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Slalom in Markkleeberg: Drei Tickets je Bootsklasse

Slalom in Markkleeberg: Drei Tickets je Bootsklasse

Drei Wochen nach dem internationalen Saisonhöhepunkt im Kanupark Markkleeberg trifft sich die deutsche Slalom-Elite an diesem Wochenende am gleichen Ort zum nationalen Highlight vor den Toren von Leipzig: Rund 160 Paddler kämpfen um die Tickets für die Europa- und Weltmeisterschaften der Erwachsenen, U23 und Junioren sowie um Startplätze für den Weltcup.

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Mathias Westphal (l.) und Paul Jork vom Leipziger Kanuclub paddeln um Weltcup-Startplätze sowie das Ticket zu EM und WM.

Quelle: André Kempner

Zwischen den beiden großen Kanuslalom-Zentren Deutschlands geht es ziemlich gerecht zu. Während Markkleeberg im Vorjahr das große Finale um die Olympiafahrkarten ausrichten durfte (mit Happy End für die Lokalmatadoren David Schröder und Frank Henze sowie der hauchdünnen Niederlage von Jan Benzien), geht es diesmal auf sächsischem Wasser um eine gute Ausgangsposition. Die Entscheidung, wer die deutschen Farben bei der EM im Juni in Krakow sowie der WM im September in Prag vertreten darf, fällt am 28. April auf dem Augsburger Eiskanal. Bis dahin stehen vier Wettkämpfe auf dem Programm, von denen für jedes Boot die besten drei Rennen in die Wertung eingehen. Diese erfolgt nach Platzziffern, wobei Siege mit Ziffer 0 statt 1 aufgewertet werden.

Die ganz große Dramatik ist in diesem Jahr zwar aus der Qualifikation heraus, weil sich in jeder Kategorie die besten drei Boote qualifizieren können, während es in London für alle Nationen maximal einen Startplatz gab. Dennoch gibt es in den meisten Einer-Rennen eine knallharte Ausscheidung. Bei den Kajaks spricht der Olympiadritte Hannes Aigner aus Augsburg mittlerweile von zehn Top-Athleten auf Augenhöhe - einer von ihnen ist der Leipziger Paul Böckelmann, der davon überzeugt ist, sich gegenüber dem fast winterlichen Saisonstart zu Ostern wie jedes Jahr deutlich steigern zu können. Bei den Frauen will LKC-Kollegin Cindy Pöschel im Kanupark den Grundstein für eine erfolgreiche Quali legen.

Vier Top-Kandidaten für drei Plätze - so lautet die Konstellation bei den Canadier-Männern. Die Leipziger Jan Benzien und Franz Anton zeigten sich vor drei Wochen schon gut in Schuss. Doch sie haben es mit dem Olympiazweiten Sideris Tasiadis (Augsburg) sowie Vizeweltmeister Nico Bettge (Magdeburg) zu tun.

Favoriten sind Anton/Benzien im ausgedünnten Feld der C2-Duos, wo mit den Olympiateilnehmern Schröder/Henze (LKC) sowie den Vorjahreszweiten Behling/Becker (Schkopau) zwei Top-Boote aus gesundheitlichen Gründen ausfallen. Zudem haben die Hallenser Becker/Henze, Olympiazweite von 2004, aufgehört. Hier ergibt sich die große Chance für die Leipziger Mathias Westphal/Paul Jork (LKC) sowie Eric Mendel/Alexander Funk, die für "Funkers" Heimatclub Bad Kreuznach paddeln. Allerdings gibt es Richtung WM eine Kampfansage von Frank Henze, der sich vor dreieinhalb Wochen die Schulter ausgekugelt hat. "Ich lasse mich nicht operieren. Wenn die Behandlung gut anschlägt, könnte ich Ende Juli wieder fit sein. Das ist mein Kampfziel", sagte der 36-Jährige. Über eventuelle Ausnahmen und eine zweite Quali-Chance entscheidet der Trainerrat Ende April.

Nur drei Starterinnen gibt es im Frauen-C1. Diese Klasse drängt spätestens 2020 ins olympische Programm. "Die drei Damen sind nicht automatisch qualifiziert. Wir entscheiden nach Leistung", sagte Cheftrainer Michael Trummer. Dennoch stehen die Chancen für Lena Stöcklin (LKC) sehr gut, mit einer soliden Quali alle Tickets zu lösen.

Zeitplan (Sonnabend/Sonntag identisch):

9 Uhr: Qualifikation K1/C2 Männer, C1 Frauen

11.15 Uhr: B-Finale K1/C2 Männer, C1 Frauen

12.18 Uhr: A-Finale K1/C2 Männer, C1 Frauen

13.15 Uhr: Pause

14.30 Uhr: Qualifikation K1 Frauen, C1 Männer

16.15 Uhr: B-Finale K1 Frauen, C1 Männer

16.52 Uhr: A-Finale K1 Frauen, C1 Männer

17.45 Uhr: Siegerehrung

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.04.2013

Frank Schober

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