Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Sponsoring-Kampagne für Leipziger Olympia-Sportler gestartet

Auftakt in der LVZ-Kuppel Sponsoring-Kampagne für Leipziger Olympia-Sportler gestartet

Unter dem Motto „Business Champion – Wirtschaft trifft Sport“ wurde am Montagabend eine Kampagne, um bis zu Olympia 2016 1000 Firmen zur Unterstützung von Sportlern aus Leipzig zu gewinnen, gestartet. Eine Million Euro an Geld und Sachspenden lautet das Ziel.

Unter dem Motto „Business Champion – Wirtschaft trifft Sport“ wurde am Montagabend eine Kampagne, um bis zu Olympia 2016 1000 Firmen zur Unterstützung von Sportlern aus Leipzig zu gewinnen, gestartet.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Alle olympischen Wege führen nach Rio. Die hoch angebundene Brasilien-Tour im Zeichen der Ringe 2016 haben auch 35 Leipziger Top-Athleten im Visier, Mitbringsel in Form von Edelmetall sind klar definiert. „Sechs Medaillen sind das Ziel, und eine sollte mindestens golden sein“, gibt Winfried Nowack den Kurs vor. Der Chef des Leipziger Olympiastützpunktes (OSP) hofft in Vorbereitung des Sommerspektakels mit hiesigen Spitzenkräften auf mehr Schub durch die Wirtschaft.

Genau dieses Anliegen wurde in der voll besetzten LVZ-Kuppel vom Netzwerk Concept4Sport, dem OSP mit Unterstützung der Industrie- und Handelskammer thematisiert. Unter dem Motto „Business Champion – Wirtschaft trifft Sport“ startete eine Kampagne, um bis zu den Spielen 1000 Firmen zur Unterstützung von Siegertypen aus L.E. zu gewinnen. Der ehrgeizige Masterplan sieht vor, 1 Million Euro an Geld und Sachspenden locker zu machen.

Unter dem Motto „Business Champion – Wirtschaft trifft Sport“ wurde am Montagabend eine Kampagne, um bis zu Olympia 2016 1000 Firmen zur Unterstützung von Sportlern aus Leipzig zu gewinnen, gestartet. Eine Million Euro an Geld und Sachspenden lautet das Ziel. (Fotos: Christian Modla)

Zur Bildergalerie

„Wir wollen Netzwerke zusammenbringen, die voneinander profitieren. Das Geld soll dabei nicht pauschal verteilt werden, sondern in fünf konkrete Projekte fließen“, informierte Concept4Sport-Geschäftsführer Karsten Tornow. Gefördert werden laut Tornow das Olympiateam Rio, das Sportmuseum, die Talentsichtung, Behindertensport sowie in einer Kategorie Sportler, Teams und Vereine. Als Paradebeispiel in der großen Leipziger Sportlandschaft nannte er den SC DHfK (erfolgreichster Sportverein der Welt – rekordgeprüft) und fügte an, dass eine einvernehmliche Kooperation mit dem Riesen wünschenswert wäre. Dieser hatte gestern für seinen „Club Rio“ eine Partnerschaft mit der Messe bekannt gegeben.

Die Säge klemmt an zahlreichen Stellen. „Es gibt zwar viele Förderer aus öffentlicher Hand, aber das reicht nicht“, betonte Ex-Ringer Nowack, der für den medial unterrepräsentierten olympischen Sport mehr Gehör und Hilfe fordert. „Unsere Athleten haben nicht die Möglichkeit, sich wie Fußballer oder Handballer alle 14 Tage vor Heimkulisse zu präsentieren und Sponsorenpflege zu betreiben.“

Freundliche Worte für die Initiative fanden Sportbürgermeister Heiko Rosenthal und der Ex-Profifußballer Steffen Freund, ehe die Podiumsdiskussion mit bekannten Gesichtern aus der sächsischen Sport- und Wirtschaftsszene startete. Der ehemalige Weltklasseradler Jens Fiedler etwa erzählte von seinen Erfahrungen als Vertriebler in einem Chemnitzer Energieunternehmen. Dort halfen ihm nach eigenen Angaben auch die Eigenschaften, die ein Spitzensportler mitbringen muss: Ehrgeiz, Disziplin und Fairness.

Slalomkanute Jan Benzien, seines Zeichens mit Franz Anton frischgebackener Weltmeister im C2, betonte, dass in seiner Sportart keine Millionensummen wie im Fußball nötig sind. „Wir sind schon happy, wenn uns jemand ein Boot sponsert“, sagte der Wahl-Leipziger, „das kostet nur 2000 Euro.“ Sein Werben war prompt erfolgreich, Hartmut Bunsen (Messeprojekt) erklärte sich zur Finanzierung eines Kanus bereit.

Und schließlich lud Karsten Günther die versammelte Zuhörerschaft zum Besuch der nächsten Partie seiner DHfK-Handballer am Sonntag gegen Eisenach ein. „Da wollen wir wieder die Leipziger Power demonstrieren“, kündigte der Geschäftsführer an. In seiner Nische, wie Günther es nannte, fühlt er sich pudelwohl: „Wir können zwar nicht mit Auftritten in der Sportschau werben, aber dafür haben wir unser Firmenrafting. Das macht viel mehr Spaß.“

Die erstmals vergebenen Wirtschafts-Preise in Glaspokal-Form einer Flamme erhielten für außergewöhnliches Engagement: Katarina Witt (Sportmuseum), Hartmut Bunsen (Sponsoring), SC DHfK Handball (Management), Mathias Reuschel (Networking), Robert Harting (gesamtdeutscher Sport), Steffen Göpel (Charity Projekte/Sponsoring).

Kerstin Förster und Christian Dittmar

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport

Wählen Sie den Sportler, die Sportlerin und die Mannschaft des Jahres 2016. Hier online abstimmen! mehr

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr