Fall sicher, es gehe ausschließlich um die kommende Spielzeit. Ohne Zusagen werde man aber kein Risiko eingehen. „Es wäre auch dem Team gegenüber nicht fair, einen erneuten Ritt auf der Rasierklinge zu wagen, bei dem am Ende vielleicht selbst die kleinen Aufwandsentschädigungen für die Spieler nicht mehr gezahlt werden können und der Verein auf unrühmliche Weise mitten im Saisonbetrieb aufgeben müsste“, so Wiesinger weiter.

Viele Spieler wären im Abstiegsfall weg. Einige seien Studenten, die durch Volleyball ihr Studium finanzieren, diese würden wohl Leipzig verlassen, fürchtet Wiesinger. Das Bundesliga-Heimspiel am Sonnabend (20 Uhr, Grube-Halle) gegen Vizemeister Rottenburg könnte damit das letzte Spiel für Leipzig im Bundesliga-Volleyball sein. Die Mannschaft verspricht jedoch, in jedem Fall um den noch möglichen dritten Platz in der Liga zu kämpfen. "Das sind wir unseren Fans und uns selbst gegenüber schuldig“, sagte Trainer Steffen Busse.

„Wir hatten Spaß und es war ein tolles Bundesliga-Jahr. Wir haben die Heimspielsaison mit einem Sieg in der Grubehalle begonnen und wollen sie mit einem Sieg in der Grubehalle beenden“, so Busse weiter. „Die Saison war lang und bedingt durch den kleinen Kader hat sie an den Kräften gezehrt. Dennoch dürfen die Zuschauer eine kämpferische Leipziger Truppe erwarten, die während der ganzen Saison nicht einmal aufgegeben und sich die Sympathien der Leipziger Volleyball-Gemeinde erarbeitet hat. Schade, wenn damit Schluss sein sollte.“

Stephan Lohse

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