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Fast 4000 Teilnehmer beim Leipziger Stadtlauf – Clart und Cierpinksi vorn

Quer durch die City Fast 4000 Teilnehmer beim Leipziger Stadtlauf – Clart und Cierpinksi vorn

Bestes Wetter und ausgelassene Stimmung beim Leipziger Stadtlauf: 3870 Teilnehmer gingen am Sonntag in der Leipziger City an den Start. Den Hauptlauf über zehn Kilometer gewannen Laura Clart und Falk Cierpinksi.

Tausende Sportler gingen auf die fünf und zehn Kilometer langen Strecken durch die Leipziger City.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Erst am Freitagabend hatte er sich entschieden, doch mitzulaufen, nachdem ihn sein Trainingspartner Fabian Borggrefe überredet hatte. Am Sonntag stand Falk Cierpinski dann pünktlich vor dem Startschuss zum Zehn-Kilometer-Rennen des 16. Leipziger Stadtlaufs auf der Matte.

Für den gebürtigen Hallenser, Sohn der Marathonlegende Waldemar Cierpinski und selbst seit Jahren einer der besten Deutschen über die 42,195 Kilometer, war es erst der zweite Stadtlauf an der Pleiße, der von Sportscheck und BMW präsentiert wird. Normalerweise sind dem Langstreckenläufer die Zehn-Kilometer-Wettbewerbe zu kurz.

Tausende begeisterte Läufer verwandelten Leipzigs City am Sonntag in ein Meer aus Orange. Zum Sportscheck Stadtlauf wurden insgesamt 3870 Teilnehmer gezählt. Laura Clart und Falk Cierpinksi siegten im Hauptlauf über die Zehn-Kilometer-Distanz. Fotos: Christian Modla

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Gerade jedoch befindet sich der 37-Jährige in der Tempo-Phase seiner Vorbereitung auf den Berlin-Marathon, der in zwei Wochen über die Bühne geht. „Jetzt stand ich vor der Entscheidung, die Zehn-Kilometer-Einheit alleine oder vor Publikum zu laufen“, sagt Cierpinski. „Da war klar, was ich wähle.“ Und so absolvierte der Mann von der SG Spergau seine Einheit einfach vor rund 5000 Zuschauern in der Leipziger Innenstadt.

Hitze machte Läufern zu schaffen

Für Cierpinski, mit einer Bestzeit von 29 Minuten über die zehn Kilometer ausgestattet, war es tatsächlich nur ein lockerer Aufgalopp für das große Ziel Berlin-Marathon. Nach 31:02 Minuten trabte er über die Linie am Markt, 44 Sekunden vor Lokalheld Vincent Hoyer vom LFV Oberholz, der wiederum Vorjahressieger Fabian Borggrefe auf den dritten Rang verwies.

Die drei Athleten sind aber gute Freunde, Hoyer gönnte Cierpinski den Sieg. „Gegen Falk zu verlieren, ist keine Schande“, meinte der Leipziger, immerhin auch mehrmaliger Sieger des Skatstadt-Marathons in Altenburg. Auch Borggrefe, beim Regenrennen vor einem Jahr noch ungefährdeter Erster, war nicht enttäuscht über seinen Bronze-Platz. „Ich bin froh, Falk überredet zu haben“, sagte der 43-Jährige, der wie sein Vorbild aus der Saalestadt stammt. „Nur die Zeit hätte hinten raus etwas besser sein können.“

Daran, dass die Läufer alle nicht ihre Bestmarken erreichten, war vor allem ein Gegner schuld: die Hitze. Über 25 Grad erreichte das Thermometer am Mittag in der Sonne, neben den Hobbysportlern schwitzten auch die Profis ordentlich.

21-jährige Deutsch-Kanadierin am Schnellsten

So verpasste auch Kathrin Bogen ihr Titeljubiläum. Bereits vier Mal hatte die Leipzigerin, vom Moderator als „schnellste Rechtsanwältin Deutschlands“ angekündigt, den Stadtlauf gewonnen. Den fünften Sieg verhinderte ein Krampf, den sich die 44-Jährige – in Führung liegend – nach der ersten Runde einhandelte.

Sport Scheck Lauf mit dem 1,5km DAK-Kinderlauf und dem Schlingel am Start.

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Am Ende kam die zweifache Mutter mit einer Zeit von 40:30 Minuten ins Ziel – mehr als drei Minuten mehr als noch vor einem Jahr. „Vielleicht habe ich einige Kurven zu rasant genommen“, mutmaßte Mutter Bogen, deren sportive Kinder Bianca und Rico diesmal nur zur Anfeuerung erschienen waren.

Die schnellste Frau beim Stadtlauf könnte vom Alter her auch zum Bogenschen Anhang gehören. Nur 21 Jahre hat Laura Clart auf dem noch jungen Buckel, seit Kurzem gehört die Deutsch-Kanadierin, die seit sieben Jahren in der Messestadt wohnt, zum Bundeskader für den Marathon. Noch jünger war allerdings die Zweitplatzierte: Als zum Jahrgang 1999 Gehörende hätte Lydia Kummich noch in der U18-Altersklasse mitlaufen können. Ihre Zeit von 40:00 wirkt allerdings schon ziemlich erwachsen. Insgesamt überwanden 3870 Teilnehmer ihren inneren Schweinehund und erlebten auf den verschiedenen Strecken einen sportlichen Sonntag.

Christian Dittmar

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