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Spannung vor Volleyball-Derby Engelsdorf gegen Grimma

Spannung vor Volleyball-Derby Engelsdorf gegen Grimma

Wenn Lahme plötzlich gehen, Blinde sehen und gar "Tote" wieder auferstehen, muss im nächsten Moment Jesus winkend um die Ecke kommen - oder ein heißes Derby anstehen.

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Eins, zwei oder drei? Punkten ist die Devise des Engelsdorfer-Trios Sandra Peter, Ronny Lederer und Denise Schmidt (v. l.), dass einst in Grimma aktiv war.

Quelle: Alexander Bley

Engelsdorf. Ausnahmsweise ist zweiteres am Sonnabend der Fall. Da hauen sich die Volleyball-Diven aus Engelsdorf und Grimma die blau-gelben Kugeln um die Ohren. 18.30 Uhr beginnt der Zweit- liga-Blockbuster der ziemlich besten Freundinnen mit definitiver Herzschmerz-Garantie im Volleyball-Spielhaus namens Sporthalle Gymnasium Engelsdorf.

"Kleine Neckereien eingeschlossen", gibt Sandra Peter zu, die in der vergangenen Saison noch für den VV Grimma ans Netz ging. Aber welche Zeilen da genau ausgetauscht werden, bleibt ein Geheimnis. Dennoch dürfte der rege sein. Schließlich dampft die Lokomotive der Randleipziger auch dank fünffacher Grimma-Power. Neben dem 27-jährigen Schmetterling Sandra Peter ist Nora Ebert seit dieser Saison mit von der Partie. Sandra Kirsche, Denise Schmidt und Coach Ronny Lederer machen bereits seit 2012 Dampf bei der Lok.

Im Umkehrschluss haben die VV-Mädels seitdem Sandra Kinne und Tanita Königsheim in ihren Reihen, selbst der Co-Trainer Jan Zangrando tauschte die Seiten. Bei diesem Bäumchen-wechsel-dich-Spiel ist die nächste Antwort der Mädels klar, was denn das Derby so besonders macht: "Man kennt sich", sagt Sandra Peter, "wir sind gute Freundinnen." Bei so viel (Pardon!) Gefühlsduselei muss Lok-Trainer Ronny Lederer dazwischen gehen: "Auf dem Spielfeld mit Sicherheit nicht!" Wenigstens einer, der ein wenig kratzen und beißen will.

Sein Gegenüber in Grimma, Darko Despotovic, trägt die Herangehensweise selbstredend schon im Namen. "Keiner sollte leugnen, dass das einfach ein normales Spiel ist", sagt er trocken, " für Mannschaft, Trainer und Spieler, besonders für die Mädels sowie Ex-Mädels, ist es eine brisante Partie. Aber im positiven Sinn." Für den ehemaligen VfB-Spieler, Markranstädter und Bitterfelder Trainer ist der Ausgang der Partie völlig offen. "Es gibt keinen Favorit", sagt der 45-Jährige.

Das sehen die Zweitliga-Frischlinge aus Engelsdorf natürlich allesamt anders. "Grimma ist deutlich Favorit", befeuert der Lok-Coach den gegnerischen Kessel. Sandra Peter setzt noch einen drauf: "Der VV muss gegen uns gewinnen, sonst ist dort die Hölle los." Klar, was dem Denise Schmidt anfügt: "Es gibt immer einen Favoriten. Die Rollen sind klar verteilt. Wir stehen auf dem vorletzten Platz."

Damit hat die 26-Jährige den wunden Punkt benannt. Sechs Punkte konnte der SV bisher einfahren. Ansonsten gab es Magerkost. Dagegen ist der mehrfache Zweitligameister von der Mulde Fünfter der Südstaffel. Der Sechser-Siegesserie folgte eine Flaute, die seit drei Spielen anhält. Verletzungen und Krankheiten nagten an der eh schon schmalen Besetzungsdecke. Selbst Despotovic musste wegen eines Bandscheibenvorfalls zwei Spiele passen. Aber wenn ein Derby ansteht, passieren bekanntermaßen die unglaublichsten Dinge, die im Volksmund als Wunderheilungen bezeichnet werden. Schon zu Beginn der Saison soll Sandra Kinne gesagt haben: "Egal was ist, Hauptsache am 6. Dezember bin ich fit."

Trotz der klaren Tabellensituation glaubt Lederer an eine Überraschung. "Wir müssen jeden Punkt, jeden Satz mitnehmen", peitscht der 31-Jährige seine Mädels an. Die felsenfest davon überzeugt sind, dass sie das Ding emotional reißen können. "Jedenfalls können wir frei aufspielen", ist sich Sandra Peter sicher, die vor dem Derby erstaunlich gelassen bleibt. Mal sehen, wie das im Spiel ist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.12.2014

Alexander Bley

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