Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Slalom: Erster Weltcup-Erfolg für Kajakspezialist Paul Böckelmann

Slalom: Erster Weltcup-Erfolg für Kajakspezialist Paul Böckelmann

Er war jahrelang der Mann für die guten vorderen Plätze. Doch als Siegertyp fiel Paul Böckelmann nie so richtig auf, wenn es drauf ankam. Das hat sich am Sonnabend geändert.

Leipzig. Nach den Plätzen drei und zwei in den vergangenen Jahren - unter anderem war er Vize-Europameister 2012 - gewann der Kajakspezialist vom Leipziger KC trotz einer Erkältung den Heim-Weltcup der Slalomasse in Augsburg.

Das fehlende Sieger-Gen war ihm auch Ende April bei der EM- und WM-Qualifikation zum Verhängnis geworden. Paul Böckelmann paddelte immer konstant in der Spitze mit. "Mir fehlte aber einfach der Nullwert", so der 25-Jährige, der als Nummer vier zwar Olympiasieger Alexander Grimm bezwang, aber das EM- und WM-Ticket knapp verpasste. Denn nach dem aktuellen System werden Siegleistungen mit Platzziffer null statt eins besonders honoriert - auch bei minimalem Vorsprung. Doch Böckelmann konnte keines der vier Rennen in Markkleeberg und Augsburg gewinnen.

So blieb ihm der Weltcup als seine große Chance. Der aus Dresden stammende Blondschopf zeigte, dass er nicht von ungefähr als großer Augsburg-Spezialist gehandelt wird. Am Eiskanal kennt sich der Sachse bestens aus. Sowohl als Soldat der Sportfördergruppe als auch als Student hatte der Sachse zuletzt stets seinen Lebensmittelpunkt am Bundesleistungszentrum in Schwaben.

Am erfolgreichen Wochenende für den LKC ließ Cindy Pöschel gestern im K1 noch die Plätze drei im Einzel und eins mit der Mannschaft folgen. Es war nach Cardiff ihre zweite Podestplatzierung in acht Tagen, dabei paddelte die angehende Landespolizistin sogar die schnellste Zeit aller zehn Finalistinnen. Doch aufgrund von vier Strafsekunden schaffte sie nicht ganz das oberste Podest.

Jan Benzien zeigte sich am Sonnabend sehr enttäuscht, als er mit seiner Familie beim Eisessen abzuschalten versuchte. Die Chancen auf eine Top-Platzierung im Gesamtweltcup hat der Europameister so gut wie verspielt. Vor Wochenfrist stand er in Cardiff noch im C1-Finale, wo sein Risiko nicht belohnt wurde und der 30-Jährige am Ende ein Tor verpasste. "Das kann passieren, wenn man gewinnen will."

Aber in Augsburg traf ihn das Ausscheiden im Halbfinale hart, zumal er sich auf sein Fahrgefühl absolut nicht verlassen konnte. "In der Qualifikation habe ich mich langsam gefühlt und war überraschend Zweiter. Im Semifinale war es leider umgekehrt." Benzien habe keinen schweren Fehler gemacht, aber die Ideallinie von Anfang bis Ende verfehlt. Dies summierte sich.

Umso besser lief es am Sonntag im C2 mit Franz Anton, wo das LKC-Duo mit der zweitbesten Finalzeit glänzte, aber wegen einer Berührung auf Platz vier zurückfiel. "Das ist ärgerlich, sonst war unsere Fahrt absolut in Ordnung. Ich hoffe, wir bekommen nun endlich mehr Konstanz hinein", sagte Benzien. Immerhin holten die sechs deutschen C2-Paddler im Team als Zweite noch eine Medaille, ehe es schon weiter zum nächsten Weltcup nach Spanien ging.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.07.2013

Frank Schober

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr

Alle Wettquoten zu Spielen von RB Leipzig gibt es bei SmartBets.