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Schwierige Premiere für die Mitteldeutschen Meisterschaften der Leichtathleten

Schwierige Premiere für die Mitteldeutschen Meisterschaften der Leichtathleten

Die Veranstalter vom 1. LAC Dessau mühten sich redlich, es gab einige Topleistungen, doch insgesamt litt die Premiere der Mitteldeutschen Meisterschaften unter den allgegenwärtigen Problemen in der ostdeutschen Leichtathletik: Die Teilnehmerfelder sind oft zu klein und viele Spitzenathleten fehlen ganz oder sind derweil bei anderen hochkarätigen Wettkämpfen am Start.

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Gehörte zu den Lichtblicken in Dessau: der Leipziger Speerwerer Tino Häber.

Quelle: Christian Nitsche

Dessau. „Wir hatten rund 170 Starter und es gab einige schöne Ergebnisse“, sagte Dieter Winter, Vizepräsident Leistungssport beim Leichtathletik-Verband Sachsen-Anhalt.

Unter anderem sorgte die Kugelstoß-Elite aus Thum mit Candy Bauer und Christina Schwanitz für die Höhepunkte im Dessauer Paul-Greifzu- Stadion. Bauer wäre mit seiner Siegerweite von 19,88 Meter bei der gleichzeitig stattfindenden Team-Europameisterschaft in Stockholm immerhin Vierter geworden. Und die beiden besten Speerwerfer der Mitteldeutschen Meisterschaft, Tino Häber aus Leipzig und der Magdeburger Björn Lange, blieben mir ihren Weiten von 76,66 bzw. 76,06 Meter auch nicht weit hinter der Stockholm-Leistung von Matthias de Zordo, der mit 77,86 Meter Platz vier für Deutschland belegte.

Erklärtes Ziel der drei Mitteldeutschen Landesverbände ist es nun, ihre neuen Titelkämpfe zu etablieren und auf das Niveau der Süddeutschen und Norddeutschen Meisterschaften zu bringen. „2012 ist nach jetzigem Planungsstand Borna der Gastgeber“, erklärte Winter. Der Termin ist auch schon fixiert. Am 2. Juni und damit zwei Wochen vor den Deutschen Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid sollen sich die besten Sportler aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt südlich von Leipzig zur zweiten Auflage der Mitteldeutschen Meisterschaften treffen.

Das zuvor noch einiger Abstimmungsbedarf besteht, zeigt ein Blick auf den Rahmenterminplan des Leichtathletik-Verbandes Sachsen (LVS). Der hat 2012 seine Landesmeisterschaften ý die in diesem Jahr nur noch mit einem Notprogramm in Eilenburg stattfanden ý auf Mitte Juni und damit auf den gleichen Termin wie die Deutsche Meisterschaft gelegt. Damit ist sicher, dass kein sächsischer Spitzenathlet daran teilnehmen wird. „Wir haben bei uns in Sachsen-Anhalt die Landesmeisterschaft in diesem Jahr bereits gestrichen, auch aufgrund der neuen Mitteldeutschen Meisterschaften“, sagte Winter.

Der Thüringer Leichtathletik-Verband toppte die geplante Konzentration auf Dessau jedoch noch, indem er zur gleichen Zeit seine Landesmeisterschaften in Leinefelde austrug - mit Mini- Teilnehmerfeldern und wenigen Spitzenathleten. „Den Thüringern ist ein billiger Titel wohl wichtiger als eine leistungsstarke Konkurrenz“, ärgerte sich Sachsen-Anhalts Landestrainer Wolfgang Thier bereits im Vorfeld über die wenigen gemeldeten Athleten aus Thüringen. So gab es durch Astrid Hartenstein vom 1. SV Gera auch nur einen einzigen Meistertitel für den Thüringer Leichtathletik-Verband.

Die Top-Vereine aus Sachsen und Sachsen-Anhalt teilten die Mehrzahl der Goldmedaillen unter sich auf. Der LV 90 Thum aus Sachsen war mit sechs Titeln vor den Halleschen Leichtathletik-Freunden und dem LAZ Leipzig mit jeweils fünf Meistern der erfolgreichste Verein.

Christian Kluge, dpa

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