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Stadt Jena kann nicht für FC Carl Zeiss bürgen

Stadt Jena kann nicht für FC Carl Zeiss bürgen

Die Stadt Jena kann dem angeschlagenen Fußball- Drittligisten FC Carl Zeiss nicht aus seiner Finanznot helfen. Dem Thüringer Verein fehlen für die neue Saison Gelder in einer Höhe von 1,463 Millionen Euro, die bis zum 4. Juni beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) in Frankfurt mit Hilfe von Bürgschaften, Krediten und Sponsorenverträgen nachgewiesen werden müssen.

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FC Carl Zeiss Jena

Jena. Von der Stadt Jena erhoffte sich der FC Carl Zeiss eine Bürgschaft über etwa 800 000 Euro, die in fünf Jahren zurückgezahlt werden sollte. Nach Gesprächen mit dem Thüringer Innenministerium und dem Landesverwaltungsamt stellte sich nun aber heraus, dass die Kommune gar nicht bürgen kann. Die Förderung von Profifußball sei keine kommunale Aufgabe, eine Bürgschaft hierfür nicht genehmigungsfähig, wie das Landesverwaltungsamt der Jenaer Stadtverwaltung schriftlich mitteilte. Auf eine Anfrage der Stadt Jena antwortete dessen Präsident, dass die Genehmigung einer Bürgschaft für den in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Fußballverein nicht in Betracht komme.

Infolge dessen wird der Jenaer Stadtrat nach Rücksprache mit den Fraktionsvorsitzenden nicht zu einer Sondersitzung eingeladen. Diese war ursprünglich geplant, um den angeschlagenen Fußballverein bei der Rettung zu unterstützen. „Die Stadt Jena hat dem FC Carl Zeiss in den letzten Jahren wiederholt aus akuten Notlagen geholfen. Die Ursachen für die jetzige schwierige finanzielle Situation liegen beim Verein selbst und müssen dort grundsätzlich geklärt werden“, hieß es in einer Erklärung der Stadt Jena. Kritisiert wird außerdem, dass „zu hohe Spielergehälter gezahlt worden sind.“

Die Stadt Jena will dem FC Carl Zeiss künftig durch eine preiswerte Vermietung ihres Stadions entgegenkommen und die Jugendarbeit fördern. Auch wird die Pacht für die Rasenheizung, die von der Stadt erst Ende 2009 gekauft wurde, teilweise gestundet. Die Verlängerung der Bürgschaft für die Finanzierung der Rasenheizung hatte der Stadtrat bereits in seiner letzten Sitzung beschlossen.

Etwa 700 000 Euro der Etatlücke wurden bislang durch neue Sponsorengelder geschlossen. Wo Jena nun die fehlenden Gelder akquirieren möchte, ist nun völlig offen. Fakt ist, dass zu teure Leistungsträger abgegeben werden müssen. Hierzu zählen Kapitän Carsten Nulle sowie die beiden Stürmer Sebastian Hähnge und Orlando. Zudem wurde der Spieleretat für die kommende Saison von 3,5 Millionen auf 2,5 Millionen Euro gekürzt.

Scheitert das Entschuldungskonzept bis zum nächsten Freitag, ist ein Insolvenzverfahren und der Zwangsabstieg in die sechste Liga nicht auszuschließen. Ob der schwierigen Finanzlage scheint außerdem offen, ob Cheftrainer René van Eck, der noch einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2010/2011 hat, nach Thüringen zurückkehrt. Der Niederländer äußerte zuletzt Bedenken, ob ein weiteres Engagement unter diesen Bedingung Sinn mache.

Immerhin hat Aufsichtsrat-Chef Reinhardt Töpel nach eigenen Angaben einen neuen Hauptsponsor gefunden. Während einer Sponsorenversammlung am Mittwoch unterschrieb Töpel eine entsprechende Absichtserklärung über 250 000 Euro. Mit dem Verkauf von Lebenszeitdauerkarten (1903 Euro für einen Stehplatz, 3190 Euro für einen Sitzplatz) hat der Club etwa 20 000 Euro eingenommen.

dpa

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