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Sicherheitsgipfel: Fußballvereine dürfen bei Risikospielen künftig Zuschlag kassieren

Sicherheitsgipfel: Fußballvereine dürfen bei Risikospielen künftig Zuschlag kassieren

Die Gewalt auf den Rängen sächsischer Fußballstadien ist in den vergangenen drei Jahren zurückgegangen. Dieses Fazit zog der „Fußball-Sicherheitsgipfel“ am Montag in Dresden.

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Pyrotechnik, wie zuletzt beim Spiele zwischen Lok Leipzig und dem FSV Zwickau, soll aus den Stadien verschwinden.

Quelle: Christian Nitsche

Dresden. Innenminister Markus Ulbig (CDU) sprach von einer deutlich besseren Situation. Der Präsident des Fußballverbandes im Freistaat, Klaus Reichenbach, wollte aber keine Entwarnung eben.

„Ich warne davor, dass das ein Selbstläufer ist“, sagte er mit Blick auf den Trend. Sachsen stehe nicht mehr im Mittelpunkt, es gebe aber weiter eine gewaltbereite Szene. Am Sicherheitsgipfel nehmen neben Polizei, Bundespolizei und Fußballverband auch Vereine und Fanprojekte teil.

Bei sogenannten Risikospielen soll nun auf jedes Ticket ein Sicherheitszuschlag erhoben werden können. Vereine können das aber selbst entscheiden. Die Höhe des Zuschlages steht noch nicht fest. Früher waren schon einmal 1 bis 3 Euro im Gespräch. Die zusätzlichen Einnahmen sollen nicht dazu dienen, den Polizeieinsatz mitzufinanzieren.

Vielmehr können die Vereine damit mehr Ordner engagieren oder einen Shuttle-Service für die Fans der gegnerischen Mannschaft vom Bahnhof zum Stadion und zurück einrichten. Als Risikospiele gelten in der 2. Bundesliga zum Beispiel brisante Ost-Derbys.

Nach einer Polizeistatistik ist die Zahl der Hooligans in Sachsen relativ konstant. Sie werden in Kategorie B (gewaltgeneigte Fans) und C (gewaltsuchende Fans) eingeteilt. Dresden führte in der vorherigen Saison mit 490 B-Fans und 75 C-Fans die Rangfolge an. Der FC Erzgebirge Aue steht mit 200 beziehungsweise 45 zu Buche. Dem 1. FC Lok Leipzig werden die meisten C-Fans zugerechnet (80), hinzu kommen 150 bis 200 B-Fans. Beim FSV Zwickau und FC Sachsen Leipzig liegt das Verhältnis von B- zu C-Fans bei etwa 100 zu 40. Der Chemnitzer FC hat 60 bis 80 gewaltgeneigte Anhänger und 20 bis 30, die Gewalt geradezu suchen.

Laut Innenministerium gab es in der vergangenen Saison 558 Strafverfahren nach Straftaten bei Fußballspielen. In der Spielzeit zuvor waren es 602. Die Palette reicht von Widerstand gegen Beamte bis hin zu Sachbeschädigung, Volksverhetzung und Landfriedensbruch.

Der Anteil sonstiger Strafververfahren, unter die auch das Zündeln mit Pyrotechnik fällt, nahm von 296 Fällen in der Saison 2009/2010 auf 361 in der letzten Spielzeit allerdings stark zu. Ulbig stellte noch einmal klar, das Pyrotechnik im Stadion nichts zu suchen hat. Da würden mitunter „Körperöffnungen genutzt, die für den Transport von Pyrotechnik eigentlich nicht vorgesehen sind“.

dpa

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