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Sicherheits-Euro: Leipziger Oberligisten lehnen Sonderabgabe bei Risikospielen ab

Sicherheits-Euro: Leipziger Oberligisten lehnen Sonderabgabe bei Risikospielen ab

Die drei Leipziger Fußball-Oberligisten halten nichts von einem Sicherheitseuro bei Risikospielen. Genau das hatte Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) im Interview mit der Leipziger Volkszeitung gefordert.

"Ich bin mit dem sächsischen Fußballverband und den Vereinen im Gespräch, um über einen Sicherheitseuro deutlich zu machen, dass Risikospiele auch einen besonders hohen Preis haben", sagte er.

Der erhöhte Eintrittspreis soll sichtbar auf die Tickets gedruckt werden. Die Höhe des Zuschlags könne dabei von Spiel zu Spiel schwanken. Ihm gehe es darum, so Ulbig, "dass über die normalen Fans, die dann auch für Risikospiele mehr zahlen müssten, der Druck auf die Vereine deutlich erhöht wird“.

Steffen Kubald, Vorsitzender des 1. FC Lok, glaubt, dass der Sicherheitseuro den Fans nicht zu vermitteln ist. „Wir müssen die Derbys ohnehin alle im Zentralstadion austragen“, sagte Kubald. Dort zahlten die Lok-Anhänger bereits zwei Euro mehr als im Bruno-Plache-Stadion.  Eine weitere Erhöhung des Eintrittsgeldes lasse sich nicht durchsetzen.

Das glaubt auch Lars Ziegenhorn, Vorstandssprecher beim Ligakonkurrenten FC Sachsen. „Das ist für unsere Fans nicht darstellbar“, meinte er. Ziegenhorn glaubt, dass der Sicherheitseuro dem FC Sachsen 500 bis 1000 Zuschauer pro Spiel kosten würde. Der Vorstandschef sieht noch ein weiteres Problem: Zu den Risikospielen reisten regelmäßig „Event-Rabauken“ an. Laut jetzt vorliegendem Sicherheitsbericht für die Begegnung gegen den 1. FC Lok am Ostermontag seien zahlreiche Anhänger aus dem Umfeld des Halleschen FC, von Dynamo Dresden und dem BFC Dynamo vor Ort gewesen. Dafür dürften nicht die Fans der Leutzscher zur Kasse gebeten werden.

Hans-Georg Felder, Sprecher von Rasenballsport Leipzig, führt ein weiteres Argument gegen die Zusatzabgabe an. „Die Vereine zahlen bereits mit ihren Mitarbeitern kräftig Steuern“, sagte er. Dieses Geld müsse für die Polizeieinsätze ausreichen. Er nannte die Idee des Innenministers einen „mutigen Plan“, räumt ihr aber keine Chancen ein. Diese Abgabe werde zwischen Polizei und den Bundesligaklubs schon seit längerer Zeit erfolglos diskutiert.

Vereine und Beamte müssten aber auch künftig für sichere Spiele eng zusammenarbeiten. RB könne, wie die anderen Klubs auch, nur im Stadion für Ordnung sorgen, so Felder. Vor den Sportstätten müsse die Polizei übernehmen, da dürften die privaten Sicherheitsdienste gar nicht tätig werden, weil das Hausrecht an den Toren ende.

Matthias Roth

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