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Spezialist für Aufstiege sucht neuen Job - Ex-Lok-Trainer Lisiewicz macht Platz für Sadlo

Spezialist für Aufstiege sucht neuen Job - Ex-Lok-Trainer Lisiewicz macht Platz für Sadlo

Vielleicht sollte sich Rainer Lisiewicz ins Guinnessbuch der Rekorde eintragen lassen. Der 63-Jährige schaffte in der abgelaufenen Saison seinen siebten Aufstieg als Coach.

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Fünf Jahre ein Erfolgs-Duo: Trainer Rainer Lisiewicz (l.) und Co. Uwe Trommer.

Quelle: Rembarts

Mit Union Sandersdorf wurde er souveräner Zweiter der Verbandsliga Sachsen-Anhalt, was normal nicht reicht. Doch Meister Haldensleber SC verzichtet auf den Sprung nach oben, sodass die Sandersdorfer in der nächsten Saison in der Oberliga spielen werden.

Lisiewicz gilt als Erfolgstrainer, er stieg viermal mit dem 1. FC Lok Leipzig auf, einmal mit Merseburg 99 und dem SV 1919 Grimma und nun mit Sandersdorf. Doch seine Freude darüber ist getrübt, denn sein Vertrag bei Union wurde völlig überraschend nicht verlängert. "Ich habe mich schon sehr gewundert. Auch weil der Großteil der Mannschaft gesagt hat, dass die Jungs gern mit mir als Trainer weitergemacht hätten. Ich weiß aber, dass im Hintergrund einige Leute gegen mich waren", erklärt der Fußball-Lehrer, der einst mit dem 1. FC Lok zehn Jahre in der Oberliga, damals die höchste Spielklasse in der DDR, spielte. Und zwar erfolgreich: Mit den Probstheidaern schaffte er 1973/74 den Sprung ins Halbfinale des Uefa-Cups, scheiterte erst an Tottenham Hotspur, traf zuvor gegen AC Turin (2:1) und Fortuna Düsseldorf (3:0) jeweils zur 1:0-Führung.

Zu seinem Aus in Sandersdorf hält er sich bedeckt. "Ich hatte dort zwei schöne Jahre. Deshalb macht es keinen Sinn nachzutreten. Ich schaue lieber nach vorne und hoffe, einen Klub zu finden, der Aufstiegsambitionen hat. Die Liga ist egal. Wenn ich pendeln muss, ist das auch kein Problem." Angebote für solche Ausgaben habe er schon. "Ich gehe aber nicht irgendwohin, um gegen den Abstieg zu kämpfen. Perspektive muss da sein."

Wie beim 1. FC Lok, mit dem er 2004 in der elfthöchsten (!) Klasse begann. Mit diesem Klub wurde er als Oberliga-Neuling erst in der Saison 2008/09 gebremst, als Meuselwitz sich den Titel schnappte. Die Zeiten in Probstheida seien die schönsten gewesen. "Als Trainer war der Oberliga-Aufstieg nach der Relegation gegen Schönberg im Zentralstadion das Größte. Wir hatten keine Übermannschaft, die Jungs hatten einfach eine klasse Moral."

Dass Mike Sadlo, der später auch Lok betreute, sein Nachfolger in Sandersdorf wird, sei kein Problem. "Das ist uninteressant. Ich habe bei Union meinen Job gemacht und bin stolz auf den Aufstieg", erklärt Lisiewicz, der sich auch Spiele von RB anschaut: "Ich nutze die Chance, um mir interessante Teams anzusehen. Feind des neuen Leipziger Klubs bin ich nicht, aber auch kein Fan. Mein Herz wird immer für den 1. FC Lok schlagen. Eigentlich ist in Leipzig Platz für zwei große Vereine. Ich hoffe, dass Lok ihn in Zukunft einnehmen kann."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.06.2013

Norbert Töpfer

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