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Sicherheits-Katalog gegen eigene Ultras – Lok Leipzig reagiert nach Feuer im Stadion

Sicherheits-Katalog gegen eigene Ultras – Lok Leipzig reagiert nach Feuer im Stadion

Brennende Banner und Pyrotechnik während des Spiels: Die Verantwortlichen des 1. FC Lok Leipzig haben nach den Flammen im Bruno-Plache-Stadion am vergangenen Freitag reagiert und am Montag einen Sicherheitskatalog vorgelegt.

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Das Feuer im Bruno-Plache-Stadion hat Konsequenzen für die Ultras von Lok Leipzig.

Quelle: Bernd Scharfe

Leipzig. Demnach ist Pyrotechnik in der Probstheidaer Sportanlage wieder generell verboten. Beim Testspiel gegen den Halleschen FC hatten Zuschauer in der zweiten Halbzeit Feuerwerkskörper gezündet und dabei auch eine Blockfahne direkt vor dem Dammsitz in Brand gesetzt.

Ultras aus Halle und Leipzig bereiteten einige Tage vor der Begegnung eine gemeinsame Choreografie in der Ballspielhalle neben dem Stadion vor. „Erst kurz vor dem Spiel erlangte der Verein Kenntnis davon, dass das Abbrennen von Pyrotechnik geplant war“, berichtete Lok-Sprecher René Gruschka. Nach Absprache mit der Polizei sei dies auch geduldet worden, um Eskalationen zu vermeiden. „Wir müssen eingestehen, als 1. FC Lok Leipzig Fehler begangen zu haben“, betonte Gruschka nun. Auch ein Spiel zwischen Vereinen mit Fanfreundschaften berge Gefahren in sich.

Leipzig. Konsequenzen ziehen will das Präsidium des 1. FC Lok nach den Vorkommnissen am vergangenen Freitag im Testspiel gegen den Halleschen FC. Chaoten hatten während der Partie Pyrotechnik gezündet, was zu einer Spielunterbrechung führte. "Eine Ausnahmeregelung Pyrotechnik wird es bei uns nicht mehr geben", sagte Lok-Präsident Heiko Spauke.

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Choreografien und Fanclubfahnen teilweise verboten

Um den Brandschutz im Bruno-Plache-Stadion zu erhöhen, haben Präsidium und Aufsichtsrat einen Sieben-Punkte-Plan verabschiedet. Neben einem generellen Verbot von Pyrotechnik will der 1. FC Lok auch die Einlasskontrollen verschärfen und die Zahl der Ordner erhöhen.

Im Bereich des Dammsitzes und der Tribüne seien ab sofort alle Choreografien verboten. In diesem Stadionabschnitt dürften am Zaun und an der Tribünenbrüstung auch keine Fanclubfahnen mehr angebracht werden.

Banner von Vereinen, die nichts mit den spielenden Mannschaften zu tun hätten, seien künftig ebenfalls untersagt, teilte der Regionalligist mit. „Wenn Lok gegen Erfurt spielt, haben Symbole von Halle nichts bei uns zu suchen“, nannte Gruschka ein Beispiel. Der Verein wolle seine Konzepte für Heimspieltage bis zum Saisonstart weiter überarbeiten.

"Entgegenkommen des Vereins wurde ausgenutzt“

„Vom Verhalten der Ultrafans sind wir enttäuscht. Das Entgegenkommen des Vereins wurde ausgenutzt“, so Gruschka weiter. Deshalb werde die Ballspielhalle nicht mehr den Anhängern zur Verfügung gestellt. Zudem dürften die Fans auch nicht mehr ihren Verkaufsstand auf dem Stadiongelände betreiben. Die Ultras müssten außerdem zurück vom Dammsitz in die „Fankurve 1966“ im Bruno-Plache-Stadion ziehen.

Der Lok-Vorstand will die Verursacher des Brandes vom Freitag mit einem bundesweiten Stadionverbot zur Rechenschaft ziehen. Dafür werde derzeit Videomaterial ausgewertet.

Matthias Roth

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