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Sensation ist perfekt: Icefighters stehen im Playoff-Viertelfinale

6:4 gegen Duisburg Sensation ist perfekt: Icefighters stehen im Playoff-Viertelfinale

Die Icefighters Leipzig sind nach dem dritten Sieg gegen den Favoriten aus Duisburg in das Viertelfinale der Playoffs eingezogen. 2000 Fans sangen am Freitagabend: „Wir sind stolz auf unser Team, Hallelujah“.

Icefighters besiegen Duisburg 6:4 und stehen nun im Playoff-Viertelfinale.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Um 22.27 Uhr brechen alle Dämme. Sechs Sekunden sind noch zu spielen, 2000 Fans haben nach einem unglaublichen Eishockey-Match Herzrasen und gefährlich hohen Puls, da trifft Florian Eichelkraut ins leere Tor der Duisburger zum 6:4. Es ist nach dem 1:0, 1:0, 2:6 der dritte Sieg der Leipziger in der Serie „Best of 5“ und bedeutet das Aus des Oberliga-Tabellenersten und großen Favoriten Duisburg. Es ist eine Sensation. „Wir sind stolz auf unser Team, Hallelujah“, stimmen die Fans spontan einen Gospel an. Im Viertelfinale geht es nun für die Icefighters gegen Regensburg, los geht’s am Dienstag in Bayern, Gründonnerstag ist Heimspiel.

Aber was ist das für ein Eishockey-Abend, Prädikat unvergesslich. Die Fans bekommen ein extrem intensives, packendes und hochklassiges Match geboten – vielleicht dass beste, das in der Fexcom-Arena je zu sehen war. Auf jeden Fall das heißeste. Es gibt kein Abtasten, keine Vorsicht, kein geruhsames „ins Match finden“. Beide Teams geben von Beginn an Vollgas, schon das erste Drittel ist allererste Sahne. Duisburg macht Druck, Leipzig hat die besseren Chancen.

Erst scheitern Damian Martin (2.), Patrick Fischer (9.) und Michal Psurny (14.) an Füchse-Goalie Sebastian Stefaniszin. Dann gibt es doch noch die Belohnung für den starken Start. Ein Lehrbuch-Treffer: Fantastisches Solo von Hannes Albrecht rund ums Duisburger Tor, Zucker-Querpass auf Brad Snetsinger, der netzt cool ein. Der Jubel hat sich noch nicht gelegt, kommt schon die kalte Dusche. In Unterzahl (!) schafft Lars Grözinger nach einem blöden Puckverlust der Leipziger für die Füchse den Ausgleich.

Icefighters besiegen Duisburg 6:4 und stehen damit im Playoff-Viertelfinale.

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Durchgang zwei beginnt mit einem Feuerwerk - die Icefighters haben mehr Feuer. Florian Eichelkraut vollendet eine schöne Kombination zum 2:1, 100 Sekunden später erhöht Michal Psurny mit einem hammerharten Schlagschuss auf 3:1. Jetzt brechen alle Dämme, die Leipziger spielen wie entfesselt, das Match wird zum Puls-200-Spiel. In 4:3-Überzahl schaffen die Füchse wieder den Ausgleich, nun überstürzen sich die Ereignisse. Erst verletzt sich Chad Niddery böse am Knie, Duisburgs Star muss ins Krankenhaus. Dann trifft Raphael Joly zum 3:3, alles geht wieder vorn vorn los. Doch es gibt kein Durchatmen. Wieder legt Leipzig vor: Wieder trifft Florian Eichelkraut, 4:3, nun droht das Match überzukochen. Es gibt Nickligkeiten, kleine Keilereien, unverstandene Schiri-Entscheidungen, es ist laut. Und die Fans treffen mit dem Klassiker „Duisburg ist nervös“ den Nagel auf den Kopf. Leipzig in Unterzahl, Patrick Fischer ist hellwach, spitzelt einem „Fuchs“ den Puck ab und landet mit der Scheibe im Tor. 5:3 - die Halle tobt.

Dass die Gäste im Schlussdrittel aus allen Rohren schießen würden, auf alles treten, was sich bewegt, wie es Leipzigs Coach Sven Gerike ankündigte, war klar. Knapp fünf Minuten hält das IFL-Bollwerk, dann trifft Maik Schmitz zum 5:4, das Match steuert Richtung Wahnsinn. Die letzte Viertelstunde wird verdammt lang... Dass es eine Abwehrschlacht wird, ist klar, und Betonung liegt auf Schlacht. Als sich jeder Icefighter gefühlte zehn Mal in einen Schuss geworfen, Duisburg schon lange den Goalie vom Eis genommen hat und die Uhr noch sechs Sekunden zeigt, da ist Eichelkraut zu Stelle. „Das war heute reine Willenssache. Ich kann nur den Hut davor ziehen, wie sich unsere Mannschaft in dieser Serie verkauft hat“, sagt Gerike: „Unsere Reise geht weiter. Gegenüber Duisburg empfinde ich keine Häme, aber so sind Playoffs.“

Tore: 1:0 Snetsinger (16.), 1:1 Grözinger (18.), 2:1 Eichelkraut (24.), 3:1 Psurny (26.), 3:2 Grözinger (27) 3:3 Joly (29.), 4:3 Eichelkraut (35.), 5:3 Fischer (39.), 5:4 Schmitz (45.), 6:4 Eichelkraut (60.)

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